Zurück in die Zukunft
Zum Glück haben wir ein Gewehr dabei.
In Sachen Horroratmosphäre punktet Forbidden Siren in fast allen Bereichen. Die Story ist dabei ein wichtiger Punkt. Sie springen ständig zwischen mehreren Charakteren, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hin und her; dabei sind die Handlungen wie in einem dichten Netzwerk miteinander verbunden. In einer tabellenartigen Übersicht können Sie den Verlauf der Handlungsstränge und deren Verknüpfungen nachverfolgen (siehe Extrakasten). Eine weitere Zutat für das Horrorgericht ist die Soundkulisse: Diese ist bei Forbidden Siren vom Feinsten und könnte aus einem Horrorfilm entliehen sein: unheimliche Schreie, schaurige Ächzer und vor al-lem das Stöhnen der Zombies, wenn man gerade in deren Kopf gewechselt hat, treiben einem den Angstschweiß auf die Stirn. Auch die deutsche Synchronisation steht dem in nichts nach; wenn man hinter einer Kiste kauernd ein sabberndes "Wooo bist du denn?" aus dem Munde eines halb verwesten Gärtners hört, bekommt man es schon einmal mit der Angst zu tun. Ein zweischneidiges Schwert ist dagegen die Grafik. Während die düsteren Szenarien und die Animationen der Spielfiguren noch obere Klasse sind, nervt die ständig vorhandene Nebelsuppe auf Dauer; zur Steigerung der Atmosphäre ist diese zwar zweckdienlich, aber als Endresultat bleiben eine dürftige Weitsicht und eine sehr detailarme Darstellung. Sieht man von den kleinen Mankos und dem unbestritten hohen Frustfaktor einmal ab, überrascht Forbidden Siren mit einem innovativen "Ich sehe durch die Augen meiner Feinde"-System, spannenden Stealth-Missionen und einer einzigartigen Schockeratmosphäre. Zwar nicht ganz ein Silent Hill 3, aber durchaus empfehlenswert!
