Innovative Fortsetzung oder doch nur der typische alljährliche Feinschliff?
Die Cockpit-Ansicht ist wie gewohnt die spektakulärste Perspektive.
BILD: PLAYZONE
Jahr für Jahr 60 Euro für die aktuellste Formel-1-Simulation ausgeben - da kommen selbst Fans ins Grübeln, ob sich diese Investition überhaupt lohnt. Bisher gelang es Sony dennoch immer ganz gut, dem Kunden sein "Update" mit noch mehr neuen Features, aufgebohrter Technik und natürlich den neuesten Teams und Fahrern des Formel-1-Zirkus schmackhaft zu machen. Mit welchen Innovationen und Verbesserungen die Jungs des Studio-Liverpool-Teams dieses Jahr auftrumpfen wollen, verrät unser detaillierter Test.
Einsam und gemeinsam
In puncto Spielmodi hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht wirklich viel getan - wie gewohnt hat der Solo-Spieler die Wahl zwischen Weltmeisterschaft, Karriere, schnellem Rennen, Rennwochenende und Zeitrennen. Während Sie in der Weltmeisterschaft für eine Saison in die Rolle eines realen Fahrers schlüpfen, entwerfen Sie im Karriere-Modus Ihren eigenen Spieler, den Sie innerhalb von fünf Saisons vom Neuling zum Motorsport-Gott entwickeln können. Auf eine EyeToy-Unterstützung, dank der Sie Ihrem Fahrer Ihr Aussehen verpassen können, wurde dieses Jahr leider verzichtet.
An einem Rennwochenende nehmen Sie wie beim schnellen Rennen an einer einzelnen Veranstaltung teil, allerdings inklusive Testfahrten, aller Trainings und Qualifyings. Geselligen Spielernaturen wird wie im Jahr zuvor ein Splitscreen-, LAN- und Online-Modus geboten - neuerdings können Sie sogar gegen PSP-Spieler antreten. Leider erreichte uns die Testversion des PSP-Formel Eins nicht mehr rechtzeitig vor Redaktionsschluss, in der nächsten PLAYZONE werden wir dieses interessante Feature näher unter die Lupe nehmen und verraten, wie cool Rennen zwischen PS2 und PSP in der Praxis wirklich sind.
Feinschliff
Ohne Fahrhilfen verlieren Anfänger schnell die Kontrolle über die Boliden.
BILD: PLAYZONE
Natürlich erwartet Sie mit dem aktuellen Formel Eins-Racer kein komplett neues Spiel, aber dennoch werden Kenner des Vorgängers etliche Detailverbesserungen bemerken. Das Feature, sein Fahrzeug mit Testläufen automatisch an den Fahrstil anzupassen, erleichtert das Setup der Vehikel ungemein, vor allem wenn der Spieler autotechnisch nicht wirklich bewandert ist. Insgesamt zeigt sich das Spiel dank zahlreicher Einstellungsmöglichkeiten und zuschaltbarer Fahrhilfen, wie eines Brems- und Lenk-Assistenten, einer virtuellen Rennlinie, Traktionskontrolle und ABS, wieder für jedermann sehr leicht zugänglich, bietet aber auch für Profis eine Menge Tiefgang.
Das Schadensmodell verzeiht nach wie vor so einiges, sodass Ihr Vehikel leichte Rempler und Abflüge von der Strecke besser verkraftet, als dies in der Realität der Fall wäre. Apropos Rempler: Ihre KI-Gegner sind etwas cleverer als im Vorgänger und nehmen auch mehr Rücksicht auf Ihren Boliden, sodass Sie nur noch sehr selten von Konkurrenten von der Piste gerammt werden.
Ebenso selten sind aus dem 2005er Formel Eins bekannte KI-Aussetzer, wenn sich zum Beispiel nach einem Unfall das gesamte Fahrerfeld an der Unfallstelle staut. Zudem verhalten sich Ihre Gegner menschlicher, das heißt, sie begehen Fehler und reagieren auf Druck, was die Zahl an Zwischenfällen während eines Rennens nach oben schraubt und dadurch oft für kurzweilige Action auf der Piste sorgt.
