Forza Motorsport 7 im Test: Das Fahrgefühl und die Community
Test
Dank weniger aber dafür wohl überlegter Verbesserungen, markiert der siebte Teil den bisherigen Höhepunkt der Vorzeigerennspielserie aus dem Hause Microsoft. Was uns am Racing-Game der Turn 10 Studios ganz besonders begeistert hat, erfahrt ihr in unserem umfangreichen Test-Artikel.
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Forza Motorsport 7 im Test: Fahrspaß pur!
Auch beim Sound gibt sich Forza wie gewohnt kaum eine Blöße und kann sich nochmals verbessern. Die Motorengeräusche sind klasse und die Auspuffanlagen röhren, knattern, und knallen wie sie sollen. Da kann man es auch verzeihen, dass der nicht nervige aber unauffällige Soundtrack der schwächste seit Langem ist. Wo Forza 2 noch mit Künstlern wie Bloc Party, N.E.R.D., Goldfrapp und Gnarls Barkley protzte, dudelt der siebte Teil unschuldig vor sich hin. Kein grober Schnitzer aber allemal schade! Doch wenn der Motor eines Nissan GT-R LM Nismo in der dazugehörigen Challenge krachend und röhrend die 880 kg leichte japanische Rennflunder über die Rennstrecke in Suzuka feuert und man das Gefühl hat, eine Rakete auf Rädern zu steuern, fragt keiner mehr nach einem Soundtrack.
Quelle: PC Games
Manchmal wird es reichlich eng. Hier geht gerade gar nichts mehr.
Und nur, dass wir uns nicht falsch verstehen: Auch wenn Forza 7 kein Simulationsmonster wie Project Cars 2 ist, so geht es hier sehr realistisch zu. Je nach Umfang der aktivierten Fahrhilfen, wird ist es nur mit viel Fingerspitzengefühl und der Kenntnis der richtigen Brems- und Beschleunigungspunkte sowie der Ideallinie möglich auf der Strecke zu bleiben, geschweige denn konkurrenzfähige Rundenzeiten zu fahren. Jedes Fahrzeug klingt und fährt sich grundlegend anders. Geben sich sanft brummende Geländewagen wie der JEEP Trailcat noch recht gutmütig, sind Kaliber wie ein nervös surrender Formel-E-Bolide, oder die überraschend spaßigen Mercedes-Trucks deutlich größere Herausforderungen.
Gerade die diversen Formel-Boliden verlangen Können am Steuer, denn auf schnellen und engen Strecken, wie der Nordschleife, verhaken sich die freiliegenden Räder bei Überholmanövern gerne mit den Pneus der Rivalen. Hier ist Gefühl am Analogstick gefragt. Wer ein Lenkrad sei Eigen nennt, ist natürlich im Vorteil. Doch auch ohne teure Peripherie steuert sich das Spiel exzellent und überzeugt mit großartigem Rumble-Feedback, das sofort Rückmeldung gibt, wenn der Wagen zu unruhig wird. So entwickelt man stets ein gutes Gespür für seinen Wagen. Das ist vor allem dann von Vorteil, wenn es später in der Karriere und bei entsprechend hoher Drivatar-Schwierigkeit (kann zwischen den Rennen jederzeit angepasst werden), nötig wird, ein wenig am Setup zu feilen, um Rennen zu gewinnen.
Wem das alles zu kompliziert ist, der lädt sich entweder Setups von anderen Spielern über die Cloud herunter, oder schaltet einfach die Fahrhilfen ein und den Schwierigkeitsgrad herunter - so sind letztlich alle Herausforderungen auch für Anfänger zu bewältigen und im schlimmsten Fall nutzt man die Rückspulfunktion. Wer es kann, sollte sich jedoch fordern, denn ironischerweise schreiten Profis im Spiel schneller voran, da es bei höherer Drivatar-Schwierigkeit auch mehr Knete für Gewinner gibt. Positiv zu vermerken ist nebenbei, dass die Drivatar-KI auf keiner Stufe einen Gummibandeffekt aufweist. Das bedeutet, dass einerseits mit genügend Übung Rennen wirklich dominiert werden können und andererseits die KI nicht plötzlich unerklärlich langsam wird, sollte man selbst Grottenzeiten fahren.
Forza Motorsport 7 im Test: Die Community
Quelle: PC Games
Die Lichteffekte kommen in Nachtrennen schön zur Geltung. Hier in Le Mans.
Ein Spielspaßfaktor ist bislang noch gänzlich unerwähnt: Forza wäre nicht Forza, wenn nicht auch umfangreiches optisches Tuning vorhanden wäre. Lackierungen, Aufkleber und frei gestaltbare Formen können in die Cloud geladen werden und sorgen seit Jahren für eine blühende Community und dank des mächtigen Editors für jegliche erdenkliche extravagante Lackierung. Wer möchte, kann Stunden und Wochen investieren, um sein Auto mit seinen ganz persönlichen Motiven zu lackieren. Doch auch wenn es schnell gehen soll, gibt es genügend Optionen. Neben Mattlack, kann man seiner Karosserie sogar eine schicke Holzoptik verpassen. Von Spoilern, Frontschürzen und Felgen fangen wir erst gar nicht an. Die Möglichkeiten die eigene Karre zu personalisieren sind schier unbegrenzt.
Last but not least gibt es natürlich noch den Mehrspielermodus. Der Offline-Splitscreen ist unverständlicherweise nur auf der Konsole zu finden. Online macht der Titel natürlich mindestens ebenso viel Spaß wie alleine. Wer also nach den über 30 Stunden Karrieremodus Beschäftigung sucht, wird hier fündig und darf auch mit stabilen Verbindungen und einer großen Auswahl an Modi rechnen. Während zum Start nur Quickmatches verfügbar sind, werden in den kommenden Wochen Ligen hinzugefügt werden, um auch online für ein fesselndes Spielerlebnis zu sorgen.
