Mass Effect 2 hat es vorgemacht: Der Action-Anteil steigt, RPG-Elemente werden reduziert. Geht Bioware für Dragon Age 2 genau so vor? Dragon Age 2 glänzt durch actionreiche Kämpfe. Doch was ist mit den klassischen Rollenspielelementen? Unser Test sagt euch, was Sache ist!
Quelle: Bioware
Dragon Age 2: Gegner lassen sich einfrieren und sind so anfälliger gegen heftige Nahkampfattacken - klappt dank der klassenübergreifenden Kombos richtig gut - ist aber nur auf den schweren Spielstufen nötig.
Unglaublich schnell und cool inszeniert - das Kampfsystem in Dragon Age 2 - doch ist das wirklich noch Rollenspiel?
Quelle: PC Games
Dragon Age 2: Solchen Feuerattacken durch Drachen müssen Sie möglichst ausweichen, sonst schrumpft der Lebensbalken schnell massiv zusammen.
"Äh, geht das auch langsamer?", fragte ein Kollege, als er uns während des Tests bei diversen Kampfsequenzen zusah. Die Antwort muss "Nein" lauten. So schnell wie in Dragon Age 2 habt ihr noch keinen Magier Feuerbälle und Blitze verschießen sehen. Das überarbeitete Kampfsystem erinnert sehr an überzogene, fernöstliche Kampfsportfilme der Marke Tiger & Dragon; die Charaktere wirbeln umher wie Jackie Chan in seinen besten Zeiten. Keine Frage, das sieht unglaublich cool aus und fühlt sich sehr geschmeidig an. Mit tollen Effekten in Szene gesetzt, erlebt ihr dabei spektakuläre Action-Sequenzen, optional mit einer Extra-Portion Pixelblut (im Menü einstellbar). "Wo bleibt da der Anspruch?", mag der klassische Rollenspieler verzweifelt fragen. In der Tat kämpft es sich im normalen Schwierigkeitsgrad fast ohne großes Zutun des Spielers.
Ein gutes Beispiel zur Veranschaulichung stellt der "Hinterhältige Angriff" eines Schurken-Charakters dar. In Origins musste der Spieler versuchen, den Schurken in die perfekte Position für einen hinterhältigen Angriff zu bringen, erkennbar an einem schwarzen Abschnitt in der Zielmarkierung (im rückwärtigen Bereich des Ziels). In Dragon Age klickt ihr einfach auf das Talentsymbol für den hinterhältigen Angriff - in einer spektakulären Szene macht sich der Schurke blitzschnell unsichtbar, taucht aus einer Nebelwand hinter dem Ziel auf und sticht mit seinen Dolchen zu - alles automatisch. Die Pausetaste mussten wir lediglich in Bosskämpfen zwingend einsetzen – oder um Kombos perfekt aufeinander abzustimmen. In den schweren Modi spielt das taktische Vorgehen dagegen eine deutlich größere Rolle.
In diesem Artikel
- Seite 1 Dragon Age 2 Test - Das hat uns gefallen - Teil 1 (Story)
- Seite 2 Dragon Age 2 Test - Das hat uns gefallen - Teil 2 (Talente, Crafting, Inventar)
- Seite 3 Dragon Age 2 Test - Das hat uns gefallen - Teil 3 (Kampfsystem)
- Seite 4 Dragon Age 2 Test - Das hat uns nicht gefallen / Wertung
- Seite 5 Bildergalerie
