FIFA Football 2003

Test

Gerade hat Beckham ein Tor geschossen und steht in unverkennbarer Pose am Platz. Gerade hat Beckham ein Tor geschossen und steht in unverkennbarer Pose am Platz. Es kam, wie es kommen musste: Die FIFA-Serie aus dem Hause Electronic Arts wurde einer großen General-Überarbeitung unterzogen. Wie der verantwortliche Producer des Spiels, Pierre Hintze, bereits im Interview mit der Playzone (Ausgabe 10/2002) zugab, entwickelten sich die FIFA-Spiele immer mehr zu "Hollywood auf dem Rasen" und somit immer weiter weg von einem realistischen Fußballspiel. Da gleichzeitig Konami mit Pro Evolution Soccer ein fantastisches Produkt auf den Markt brachte, das die Herzen der Fans im Eiltempo eroberte, sah man sich bei EA gezwungen, die aktuelle 2003er Auflage umfassender zu verändern.

WAS IST NEU?
Die größten Veränderungen zum Vorgänger sind rund um den Ball anzutreffen. Sofort fällt auf, dass dieser nicht mehr am Fuß des Spielers klebt und zudem endlich eine neue Ballphysik spendiert bekommen hat. Die Auswirkungen sind groß. Zum einen kommen die Sprints der ballhaltenden Spieler jetzt wesentlich realistischer rüber, und zum anderen entsprechen die Pässe und Flanken eher der Realität, da sie nicht immer punktgenau beim Mitspieler ankommen. Die Animationen der Spieler und des Balls sind bei der aktuellen Version ebenfalls verbessert worden. Einziger Kritikpunkt ist, dass einige Aktionen in unterschiedlicher Geschwindigkeit ablaufen. Während z.B. 180°-Drehungen eher langsam animiert sind, werden Flanken in vertikaler Richtung und Torschüsse im 16er mit übertrieben hoher Geschwindigkeit ausgeführt.

STEUERUNG IM GRÜNEN BEREICH?
Bei der Steuerung hat sich eigentlich nicht wirklich viel verändert. Als Aktionsmöglichkeiten stehen Ihnen neben den normalen Pässen und Flanken noch der "Pass in den freien Raum" zur Verfügung, der vor allem durch die Möglichkeit, Mitspieler steil in freie Räume laufen zu lassen, äußerst effektiv ist. Außerdem können Sie mit dem rechten Analogstick noch einige Spezialmanöver, z.B. Vorlegen des Balls oder Dribbelkunststücke, ausführen. Im Abwehrbereich gibt es wieder die Optionen, brutale Grätschen anzusetzen oder faire Tacklings zu probieren, wobei sich das oftmals als verdammt schwierig herausstellt, da die Kollisionsabfrage öfters kleine Rätsel aufgibt und die Tacklings oftmals nicht den gewünschten Erfolg bringen. Leider muss noch ein Negativmerkmal erwähnt werden: Der Torwart steht die meiste Zeit wie verwurzelt auf der Torlinie und läuft freiwillig keinen Schritt dem stürmenden Gegenspieler entgegen. Zwar kann man mit mit der L1-Taste den Torwart manuell herauslaufen zu lassen, doch ist er in dieser Phase nahezu unbrauchbar, da selbst die miesesten Schüsse nicht gehalten werden.

UMFANG & OPTIK WIE GEHABT
Nichts geändert hat sich an EAs Einstellung zum Umfang eines Fußballspiels. 16 lizenzierte Ligen mit 450 aktuellen Klubs und sage und schreibe 10.000 echten Spielern sind einfach top. Der Widererkennungswert der Spieler ist dabei enorm. Zoomt die Kamera nahe an die Spieler heran, so spielt die Grafik-Engine ihre ganze Stärke aus. Die Figuren sind ihren Originalen Vorbildern sehr gut nachempfunden und glänzen mit einer Optik, die ihres Gleichen sucht. Auch die Stadien, unter denen sich z.B. das Dortmunder Westfalen- oder das Münchner Olympia-Stadion befinden, werden detailgetreu dargestellt und versprühen knisternde Atmosphäre, die durch die jeweils passenden Schlachtrufe der Heim-Fans verstärkt wird. Leider hat die Grafik aber auch ihre Schattenseiten: Die fast schon FIFA-typischen Ruckeleinlagen sind auch in der 2003er Version wieder vorhanden und vermiesen leider zu oft die Spiellaune.

Bildergalerie

Wertung zu FIFA Football 2003 (PS2)

Wertung:

84 /10

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