Disaster: Day of Crisis im Test

Test Christoph Kraus

TRISTESSE Solche Texturen gibt es leider häufiger in Disaster: Day of Crisis. (BILD: N-ZONE) TRISTESSE Solche Texturen gibt es leider häufiger in Disaster: Day of Crisis. (BILD: N-ZONE) Jeder kennt diese Tage, die man am liebsten gleich wieder zurückspulen würde: Der Wecker rasselt drei Stunden zu spät, beim Aufstehen tritt man versehentlich auf die Katze, die nun auf dem guten Teppichboden ihr Trockenfutter erbricht, und in der Küche schmiert man sich auch noch Fußcreme auf die Semmel. Mit genau einer solchen Pechsträhne - nur mit etwas höherer Tragweite - wird auch der stählerne Muskelberg Raymond Brye in Disaster: Day of Crisis konfrontiert: Nach dem Tod seines Freundes Steve Hewitt muss der Ex-Marine erst mal mit der ganzen Misere klarkommen, denn Steve war ihm die ganzen Jahre über stark ans Herz gewachsen. Ray sitzt seine Arbeitszeit mittlerweile als kleiner Angestellter beim Blue-Ridge-Katastrophenschutz ab und wird plötzlich sogartig in eine echte Monster-Recherche verwickelt. Unglücklichen Umständen sei Dank führt ihn der Streifzug schließlich durch versiffte Landschaften, von Orkanen heimgesuchte Städte und heruntergekommene Wohnblöcke. All das tut er, um eine drohende Nuklear-Attacke der terroristischen Organisation SURGE abzuwenden. Na dann frohes Schaffen!

SCHEIBENKLEISTER Die Autofahrten in Day of Crisis sind leider viel zu linear. (BILD: N-ZONE) SCHEIBENKLEISTER Die Autofahrten in Day of Crisis sind leider viel zu linear. (BILD: N-ZONE) PORTIONSWEISE ZUM HIT?
Disaster: Day of Crisis vereint viele Elemente, die "richtige" Zocker gewaltig ansprechen: Der Held des Spiels ist ein echter Draufgänger, der mit Schimpf- und Fluchwörtern nicht geizt, das Setting von Disaster: Day of Crsis ist in eher düsteren Farbtönen gehalten und auch die Story wird mit imposanten Zwischensequenzen (vor allem zu Beginn) sehr gut erzählt. Was dann spielerisch folgt, gehört zum typischen Repertoire von Actionspielen: In der Third-Person-Ansicht steuert ihr Ray durch die Welt, transportiert kranke Menschen an sichere Positionen, um ihnen dort heilsfördernde Medikamente zu verabreichen, und schüttelt euch das Feuer vom Leib, wenn ihr mal wieder durch lodernde Flammen gelaufen seid (kann ja immer mal passieren!). Auch die Konversation mit Passanten, die in eine akute Notlage geraten sind, gehört zu Rays Aufgaben: Hier jemanden retten, dort einer Gefahr entkommen - das ist genau sein Leben!

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