F1 23 im großen Test: EA kann's ja doch - so gut ist F1 23!
Test
Die Situation der virtuellen Formel 1, kurz gehalten: Das letztjährige F1 22 war nach einigen gelungenen Teilen ein ziemlicher Reinfall. Seit der Übernahme durch Electronic Arts wirkt die offizielle Racing-Spielereihe von Codemasters wie ein Schatten ihrer selbst - bis jetzt. Mit F1 23 klappt der Sprung zurück in die Königsklasse des virtuellen Rennsports. Unsere Review zu F1 23.
Anders als bei der offiziellen Spielereihe zur Formel 1 geht es mit dem echten Rennzirkus steil bergauf: Von Jahr zu Jahr steigt das Interesse an der weltweit größten Motorsportserie, die Anzahl der Rennen erreicht eine sicher nicht nur für Mechaniker schwindelerregende Höhe und die 20 Fahrer waren lange nicht mehr so breitflächig berühmt, wie das heute der Fall ist. Bei den Videospielen von Codemasters ist das eine andere Sache ... F1 2020 und F1 2021 gelten als ausgezeichnete Rennspiele, die auch bei uns im Test voll überzeugen konnten. Mit F1 22, dem ersten Titel unter der Führung von Electronic Arts wurden die Ängste der Fans wegen des schlechten Image des Publishers fast klischeehaft bestätigt: F1 22 war ein echter Reinfall und in wichtigen Aspekten, aber auch in vielen anderen Bereichen deutlich schwächer als die Vorgänger. Darüber hinaus gab es in Form von virtuellen Rolex-Uhren und anderem Kaufkram Zeichen, dass sich die fragwürdige und typische FIFA-Monetarisierung fortan auch im F1-Bereich finden wird.
Wir verraten euch im Test zu F1 23 (jetzt kaufen 69,99 € ), wie sich der neue Codemaster-Racer anfühlt, wie gut die Story Braking Point 2 ist, welche Bereiche Codemasters stark in Angriff genommen hat und warum der an FIFA erinnernde Spielmodi F1 World positiv überrascht. Außerdem klären wir, ob und für wen sich die Anschaffung des neuen Racing-Titels zur Formel 1 lohnt.
So fühlt sich F1 23 an: Im Stil von Red Bull - mehr Grip, mehr Freude!
Typisch für alljährliche Veröffentlichungen im Sportsegment wurde bei der Enthüllung von F1 23 mit hippen Begriffen um sich geworfen. Man möchte mit "Precision Drive" die Controller-Steuerung korrigieren, aber auch Optimierungen für alle anbieten, die mit Force-Feedback-Lenkrad in die Grand-Prix-Welt preschen. Ganz ehrlich: Wir waren skeptisch. Doch die Überarbeitungen, bei denen auch viel Feedback der echten Formel-1-Welt eingeflossen ist, machen sich echt bemerkbar! Bei der Controller-Steuerung fällt der massive Traktionsunterschied bereits in den ersten Kurven auf. Während es letztes Jahr kaum möglich war, bei den Fahrhilfen die Traktionshilfe auch nur leicht zu minimieren, ist es dieses Mal ein wahres Fest, mit den leistungsstarken Boliden über die weltweit berühmtesten Strecken zu jagen.
Dabei zeigt sich auch: Egal, ob seichte Wackeleffekte, also Bouncing, das stärkere Fahrzeug-Feedback und der höhere Bodenflächenrealismus, das schlüssigere Verhalten der Reifen und der daran gekoppelte Grip ... F1 23 macht deutlich mehr Spaß und übermittelt das Gefühl der PS-Monster besser als seine Vorgänger. Controller-Fazit: Top! Gut gemacht, Codemasters! Aber keine Sorge, auch am Lenkrad spürt man die Neuerungen. Man kann deutlich schneller aufs Gas gehen, das Auto im Kurveneingang ambitionierter und eleganter bewegen und langsame Kurven endlich besser meistern. Das war ein vielfach geäußerter Wunsch der Fans. Unterstützt werden so gut wie alle aktuellen Lenkräder gängiger Hersteller, ob Thrustmaster, Logitech oder Fanatec. Eine genauere Übersicht über die unterstützten Geräte verspricht Codemasters für die nächsten Wochen. Unser Fazit zur Lenkrad-Steuerung: Top! Gut gemacht, Codemasters!
