Auf Jobsuche
Dieser Dschinn möchte ganz bestimmt keine Wünsche erfüllen.
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In Final Fantasy I durfte man sich zu Beginn des Spiels für jeden Charakter einen Job aussuchen. Als Ritter, Ninja, Magier oder Dieb hatte so jeder seine ganz speziellen Aufgaben im Kampf - es gab aber keine Möglichkeit, diese Spezialisierung bei Nichtgefallen wieder zu ändern. In Final Fantasy III blüht dieses Job-System, das später inbesondere in Final Fantasy V und Final Fantasy X-2 erneut zum Einsatz kam, erstmals in vollem Umfang auf.
Jeder Charakter kann jederzeit einen von 22 Jobs annehmen und sich so bestimmte Fähigkeiten aneignen. Als Diebe können Luneth und Co. ihren Gegnern Gegenstände entwenden, als Magier mächtige Zauber wirken oder sich mit Jobs als Ritter oder Wikinger dem handfesten Nahkampf widmen. Und je länger ein Charakter in einem Job bleibt, desto deutlicher prägen sich die relevanten Merkmale (beim Dieb beispielsweise Flinkheit, beim Kämpfer Kraft) aus - unwichtige bleiben allerdings auf der Strecke.
Es liegt am Spieler, die Jobs regelmäßig so umzuverteilen, dass alle Charaktere sich ideal entwickeln. So täuscht das Job-System dann auch über den Mangel unterschiedlicher Figuren hinweg - denn die Vier-Mann-Party wird sich im späteren Spielverlauf nicht mehr ändern. Lediglich Gastcharaktere tauchen ab und an auf und begleiten die vier ein Weilchen. Im Kampf kann man dann, ähnlich den Beschwörungen der späteren Episoden, auf deren Hilfs- oder Angriffs-Fähigkeiten zurückgreifen.
Trari, trara, die Post ist da
Bahamut macht mit übereifrigen Kämpfern kurzen Prozess.
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Mit dem MogNet, das eifrige Final Fantasy-Spieler schon aus Final Fantasy IX kennen, kommt eine neue Funktion ins Spiel. Die niedlichen Mogrys (die in Final Fantasy III übrigens ihren ersten Auftritt hatten), fungieren als Postzentrale, in der ihr sowohl Charakteren aus dem Spiel als auch realen Freunden Briefe zukommen lassen könnt. Ein Ersatz für SMS und Co. ist das allerdings nicht, denn Briefe können nur dann verschickt werden, wenn auch der Empfänger gerade online ist - das spätere Abholen ist nicht möglich. Items kann man auch nicht verschenken, wie es beispielsweise in Animal Crossing der Fall ist - und so bietet der Briefverkehr letzten Endes leider nicht das, was man sich von ihm wünschen würde.
Eine technische Meisterleistung
Ein Goblin schneidet Luneth den Weg ab.
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Auf den ersten Blick sieht Final Fantasy III mit seinen wunderschönen 3D-Welten und flüssigen nimationen wie ein richtiges Vorzeigespiel aus. Und das Eröffnungsvideo überzeugt ebenso wie die großartige Musik von Altmeister Nobuo Uematsu. Doch relativiert sich dieser Eindruck schon nach kurzer Zeit wieder, denn so richtig toll sehen Charaktere und Umgebung nur aus der Entfernung aus.
Ähnlich wie bei Animal Crossing und Another Code fallen die grobpixeligen Texturen dann kaum noch auf. In Zwischensequenzen, Kämpfen, beim Magieeinsatz und zu vielerlei anderen Gelegenheiten wird jedoch mit Zoom-Effekten nicht gegeizt - und dann fallen die Schwächen im Design plötzlich recht deutlich ins Gewicht.
Zugegeben, damit lässt sich's noch leben, immerhin sind wir derartige Textur-Schwächen vom DS schon gewohnt. Weniger verzeihlich ist allerdings, wie der obere Bildschirm genutzt wird: nämlich gar nicht. Da mag es sich noch so sehr anbieten, umfangreiche Touchscreen-gesteuerte Menüs auf den unteren und die Spielszenen auf den oberen Bildschirm aufzuteilen - Square Enix gibt sich ignorant und verzichtet beinahe vollständig auf den Einsatz des oberen Screens.
Lediglich eine Hand voll Zwischensequenzen und eine eher uninteressante Weltkarte sind dort ab und an zu sehen, in Kämpfen bleibt das Bild gar völlig schwarz. Die Menüs werden stattdessen wie früher über oder anstelle der Spielszenen auf dem unteren Bildschirm eingeblendet. Und bedauerlicherweise bringt auch die Touchscreen-Steuerung, bei der man seinem Charakter wie in Animal Crossing den Weg weist, keinerlei Vorteile mit sich, sondern zieht gegenüber einer schnelleren und effizienteren Steuerkreuz-Navigation eher den Kürzeren. Damit haben Geschichte und Optik von Final Fantasy III zwar unzweifelhaft ihren Reiz, aber worum es beim DS wirklich geht, scheinen Square Enix und Matrix Software vor lauter Eifer vergessen zu haben.
