Ab jetzt fangen wir unseren Strom selbst!
Quelle: N-Zone
Im Mehr- spielermodus sammelt ihrmit Freunden um dieWette.
Konami ist vorbildlich: Anstatt zuhauf Portierungen auf die Wii loszulassen, bereitete man zum Launch lediglich einen Titel vor, der dafür aber mit frischen Ideen aufwartet. Eledees hat jedoch nicht nur einen witzigen Spielansatz - das Suchen und Fangen von Energiewesen -, sondern ist super an die Möglichkeiten der Wii angepasst, unterstützt WiiConnect24 und hat einen großen Umfang. Kann dieser originelle Ansatz spielerisch halten, was er verspricht? Wir haben uns auf die Eledee-Jagd gemacht und verraten euch, ob sie unterhaltsam war.
Gewaltfreier Shooter
Auf der Suche nach den titelgebenden Energie-Wichteln seid ihr mit einer ganz besonderen Strahlenpistole ausgestattet. Deren Fangstrahl sammelt nicht nur entdeckte Eledees ein, sondern ermöglicht auch das Bewegen und Manipulieren von Umgebungsobjekten. Alle Dinge bis zu einem bestimmten Gewicht lassen sich anheben, drehen, schütteln und werfen.
Dabei steuert ihr das Spiel wie einen Ego-Shooter, nur dass ihr eben ein wüstes Chaos verursacht, anstatt in einen virtuellen Krieg zu ziehen. Vielmehr ist das Spiel sehr kindgerecht und die Eledees sind wirklich niedlich. Schade, dass die komplexe Steuerung mit Nunchuk und Wii-Fernbedienung Anfänger schnell überfordern dürfte. Dazu kommt, dass jeder der 29 Levels mit einem Zeitlimit daherkommt und die Eledees sich recht bald zu wehren beginnen, ihr ganz leise sein müsst oder nur wenige Dinge zerbrechen dürft. Nach fünfzehn Minuten nur knapp das Ziel zu verfehlen, frustriert ungemein. Doch das unterhaltsame Spielprinzip motiviert immer wieder, zur Wii-Fernbedienung zu greifen.
Jäger und Sammler
Quelle: N-Zone
Doch wie genau fängt man eigentlich Eledees? Zum einen solltet ihr leise sein, denn Lärm von zerbrochenem Geschirr oder umgestürzten Möbeln schreckt die kleinen Wesen auf. Habt ihr alle offensichtlichen Eledees gesammelt, müsst ihr die Umgebung nach den versteckten Wichteln absuchen - also mittels Fangstrahl alle Gegenstände anheben oder durchschütteln. Recht oft verstecken sich ein paar der kleinen Kerle darunter.
Irgendwann kommt der Punkt, an dem euer Fangstrahl zu schwach für größere Gegenstände ist. Bis dahin habt ihr aber dank der Energie in den Eledees genügend Watt gesammelt, um einige der Geräte in den Levels einzuschalten. Meist reicht dafür ein Knopfdruck, doch zuweilen müsst ihr ein kleines Rätsel lösen - etwa einen Braten in den Ofen schieben. Die so aufgeschreckten Power-Heinzelmännchen geben eurer Kanone dann mehr Hebekraft und schon eröffnen sich neue Möglichkeiten.
Riesiger Umfang
Quelle: N-Zone
Bis ihr die 29 Missionen geschafft habt, dürfte einige Zeit vergehen. Besonders, da die späteren Levels aufgrund eines engen Zeitlimits, wehrhafter Eledees und vieler Knobeleien recht fordernd sind. Selbst nach dem Abspann gibt es noch viel zu tun. Da wären etwa die drei rosafarbenen Eledees, die sich in jedem Level verbergen. Fangt ihr sie, schaltet ihr dadurch den Herausforderungs-Modus, den Zeitangriffsmodus oder das Endlosspiel für diesen Abschnitt frei.
Obendrein dürft ihr mit dem Mobiliar der geschafften Missionen eigene Levels bauen, die ihr per WiiConnect24 an Freunde verschickt. Es ist also ein riesiges Paket, welches Konami geschnürt hat und die Hatz auf die Energiewichtel macht wirklich Spaß. Das Problem ist jedoch, dass der Titel ein wenig zwischen den Stühlen sitzt. Er richtet sich mit Präsentation und Spielkonzept klar an jüngere Zocker, fordert aber den geübten Umgang mit dem Wii-Controller.
Zudem ist die Grafik leider nur oberes Mittelmaß: Die Umgebungen sehen stets anständig aus, bieten aber keine richtigen Optik-Highlights. Auch die Musik ist eher nervig als unterhaltsam. Insgesamt ist Konamis Konzept aber aufgegangen. Mit Eledees wurde eine erfrischend neue und ulkige Spielidee sauber umgesetzt, wie sie eben nur auf Nintendos Wii möglich ist. Bitte mehr davon!
