Die überraschend beim Xbox Showcase als Shadow Drop angekündigte Xbox-Version von Final Fantasy 16 offenbart im Test gravierende Schwächen bei der Performance.
Das Xbox Showcase im Rahmen des Summer Game Fest hat Spielern in rund 75 Minuten eine Menge Neuankündigungen geboten, darunter auch zwei Xbox-Handhelds, einen Nachfolger zum Spiel Grounded, ein neues Spiel der Double Fine Studios mit einem laufenden Leuchtturm sowie einen ersten Blick auf das kommende Black Ops 7.
Ebenfalls im Programm: die Ankündigung, dass es wieder mehr Final-Fantasy-Games wie die Reboot-Trilogie des siebten Teils auf Xbox geben soll. Das wurde direkt mit der sofortigen Verfügbarkeit des letzten Teils der Rollenspiel-Serie umgesetzt. Das ursprünglich PS5-exklusive Final Fantasy 16 (jetzt kaufen 90,23 € ) konnte man noch während des Showcases kaufen. Experten vermuten, dass dies eine Reaktion von Square Enix auf das schlechte Verkaufsergebnis des 2023 erschienenen Spiels gewesen ist.
Wie läuft Final Fantasy 16 auf Xbox?
Kurz gesagt: katastrophal. Wenn man berücksichtigt, dass die PS5 und die Xbox Series X auf einer ähnlichen Hardware basieren und sich lediglich in Nuancen unterscheiden, wie 3,8 GHz-Takt der CPU und 560 GB/s Speicherbandbreite (das ist die Geschwindigkeit des Übertragens von Daten zwischen RAM und CPU) bei der Xbox, gegenüber 3,5 GHz CPU-Takt und 448 GB/s Speicherbandbreite bei der PS5, sollte man meinen, dass es keine sichtbaren Unterschiede zwischen den Versionen geben dürfte. Dem ist jedoch nicht so.
Die Kollegen von Digital Foundry haben in einer bei Youtube abrufbaren Video-Analyse die Xbox-Version mit PS5 verglichen. Das Ergebnis: Die Grafikqualität insgesamt sei schlechter bzw. "weicher und weniger scharf" bei der Xbox-Version und zeige vor allem bei Bäumen und anderer Vegetation sichtbar weniger Details. Und das nicht nur bei der schwächer ausgestatteten Xbox Series S.
Warum läuft die Xbox-Version schlechter?
Sorgenkind ist vor allem der Performance-Modus. Während dieser auf der PS5 in 1080p läuft und Frameraten zwischen 45 und 60 Fps bietet, zeigt die Xbox Series X hier eine reduzierte Auflösung mit 720p, die dann allerdings durchweg auf 60 Fps laufen soll. Zwischensequenzen bieten beide sowohl PS5 als auch Xbox nur in 30 Fps.
In einer anderen Szene wurde das Rendering auf der Xbox auf 1224p (PS5: 1440p) reduziert. Digital Foundry merkt jedoch auch an, dass es sich bei Final Fantasy 16 um eines der aktuell anspruchsvolleren Spiele handelt, das selbst auf der PS5 Pro im Kampf auf Frameraten unter 50 Fps zurückgeht. Bisher hat sich Square Enix noch nicht dazu geäußert oder gar ein Update angekündigt, dass die Probleme in den Griff bekommen soll.
Quelle: Digital Foundry, via YouTube
