Test zu Dragon Quest IV für Nintendo DS

Test Sebastian Billmeier

Im Jahre 1990 war es so weit: Die zweite Dragon-Quest-Trilogie ging an den Start. Die ersten Exemplare des Spiels waren am 11. Februar sofort hart umkämpft, selten gab es einen derart großen Hype um ein Rollenspiel wie beim vierten Teil der Serie.

Test zu Dragon Quest IV für Nintendo DS Nachdem die ersten drei Titel bereits eine eigenständige, abgeschlossene Dragon-Quest-Story boten, startete nun mit Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen die zweite, sogenannte Zenithia-Trilogie. Dazu gehörten dann noch der fünfte und sechste Teil der Serie - Dragon Quest: The Hand of the Heavenly Bride und Dragon Quest: Realms of Reverie. Zum Auftakt eines neuen Abschnitts der Dragon Quest-Ära wurde das Spiel natürlich mit allerlei Neuerungen versehen - und Koch Media bringt dieses kleine Meisterwerk nun auch nach Deutschland!

UNAUSWEICHLICHES SCHICKSAL
Ihr beginnt wieder einmal in der Rolle eines namenlosen Helden. Gerade habt ihr euer tägliches Schwerttraining absolviert und lasst den Abend gemächlich mit eurer Jugendfreundin ausklingen, als euer Dorf plötzlich von Monstern überrannt wird. Von den Dorfbewohnern beschützt überlebt ihr den Angriff, doch leider fällt ihm eure Freundin zum Opfer. In Folge dessen begibt sich euer Held auf die Suche nach fähigen Mitstreitern, um das Böse zu besiegen und den Tod seiner Freundin zu rächen.

Dann schwenkt die Story sofort zu Ragnar um - einem Ritter im Dienste eines fernen Königreichs. Mit seinen Verbündeten sollt ihr auf die Suche nach Kindern machen, die spurlos verschwunden sind. Dabei erfahrt ihr etwas über eine unglaublich böse Macht und einen strahlenden Helden, der in der Lage ist das Böse zu besiegen. Sofort macht sich Ragnar auf, diesen legendären Helden zu finden. Ihr übernehmt währenddessen aber schon die Kontrolle über weitere Spielfiguren, zu denen unter anderem eine Zarin und ihre zwei Mitstreiter zählen. Oder ihr spielt einen Waffenschmied, den sein langweiliges Verkäufer-Dasein nicht erfüllte, und der zu einer großen Reise aufbrach, um der beste Schmied aller Zeiten zu werden. All diese einzelnen Episoden der Geschichte fügen sich im Spielverlauf langsam zu einem großen Ganzen zusammen.

Im letzten Kapitel scharrt euer Held dann die auserwählten Kriegerinnen und Krieger um sich, um endlich seinem Schicksal gerecht zu werden. Dazu bereist ihr doch erst einmal das Land und bestreitet allerlei Zufallskämpfe. Bei diesen wechselt die Ansicht in einen extra Bildschirm, auf dem ihr die Monster seht. Ihr wählt eure Aktionen aus und dann entscheidet die Charaktergeschwindigkeit, als wievielter Kampfteilnehmer ihr in der Runde euren Zug vollführen dürft. Das Kampfsystem mag nicht jedermanns Geschmack sein, aber es funktioniert einwandfrei. Die Aufteilung des Spiels in Kapitel war etwas, was erst in der zweiten Trilogie der Dragon-Quest-Serie eingeführt wurde - vorher gab es diese Art eine Geschichte aufzubauen nicht.

Doch lernt ihr so die einzelnen Charaktere weitaus besser kennen als das bei einer schon anfangs sehr großen Party der Fall wäre. Behutsam geht das Spiel auf die Schicksale, Gefühle und Pflichten der einzelnen Helden ein und erzählt in bewegenden Zwischensequenzen in Spielgrafik deren Geschichte. Von Anfang an werdet ihr euch stärker mit den Charakteren verbunden fühlen als in den meisten anderen Rollenspielen, und gebannt mitfiebern, bis der große Showdown ansteht.

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