Forza 4 im Test für Xbox 360: Das Entwicklerstudio Turn 10 hat mit Forza 4 ein grandioses Rennspiel entwickelt, so viel sei bereits verraten. Doch kann Forza 4 auch Gran Turismo 5 aus dem Hause Sony toppen? In unserem Test zu Forza 4 für Xbox 360 lest ihr die Antwort.
Singleplayer-Modus und Spaß im Mehrspieler-Teil
Solo-Spieler dürfen sich bei Forza 4 auf einen Karriere-Modus im Stil des Vorgängers freuen. Im Vergleich ist der Umfang von 220 auf nun rund 300 Veranstaltungen angewachsen, die oft aus mehreren Rennen bestehen. Damit ist schon rein rechnerisch monatelanger Spielspaß angesagt, doch es gibt noch eine ganze Menge an zusätzlichen Inhalten: Beim Autovista-Modus werden in einem Showroom Traumwagen präsentiert, während ihr an jedes Detail der Fahrzeuge heranzoomen könnt. Auf Wunsch lassen sich fahrzeugspezifische Kommentare abspielen, beispielsweise zum Handling oder der Motorleistung. Einige dieser Kommentare stammen von Jeremy Clarkson, dem bekannten Moderator der TV-Show Top Gear! Zu Spielbeginn sind hier aber lediglich eine Handvoll Autos wählbar und nur wer die Autovista-Auto-Herausforderungen meistert, schaltet weitere Fahrzeuge zum Betrachten frei.
In Sachen Multiplayer gibt es einen prima funktionierenden Splitscreen-Modus für zwei Spieler und selbstverständlich haben die Entwickler auch Online-Racing für bis zu 16 Teilnehmer sowie coole Xbox Live Funktionen integriert. Beispielsweise bietet der Rivalen-Modus eine nette Abwechslung zum Rennalltag mit speziellen Autocross-Events, bei denen es auf schnelle Zeiten ankommt. Über das Forza 4-Message-Center werden dann Herausforderungen verschickt und ihr dürft versuchen die jeweiligen Bestzeiten eurer Freunde zu unterbieten. Diese Events dürfen übrigens auch in Angriff genommen werden, wenn eure Freunde offline sind. Per Xbox Live besteht außerdem die Möglichkeit, euren eigenen Autoclub zu gründen, um zusammen mit eurer "Gang" die öffentliche Rangliste zu stürmen. Außerdem steht ein Versteigerungshaus zur Verfügung, in dem Autos und coole Fahrzeug-Designs feilgeboten oder erstanden werden können. Wie sich die ganzen Live-Features und das auf 16 Spieler aufgebohrte Online-Racing letztendlich in der Praxis machen, lässt sich erst nach der Veröffentlichung des Spiels sagen. Einen Online-Test reichen wir nach.
Sinnvoller Einsatz von Kinect
Mit dem vierten Forza wird die bislang oft verschmähte und belächelte Kinect-Hardware auch für uns Gamer richtig interessant: Durch Head Tracking werden eure Kopfbewegungen direkt ins Spiel übertragen, so dass ihr euch im Cockpit umsehen könnt. Wozu der Zirkus? Ganz einfach: So könnt ihr weiter in Kurven einsehen und diese einerseits besser einschätzen, andererseits könnt ihr Unfälle und langsamere Fahrer so frühzeitig erkennen. In der Praxis funktioniert das Head Tracking mit Kinect überraschend gut - ebenso wie die Option, per Spracheingabe durch die Menüs zu navigieren. Dies ist - ebenso wie die Möglichkeit, via Kinect durch die eigene Garage zu schlendern und Autos im Detail zu bewundern - ein nettes Feature, das allerdings kein Mensch braucht. Das Head Tracking hingegen ist eine weitere Bereicherung für das Gameplay von Forza 4.
Quelle: Videogameszone
Cockpits für Alle: Jedes Fahrzeug verfügt über eine beeindruckende Cockpit-Ansicht!
Technik, die begeistert
Bei Forza Motorsport 4 hat sich das Entwicklerstudio Turn 10 erstmals für den Einsatz des sogenannten Image-based Lighting entschieden. Dieses Beleuchtungssystem ermöglicht eine höchst eindrucksvolle Darstellung von Fahrzeugen und Umgebung, da es sich strikt an der Realität orientiert. So verankern die Programmierer auf jeder Strecke eine virtuelle Sonne, die als zentrale Lichtquelle dient. Alle Objekte in dieser Szenerie reflektieren das Licht nun zurück und zwar abhängig von ihrer Materialbeschaffenheit. Ein schwarzer Autoreifen schluckt demnach mehr Licht, als auf Hochglanz polierter Fahrzeuglack. Außerdem wird die Farbe des reflektierten Lichts ebenfalls von den angestrahlten Objekten beeinflusst.
Wenn man beispielsweise über eine gelbe Streckenmarkierung fährt, färbt sich auch der Unterboden des Wagens leicht gelblich. Schattenwürfe werden ebenso in Echtzeit berechnet und im Spiel äußerst realistisch dargestellt. Solch ein komplexes Beleuchtungssystem ist nicht einfach zu programmieren! Doch wenn es einmal funktioniert, benötigen die Entwickler keine weiteren Tricks mehr, um ein realistisches Wechselspiel zwischen Licht und Schatten zu erzielen. Die grafische Brillanz von Forza 4 hat aber noch einen weiteren Grund: Da die Boliden im Autovista-Modus aus allen Blickwinkeln sehr genau betrachtet werden dürfen, war es Notwendig den Detailgrad der Fahrzeugmodelle hochzuschrauben. Das gilt auch für den Motorraum und das Interieur, denn jedes Auto im Spiel bietet eine fantastisch aussehende Cockpit-Perspektive!
