Quelle: Eutechnyx
Ferrari Challenge
Jedes Rennspiel, das sich nur einer einzigen Automarke widmet, hat heutzutage einen schweren Stand. Ohne sich auch nur im Entferntesten um den Rest des Rennspiel-Genres zu kümmern, hat Mark Cale mit tatkräftiger Unterstützung von Bruno Senna Ferrari Challenge entwickelt. Eine ambitionierte Ferrari-Simulation, in der es einzig und allein um die Leidenschaft für die roten Flitzer geht - und diese Leidenschaft spürt ihr von der ersten Runde an. Insgesamt stehen euch in Ferrari Challenge 14 virtuelle Rennstrecken zur Verfügung. Das Fahrverhalten aller Ferraris ist spürbar unterschiedlich und je nach aktivierten Fahrhilfen einfach bis herausfordernd. Ihr könnt neben der obligatorischen Ideallinie, die sich auch auf das Anzeigen der Bremszonen beschränken lässt, ESP, Traktionskontrolle und ABS zu Hilfe nehmen. Lobenswert ist dabei die mehrstufige Einstellungsmöglichkeit, um den Realismusgrad euren persönlichen Wünschen anzupassen. So richtig geht es aber auch bei Ferrari Challenge erst mit einem Lenkrad zur Sache.
FAHRSPASS OHNE SUBSTANZ
Quelle: Eutechnyx
Ferrari Challenge
Im Herausforderungs-Modus nehmt ihr am Steuer eines F430 Challenge in drei Territorien (Italien, Europa und Amerika) ein Wettkampf-Wochenende nach dem anderen in Angriff. Zunächst winkt die Qualifikation und danach zwei Rennen. Vorher üben könnt ihr die Kurse nicht, da ihr zuerst die Strecken meistern müsst, bevor ihr im Zeitrennen-Modus auf die Jagd nach Hundertstelsekunden gehen könnt. Im Arcade-Modus nehmt ihr in vier Schwierigkeitsstufen nacheinander vier Strecken in Angriff und versucht, aufs Siegertreppchen zu kommen. Um die über 50 Ferrari-Modelle im Spiel freizuschalten, müsst ihr fleißig Rennen in den unterschiedlichen Modi fahren. Denn erst dann stehen sie beim Ferrari-Händler zum Kauf bereit. In der Garage könnt ihr den schicken Sportwagen zudem neue Lackierungen und Aufkleber verpassen. Leider fragt man sich, wenn man sich die Ausstattung von Ferrari Challenge ansieht, ob Mark Cale und seine Jungs sich nicht zu sehr auf das Gameplay konzentriert haben. Angefangen bei der nicht vorhandenen Möglichkeit, die Länge der Rennen durch die Anzahl der zu fahrenden Runden zu begrenzen. Ihr könnt lediglich zwischen 5, 15, 30 oder 45 Minuten Fahrdauer wählen. Ist diese Zeit während eines Herausforderungs-Rennens verstrichen, wird die aktuelle Runde zu Ende gefahren und erst dann folgt die letzte Runde des Rennens. Das zieht die Rennen unnötig in die Länge. Während der Trophäen-Rennen werdet ihr dazu gezwungen, 10 Minuten zu fahren, wodurch sich die Gesamtfahrdauer abhängig von der Strecke locker auf 15 Minuten ausdehnen kann. Das ist auf Dauer doch sehr ermüdend. Hinzu kommen Ladezeiten zwischen 35 und 45 Sekunden, die durch eine Installation auf der PS3-Festplatte merklich kürzer ausgefallen wäre, sowie die viel zu träge Menüführung. Das Kartenspiel ist entgegen anfänglicher Ankündigung nicht mehr als ein nettes Goodie geworden. Leider bietet der Online-Modus keinerlei Reize, um sich länger mit Ferrari Challenge zu beschäftigen. Während unserer Testphase herrschte erschreckende Leere in der Spieleliste, was womöglich auch an der mangelhaften Funktionalität liegt. Sehr oft wurden wir einfach aus den Lobbys geworfen, weil die Verbindung abbrach. Einige Male ist die PS3 sogar komplett eingefroren.
TECHNISCH ORDENTLICH
Ferrari Challenge
In technischer Hinsicht stechen vor allem die gut modellierten Fahrzeuge heraus. Die Umgebungen wirken zwar simpel, aber trotzdem ordentlich, und einen Tick zu bunt. Ein großer Kritikpunkt sind die häufigen Ruckler. Bei einer Framerate von 30 Bildern pro Sekunde, einer Kern-Auflösung von 720p und einem kaum erwähnenswerten optischen Schadensmodell (Da kennst du dich aus, hm? Schließlich hast du die Knautschzone deines Fiats einem ganz genauen Praxistest unterzogen. - Maik), wiegt dieses Manko schwer. Etwas enttäuschend ist auch der Sound. Sämtliche Ferraris hören sich nur okay an und können mit den brachialen Motorensounds eines Gran -Turismo 5 Prologue nicht mithalten.
