Driv3r

Test

Bei dieser Verfolgungsjagd 
ruckelt´s leider stark. Bei dieser Verfolgungsjagd ruckelt´s leider stark. Viel drin
Ebenfalls ein Markenzeichen der Serie sind die schicken Replays. Wie gewohnt dürfen Sie Ihre Crashs und spektakulärsten Fahrten anschließend noch einmal betrachten, neu schneiden und speichern. Dummerweise speichert das Spiel immer nur über einen begrenzten Zeitraum hinweg und beginnt stets am Anfang Ihrer Fahrt. Wenn Sie also 15 Minuten durch die Gegend gerast sind, dürfen Sie anschließend meist nur die ersten fünf bis zehn Minuten der wilden Fahrt begutachten. Das nimmt der prinzipiell sinnvollen Technik einiges an Reiz. Davon abgesehen ist die Benutzerführung in diesem Modus etwas gewöhnungsbedürftig. Exklusiv auf der Xbox besteht die Möglichkeit, eigene Replays per Xbox Live online zu stellen und anderen Spielern zugänglich zu machen. Im Gegenzug dürfen natürlich auch die Filmchen von anderen Driver-Fans angeschaut werden. Leider ist eine Speicherung auf der Festplatte nicht möglich und das Online-Menü ist recht unkomfortabel. Unverständlicherweise erkennt das Spiel auf eine Memory Card kopierte Replays anschließend nicht mehr. Wer also keinen Internetanschluss besitzt oder Xbox Live nicht abonniert hat, der muss sich mit seinen eigenen Replays begnügen. Ganz neu ist die ThrillCam. Während der Fahrt starten Sie mit einem Druck auf die weiße Taste eine Außenperspektive und dürfen das Geschehen wahlweise sogar mit einem schicken Verwischeffekt spektakulär in Zeitlupe verfolgen.

Leider ist die Tastenbelegung dabei nicht perfekt, denn während des Einsatzes der ThrillCam ist es beispielsweise nicht mehr möglich, die Handbremse zu erreichen, sofern Sie nicht noch einen zweiten Daumen an der rechten Hand haben. Überhaupt wirkt die Tastenbelegung nicht immer durchdacht und es bleibt ein Rätsel, wieso es dem Spieler nicht selbst überlassen bleibt, mit welchem Knopf er gerne die Handbremse oder die Hupe betätigen möchte. Zwei Voreinstellungen stehen zur Wahl, wobei die zweite ziemlich sinnlos ist. Wie schon vor fünf Jahren gibt es immer noch keine separaten Knöpfe für die Bremse und den Rückwärtsgang. Ebenso ärgerlich und unverständlich sind die Kameraperspektiven. Derer gibt es nämlich nur zwei und beide sind verbesserungswürdig. Die Ego-Sicht bietet zwar einen guten Überblick über die Lage, spätestens auf dem Motorrad bedarf es aber eines stabilen Magens. Die Außenperspektive ist eine Spur zu flach und bleibt zudem von Höhenunterschieden vollkommen unbeeindruckt. Wenn Sie beispielsweise einen Berg hinauffahren, sehen Sie zwar mehr von Ihrem Fahrzeug, beim Blick nach hinten dafür aber auch nichts mehr von der Straße. Bergab können Sie zum Ausgleich oft nur raten, was vor Ihnen passiert. Und was die Kamera betrifft, bleibt auch die Steuerung zu Fuß auf der Strecke. Diese ist schließlich spätestens seit GTA nicht mehr aus einem Spiel dieser Art wegzudenken und bei allen
Genre-Vertretern alles andere als perfekt, was nicht zuletzt an der nicht immer optimalen Kameraführung liegt. Driv3r schafft es hier allerdings, die Konkurrenz bei weitem zu unterbieten. Die Abschnitte zu Fuß sind langweilig, schlecht spielbar und so nötig wie eine zweite Nase. Dermaßen uninspirierte Ballereinlagen haben wir schon lange nicht mehr gesehen. Sie dürfen zwar zwischen Ego- und Außenperspektive wählen, wirklich gut steuerbar ist Tanner aber in keiner von beiden. Sie ballern sich durch Horden von Hohlköpfen und bekommen Animationen geboten, die stellenweise die Bezeichnung "gruselig" verdienen. Ihre Gegner stehen einfach nur da und hoffen, möglichst früh das Zeitliche zu segnen. Verdenken kann man es ihnen angesichts der detailarmen und öden Umgebungen nicht. Glücklicherweise machen diese Ballerabschnitte nur einen kleinen Teil des Spiels aus und zahlreiche Heilpakete machen diese auch nicht allzu schwer. Bleibt nur noch die Frage, wieso man nicht ganz auf diese Abschnitte verzichtet hat, denn spielerisch sind sie eindeutig der Tiefpunkt des Titels. Das dort vorhandene automatische Zielsystem können Sie übrigens ebenfalls getrost abschalten, denn wenn dieses System eines besonders gut schafft, dann ist es, Treffer zu vermeiden.

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