God of War (dt.)

Test Uwe Hönig

Als eingefleischter Hausmann hat Kratos immer sein Kartoffelmesser dabei. Als eingefleischter Hausmann hat Kratos immer sein Kartoffelmesser dabei. Drücken Sie nun im richtigen Abstand den Kreis-Knopf auf dem Controller, schnappt sich Kratos den Feind, während auf dem Bildschirm unterschiedliche Tastenkombinationen angezeigt werden. Nach erfolgreichem Ausführen der Kombinationen werden Sie mit einem ansprechenden Finishing-Move belohnt und erhalten andersfarbige Orbs als bei der Gegner-Beseitigung auf normalem Wege.

Perfektes Gemisch

Kratos beginnt sein Abenteuer mit zwei Klingen, die durch Ketten untrennbar mit seinen Handgelenken verbunden sind. Besiegte Feinde und Schatztruhen hinterlassen rote Orbs, mit denen sich die Klingen in mehreren Stufen aufrüsten lassen, dadurch neue Combomanöver freigeben und größere Zerstörungen anrichten. Im späteren Spielverlauf erhält unser Held sogar Zugriff auf ein riesiges Schwert und mehrere Magie-Attacken, die sich ebenfalls durch die roten Orbs verstärken lassen.

So dürfen Sie Feinde beispielsweise mit einem Medusen-Strahl zu Stein verwandeln und anschließend mit einem gezielten Treffer in Tausende Stücke zersplittern lassen. An anderer Stelle sollen Sie einen entfernt stehenden Soldaten ausschalten, der sich aus lauter Angst am Hebel einer hochgezogenen Zugbrücke festklammert und dadurch das Weiterkommen verhindert.

Wie es der Zufall will, begegnen Sie im gleichen Levelabschnitt Zeus, der Sie mit einer Entfernungswaffe ausstattet: Von nun an dürfen Sie magische Blitze verschießen, wodurch Sie an der vorher erwähnten Zugbrücke kurzen Prozess mit dem Angsthasen machen, um sich anschließend weiter durch das halb zerstörte Athen zu kämpfen. Diverse Rätsel lockern das recht brutale Treiben auf und sorgen für dezente Anregung der grauen Zellen. Dabei handelt es sich meist um Verschiebepuzzles, die auch beinharte Action-Fans ohne größere Probleme meistern dürften.

Das beste PS2-Spiel?

God of War (dt.) Ein weiteres Spielelement besteht aus Klettern, Balancieren oder Seilschwingen, wobei die Entwickler auch bei diesen Passagen größte Sorgfalt an den Tag legten. Die Szenen sind virtuos arrangiert und sorgen neben Frust auch für großartige Erfolgsmomente. So müssen Sie sich gegen Ende des Spiels leichtfüßig über drehende Walzen mit rotierenden Klingen fortbewegen. Ein Absturz ist gleichbedeutend mit dem Game Over und führt Sie direkt zum letzten Checkpoint zurück.

Diese sind im ganzen Spiel immer fair gesetzt und ermutigen grundsätzlich zu einem weiteren Anlauf. God of War ist eben einer dieser Titel, bei denen man mitten in der Nacht zu sich selbst sagt: "Okay, einen Versuch noch, dann ist für heute wirklich Schluss!" Kaum ist der Abschnitt dann geschafft, geht man hochmotiviert in das nächste Areal und im Morgengrauen ertappt man sich mit roten Augen immer noch beim Zocken ... Wer erwachsen ist und God of War noch nicht besitzt: Unbedingt kaufen, denn es gibt zur Zeit kaum ein besseres Spiel für unsere gute alte PlayStation 2.

Wertung zu God of War (PS2)

Wertung:

94 /10
Pro & Contra
Geniale OptikÄußerst abwechslungsreichTadellose SpielbarkeitGelungenes Kampfsystem
Fazit

Großartig inszenierte Action und tolle Technik sorgen für fantastische Unterhaltung - nur für Erwachsene!

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