Eindrucksvolle Grafik kennt man eher von Blockbustern anstatt von Indie-Spielen, Echoes of the End begeistert aber dennoch damit. Wir verraten euch in unserem Test, was sich hinter den hübschen Landschaften noch so alles verbirgt.
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Außerdem können sie manchmal für Frust sorgen, wenn die Steuerung nicht so ganz mitspielen will. Da schimmert dann doch mal die Indie-Herkunft durch, da sich selbst simple Abläufe wie Springen und Klettern oft nicht ganz sauber anfühlen.
Klar, davor ist auch eine Blockbuster-Produktion nicht gefeit, aber kleine, unabhängige Studios wie das von Myrkur Games müssen da eben öfter mal Kompromisse eingehen.
Im Kampf fliegen nicht nur die Fetzen
Das zeigt sich nicht nur bei den Rätseln, sondern auch beim Kampfsystem. Wir sind ja schon heilfroh, dass Echoes of the End nicht auf den Soulslike-Zug aufgesprungen ist und stattdessen einfach mit flotten Kämpfen ohne Ausdauerleiste daherkommt - wie wir das von den guten alten Action-Games kennen.
Um euch gegen eure Feinde zu behaupten, greift ihr auf eine Mischung aus Nahkampf und Magie zurück. Ryn kombiniert daher klassische Angriffsmänover mit ihrem Schwert mit ihren besonderen Fähigkeiten, wodurch sie nicht nur ihre Gegner umherschleudern, sondern ihnen sogar Lebenspunkte entziehen kann.
Das ist, abgesehen von regelmäßig platzieren Aufladestationen für eure Reserven, auch die einzige Möglichkeit, um euch zu heilen. Heiltränke oder vergleichbare Fähigkeiten sucht ihr hier nämlich vergeblich. Ihr seid in den Kämpfen aber nicht ganz auf euch allein gestellt, denn Abram unterstützt euch mal mehr, mal weniger tatkräftig dabei.
Quelle: PC Games
Bosse dürfen in dem Fantasy-Spiel natürlich nicht fehlen.
Dank seiner Stasis-Fähigkeiten kann er Gegner kurzzeitig lähmen und manchmal schmeißt er sich sogar mitten ins Geschehen, um euch eine Angriffsmöglichkeit zu verschaffen. Sowas ist auch sehr willkommen, denn während ihr damit beschäftigt seid, auszuweichen, zu parieren und Schaden auszuteilen, fallen euch gerne mal drei bis fünf Gegner in den Rücken, was schnell fatal enden kann.
Obwohl das Zeitfenster, um den gegnerischen Hieben zu entgehen oder sie zu kontern, recht großzügig ist, kann Ryn natürlich nicht überall gleichzeitig sein. Dadurch muss sie zwischendurch auch mal ordentlich was einstecken, stellt euch daher also auch ohne Soulslike-Feeling auf ein wenig Frust ein.
Das eigentlich spaßige Kampfsystem fühlt sich dadurch leider nicht ganz so flüssig an, wie wir uns das gewünscht hätten, da wir andauernd mit nur Schadensbegrenzung beschäftigt sind. Immerhin könnt ihr zwischen verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen und euch das Leben so leichter oder sogar schwerer machen, je nach Vorliebe.
Immerhin gibt es gleich drei Fähigkeitsbäume für sie und sogar einen eigenen für Abram, dank dem ihr euch mit der Zeit immer besser gegen eure Gegner behaupten könnt. Auch die gelegentlichen Bosskämpfe folgen einem relativ einfach Muster, aber da wollen wir uns gar nicht drüber beschweren - schließlich können wir auch ein Spiel genießen, ohne 30 mal am Stück in eine Boss-Arena rennen zu müssen.
Übrigens ist Ryn alles andere als zimperlich und lässt ihre gefallenen Kontrahenten gerne mal verstümmelt auf dem Schlachtfeld zurück. Das wirkt im Vergleich zum restlichen Ton des Spiels zwar etwas übertrieben, sorgt aber auch für lustige Momente, wenn euch plötzlich irgendwelche Körperteile auf physikalisch fragwürdige Weise entgegenkommen.
