Neue spannende Aufgabe für nervenstarke PS2-Spieler

Test

Wie in Metal Gear Solid erreicht Dennis manche Gegenden nur über Luftschächte. Wie in Metal Gear Solid erreicht Dennis manche Gegenden nur über Luftschächte. Eine Prise Resident Evil, angereichert mit einem Schuss Alien und zur Dekoration noch eine Metal Gear Solid-Glasur: Klingt nach einem feinen Rezept für ein Action-Adventure. Tatsächlich ist das sehr deftig, was Sony aus diesen Zutaten gemischt und Extermination genannt hat. Durch ein außer Kontrolle geratenes Biologie-Experiment wimmelt eine Forschungsstation am Südpol plötzlich von grotesken, käferartigen Parasiten. Die Schmarotzer suchen sich mit Vorliebe Menschen als Wirtskörper, die dann zu Monstern mutieren. Nur Dennis Riley ist da, um den Parasiten Paroli zu bieten. Das ist dann auch die Aufgabe des Spielers, der Riley in Außenansicht steuert. So geht es durch verwinkelte Gänge, immer auf der Suche nach der Wahrheit und dem Rest der Truppe. Zwei Schwierigkeiten treten dabei auf: Zum einen sind da die ansteckenden Mutanten. Zur Gegenwehr gibt es ein Gewehr, das im Laufe des Spiels aufgerüstet werden kann, um mit der zunehmenden Stärke der Gegner fertig zu werden. Dennis" zweites Problem sind die vielen verschlossenen Türen, für die es Schlüssel zu finden gilt. Richtig anspruchsvoll sind die Rätsel nicht, Beinarbeit ist eher gefragt als Kopfarbeit. In früheren Entwicklungsphasen des Spiels hat Sony noch angekündigt, mit Extermination ein neues Genre zu schaffen: die Panic-Action. Davon ist man zu Recht abgerückt, denn es ist doch ein sehr konventionelles Action-Adventure dabei herausgekommen. Und ein schweres noch dazu. Das liegt hauptsächlich an der Brutalität und Anzahl der Gegner sowie an der knappen Munition, an der Action also. Der Adventure-Teil ist dagegen eher einfach gehalten, die Geschichte erschließt sich hauptsächlich aus den zahlreichen Zwischensequenzen. Die sind aber optisch sehr beeindruckend. Das Spiel selbst auch: Die detailreichen, ekligen Hintergründe und Monster überzeugen. Mit Abstrichen trifft das auch auf den Helden zu - lediglich seine Bewegungen wirken etwas unnatürlich. Sonst ist das Ganze technisch solide, Flimmern und Ruckeln stört nie.

Bildergalerie

Wertung zu Extermination (PS2)

Wertung:

84 /10

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