Golden Sun 2 - Die vergessene Epoche

Test

Was wäre ein gutes RPG ohne überraschende 
Wendungen?
Was wäre ein gutes RPG ohne überraschende Wendungen? Entwicklerschmiede Camelot lässt euch endlich in die Fortsetzung des sehnsüchtig erwarteten Fantasy-Epos eintauchen. Bereits der Vorgänger zählte zu den genialsten Rollenspielen, die der GBA bislang zu Gesicht bekam. Die Fortsetzung knüpft zwar vollkommen nahtlos an die Geschehnisse des Vorgängers an, aber auch Neulinge brauchen angesichts des aufschlussreichen Intros keinerlei Bedenken zu haben, vielleicht etwas zu verpassen. Ein vorheriges Durchdaddeln des ersten Teils ist somit nicht zwingend notwendig.

Beeindruckendes Kampfszenario
Für diejenigen, die noch keinen Blick auf Camelots güldenes Licht geworfen haben, wollen wir die Handlung ganz kurz anreißen: Das neue Kapitel beginnt, als Jenna sich im Venus-Leuchtturm befindet, kurz bevor das Feuer entzündet wird. Viel mehr wollen wir aber gar nicht verraten. Schließlich möchten wir euch die Spannung, die Camelot bewusst mit einem dramatischen Showdown und den Worten "Fortsetzung folgt" im ersten Teil erzeugte, nicht nehmen. Nur so viel sei gesagt: Ihr zieht abermals in den Kampf, um nun endlich das Feuer al- ler vier Türme zu entfachen und so das Land in neuem Licht erstrahlen zu lassen. In alter Rollenspiel-Manier geht es daran, zahlreiche Monsterkämpfe auszufechten. Die niederträchtige Brut dürft ihr entweder mit normalen Attacken oder auch mit effektvoll in Szene gesetzten Zaubersprüchen beharken. Kleinere Rätsel gilt es natürlich ebenfalls zu lösen, wobei ihr euch - im Gegensatz zu vielen anderen RPGs - eure Zauberkräfte auch auf der Oberwelt und nicht nur während der Kämpfe zunutze machen könnt. Das Verhältnis zwischen rundenbasierendem Kräftemessen und rätsellastigen Einlagen ist sehr ausgewogen und sorgt dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Wie auch im Vorgänger benutzt ihr beispielsweise Telekinese, um zentnerschwere Steinbrocken zur Seite zu räumen, oder baut auf die Kraft
des Windes, um euch mit Luftwirbeln den Weg freizuräumen.

Nützliche Kleinlinge
Auf eurer epischen Reise trefft ihr - wie bereits im Vorgänger -- gelegentlich auf kleine Helfershelfer, so genannte Dschinns. Diese seltsamen Kreaturen könnt ihr mit einem Spielcharakter koppeln, was nicht nur eure Statuswerte in die Höhe treibt, sondern euren Attacken auch mehr Power verleiht. Grafisch hat sich bei der Fortsetzung nicht viel getan. Der Grafikchip des GBA wird immer noch extrem gefordert, weswegen euch ein richtiger Augenschmaus erwartet! Zwar gibt es einige verbesserungsfähige Kleinigkeiten, allerdings sind diese kaum erwähnenswert. Eindrucksvoll in Szene gesetzte Kämpfe und die sofort erkennbare Liebe zum Detail schaffen ohnehin einen gebührenden Ausgleich! Die äußerst übersichtliche Menüführung des ersten Teils wurde ebenfalls übernommen und ermöglicht auch RPG-Neulingen einen leichten Einstieg. Außerdem kann auch Die vergessene Epo- che durch ihren sehr abwechslungsreichen, mystischen Sound beeindrucken. Jedes Areal wurde mit individueller Musik untermalt und trägt einen großen Teil dazu bei, euch noch tiefer in die Geschehnisse einzutauchen zu lassen. Die Möglichkeit, durch die Verlinkung mit dem Vorgänger seine alten Daten auf das neue Modul zu übertragen, ist zudem wirklich praktisch.

Bildergalerie

Wertung zu Golden Sun 2: Die vergessene Epoche (GBA)

Wertung:

89 /10

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