Mehr Spiel fürmehrere Spieler
All das ganze Drumherum hat zur Folge, dass Sie den Story-Modus nur alleine spielen können. Capcom war sich aber der Beliebtheit des Zwei-Spieler-Modus bei solchen Beat-em-Ups zum Glück bewusst und hat extra für Coop-Fans den so genannten Arcade Mode erschaffen. Hierbei prügeln Sie sich vorzugsweise zu zweit durch streng linear ablaufende Levels - alleine geht's theoretisch auch, doch das ist aufgrund der geg-nerischen Übermacht wirklich schwierig. Die Ziel-Fixierung per R1-Taste fällt hier weg und das nicht erweiterbare Move-Repertoire ist auf ein Minimum beschränkt.
Dafür haben Sie die Wahl zwischen insgesamt vier Spielfiguren (anfangs nur Kyle und Cody). Als weiteren Bonus hat Capcom noch eine Umsetzung des allerersten Final Fight ins Spiel integriert, doch leider beleidigt diese mit unscharfer Grafik das Auge und ist selbst - oder gerade! - für Fans des Ori-ginals kaum zu ertragen. Wie"s besser geht, hat der Publisher erst vor kurzem selbst mit der Capcom Classics Collection gezeigt, die eine anständige Final Fight-Variante enthielt.
Vermeidbare Schwächen
Ist Final Fight Streetwise nun ein gelungenes Comeback der Prügellegende? Die Antwort lautet "Ja, aber &". Zum einen wäre da die suboptimale Kamera, die ständiges manuelles Nachjustieren nötig macht. Auch die Lokalisierung ist mittelprächtig: Die (ordentliche) Sprachausgabe ist komplett englisch und die deutschen Texte enthalten viele kleine Fehler.
Das Speichersystem gestaltet sich zudem unnötig umständlich: Um Ihren Spielstand zu sichern, müssen Sie das Spiel verlassen - wollen Sie direkt im Anschluss weiterspielen, müssen Sie sich erst wieder durch das Hauptmenü klicken (Ladezeiten!) und wissen vorher noch nicht mal sicher, an welcher Stelle Sie wieder ins Spielgeschehen zurückkehren. Da wünscht man sich manchmal, man könnte einfach im Zweifelsfall einige zusätzliche Münzen in die PS2 werfen und sich so die ganzen Sorgen um seinen Spielstand ersparen.
