Bock auf Japan, aber keinen Plan von Rennspielen? Forza Horizon 6 im Noob-Check!

Special Stefan Wilhelm
Bock auf Japan, aber keinen Plan von Rennspielen? Forza Horizon 6 im Noob-Check!
Quelle: Xbox Game Studios

Bei einem solchen Setting werden auch Rennspiel-Neulinge hellhörig: Forza Horizon 6 bietet riesigen Fahrspaß in Japan, aber wie gut eignet es sich für Einsteiger?

Wer die monatliche Sim-Racing-Show von Freizeit-Rennsportler Michi verfolgt, der weiß: Rennsimulationen sind ein heißes Genre. Dagegen ist der Markt für Arcade-Racer in den letzten Jahrzehnten allerdings spürbar geschrumpft, und damit gibt es auch immer weniger Optionen für Casual-Raser, die gerne unkompliziert und ohne viele Automobilkenntnisse auf die Tube drücken möchten.

Neben Ubisofts The Crew ist Forza Horizon einer der letzten großen Vertreter seiner Zunft, und zum Glück auch ein richtig guter. Der neueste Teil mit der Startnummer 6 verlagert das Horizon-Festival nun nach Japan, und damit in ein Setting, das sicher auch einige Spieler heiß machen wird, die mit Rennspielen ansonsten nicht viel am Hut haben.

Um zu klären, wie einsteigerfreundlich der neue Microsoft-Racer wirklich ist, haben wir den Noob-Check gemacht: Macht Forza Horizon 6 (jetzt kaufen / 62,99 € ) auch Spaß, wenn man kein Benzin im Blut hat?

Kein Einsteiger mehr? Hier geht's zum großen Test zu Forza Horizon 6 vom Rennspiel-Experten!

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Das Fahrverhalten: Prinzipiell anspruchsvoll, aber stark justierbar

Der wichtigste Punkt ist natürlich zuallererst, wie realistisch sich die Fahrzeuge steuern, denn damit steht und fällt der Anspruch. Forza Horizon 6 fußt, wie seine Vorgänger, auf dem Unterbau der "seriöseren" Forza-Motorsport-Reihe. Eine Profi-Simulation ist es damit auch mit abgeschalteten Fahrhilfen nicht, aber es fährt sich doch authentischer und anspruchsvoller als bei Need for Speed und Co.

Diese Fahrhilfen sind dann auch das Stichwort: Forza Horizon 6 steuert sich genau so leicht oder schwer, wie ihr es haben möchtet. Schaltet ihr etwa Bremshilfen und Stabilitätskontrollen aus, lässt euch das Spiel bei einer missglückten Kurve gnadenlos durch die Gegend schleudern.

Ohne Lenkassistenz geratet ihr bei zu heftigen Lenkbewegungen schnell ins Schlingern und dann nur schwer wieder in die Spur. Auch der Schaden an Motor und Reifen kann von "Kein Schaden" über "Kosmetisch" bis zu "Simuliert" eingestellt werden.

Unsere Empfehlung für Einsteiger: Behaltet die Fahrhilfen auf der mittleren Stufe und schaltet euch zusätzlich noch die Stabilitätskontrolle ein. Quelle: PC Games Unsere Empfehlung für Einsteiger: Behaltet die Fahrhilfen auf der mittleren Stufe und schaltet euch zusätzlich noch die Stabilitätskontrolle ein. Jede Option lässt sich einzeln und unabhängig vom Schwierigkeitsgrad der KI-Gegner justieren. Für Automobil-Noobs liefert das Spiel dabei Tooltips, was die Einstellungen konkret verändern, und solltet ihr auch damit nur Bahnhof verstehen, könnt ihr die Hilfen gebündelt von leicht bis schwer einstellen.

Auf der leichtesten Stufe fährt es sich sehr mühelos und nur scharfe Kurven stellen ein potenzielles Hindernis dar. Dank der Ideallinie, die auch die richtigen Zeitpunkte zum Bremsen anzeigt, könnt ihr euch aber besser auf sie vorbereiten. Die meisten Kurven sind sinnvoll markiert, nur gelegentlich verleitet euch das Spiel mal zum Bremsen, obwohl ihr eigentlich problemlos durchbrettern könntet. Vorteil für euch: Die KI-Gegner halten sich stur an diese Linie und bremsen immer, wenn sie es verlangt. Kennt ihr die falsch markierten Stellen, könnt ihr dort also Vorsprünge herausholen.

In Kurven habt ihr die besten Chancen, auch mal schnellere Gegner zu überholen - die Kollegen bremsen nämlich gerne, auch wenn es keinen Sinn ergibt. Quelle: PC Games In Kurven habt ihr die besten Chancen, auch mal schnellere Gegner zu überholen - die Kollegen bremsen nämlich gerne, auch wenn es keinen Sinn ergibt.

Fehler gemacht? Schwamm drüber!

Die mächtigste Hilfe, die euch Forza Horizon 6 anbietet, ist aber zweifellos die Rückspulfunktion, die euch jederzeit per Knopfdruck ein paar Sekunden in der Zeit zurückreisen lässt - und zwar mehrmals hintereinander. Verpasste Kurven oder Checkpoints, Crashes oder missglückte Überholmanöver lassen sich damit ungeschehen machen, ohne dass ihr das aktuelle Rennen von vorn starten müsst.

Das mindert die Frustgefahr enorm und lässt euch sofort an bestimmten Schwachstellen eurer Fahrkünste arbeiten - sogar so effektiv, dass ihr die Funktion irgendwann vielleicht gar nicht mehr braucht. Schaltet ihr die Rückspulfunktion und andere Fahrhilfen aus oder regelt sie herunter, winken als Belohnung mehr Credits, wodurch ihr schneller an neue Autos oder Upgrades kommt.

Was hat der denn für Bremsen?!

Selbiges gilt auch für die Schwierigkeit der KI-Gegner. Die voreingestellte Stufe, "Durchschnittlich", dürfte kaum eine Herausforderung darstellen, wenn ihr schon einmal in irgendeinem Spiel ein virtuelles Auto gesteuert habt. Sucht ihr nicht gerade nach einer total gemütlichen Rennspiel-Erfahrung, solltet ihr auf "Überdurchschnittlich" stellen, was euch Forza Horizon 6 auch direkt anbietet, wenn ihr viele Runden in Folge gewinnt. Auf der nächsten Seite klären wir, womit Forza Horizon 6 Einsteiger überfordert - aber auch, warum das in der Praxis nicht allzu schlimm ist.

  1. Seite 1 Schwierigkeitsgrad und Fahrhilfen
  2. Seite 2 Schlimme Tuning-Menüs, aber großer Fahrspaß
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