Ein Schnellstart ist der halbe Sieg!
Hätte man den Markennamen "LEGO", der beim Vorgänger Bestandteil des Titels war, beibehalten, würde man wahrscheinlich zwangsläufig sofort an Micro Machines denken. In Anbetracht der Größe der Boliden liegt man damit auch nicht ganz verkehrt. Allerdings wurden hier die Straßen den Maßstäben der Autos angepasst. Herzstück des Spiels ist der Karrieremodus, in dem ihr als Azubi-Pilot Max Axel unzähligen Trophäen hinterherjagt.
Lizensierte Lego-Reihe
Um sich Gegner vom Leibe zu halten, schnappt ihr euch auf den Strecken verteilte Power-ups. Mit neun verschiedenen Waffen, wie z. B. Minen, Lenkraketen, Energiefeldern oder Leuchtgranaten, hindert ihr eure Kontrahenten daran, euch den ersten Platz streitig zu machen. Insgesamt können 18 LEGO-Karossen freigeschaltet werden, die sich in puncto Höchstgeschwindigkeit, Handling, Beschleunigung und Panzerung unterscheiden. Um die Boliden zu tunen, müssen natürlich erst entsprechende Rennerfolge verbucht werden. Egal, für welches Fahrzeug ihr euch entscheidet, die Steuerung ist denkbar simpel: Mit der rechten Schultertaste gibt man Gas und gebremst wird mit der linken Schultertaste. Die Power-Ups können nur ein einziges Mal aktiviert werden. Mittels C-Stick kann zudem von der Cockpit-Ansicht zur Vogelperspektive gewechselt werden. Neben gegnerischen Gemeinheiten müsst ihr euch stellenweise auch vor Naturgewalten wie wirbelnden Sandstürmen oder herabfallenden Felsbrocken in Acht nehmen. Die Staub-, Rauch- und Explosionseffekte wurden dabei allesamt nicht perfekt, aber dennoch zufriedenstellend umgesetzt. Zusammenstöße und Hetzjagden verlaufen dynamisch und relativ glaubwürdig. Bei heftigerem Gerangel geht die Framerate aber ab und an doch mal in die Knie.
Isch mach Disch platt, Ey!
Wenn ihr einen der Multiplayer-Modi auswählt, erwartet euch entweder ein Kopf-an-Kopf-Rennen oder der Battle-Modus, in dem ihr die Spielzeugautos der Gegner mittels brutaler Waffengewalt in sämtliche Bausteine zerlegt. Untermalt wird das Ganze von der genreüblichen Synthi-Mucke, deren Beats nicht umwerfen, aber auch nicht sonderlich nerven. Wirklich zu bemängeln ist, dass die durch Städte, Eisfelder oder Canyons führenden 36 Stre-ckenvarianten allzu ähnlich sind. Etliche Passagen aus bereits gefahrenen Run-den wurden entweder zu einer neuen Strecke zusammengestöpselt oder ihr müsst eine bekannte Strecke in entgegengesetzter Richtung fahren.
