Mit Directive 8020 soll es für Supermassive wieder vorangehen: Ganz überzeugt sind wir aber noch nicht!

Special Michael Grünwald
Mit Directive 8020 soll es für Supermassive wieder vorangehen: Ganz überzeugt sind wir aber noch nicht!
Quelle: Supermassive Games

Dead Space meets Dark Pictures: Mit Directive 8020 macht Supermassive Games einen Abstecher in die Weiten des Weltraums. Wir durften es auf der Gamescom schon spielen.

Die letzten Jahre waren für Supermassive Games ein Auf und Ab. Die Dark Pictures Anthology schwankte in Sachen Qualität und auch The Casting of Frank Stone überzeugte nicht alle Spieler. Mit Directive 8020 startet im nächsten Jahr die zweite Staffel der Anthology und das soll ein Schritt in die richtige Richtung werden.

Auf der Gamescom hatten wir nun bereits die Gelegenheit, das erste von acht Kapiteln zu spielen. In einem etwa 30-minütigem Abschnitt haben wir die Grundlagen gelernt, durften einen ersten Abstecher in den Außenbereich des Raumschiffs machen und die ein oder andere Figur kam auch schon ums Leben. Auf einige Probleme sind wir allerdings auch gestoßen.

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Bis zur Unendlichkeit ...

Man of Medan, Little Hope, House of Ashes und The Devil in Me hatten zwar unterschiedliche Settings und verschiedene Gegnertypen, doch alle vier Teile spielten auf der Erde oder einer ähnlichen Parallelwelt.

Directive 8020 (jetzt kaufen 49,99 € ) versetzt uns in ein Weltraum-Szenario, das an Filme der Alien-Reihe oder die beliebte Marke Dead Space erinnert. Bei einem Anspieltermin auf der Gamescom durften wir uns nun ein Bild vom Horrorspiel machen. Während der erste Eindruck aufgrund der verbesserten Grafik, wovon auch Mimik und Gestik profitieren, durchaus positiv ausfällt, kämpft die Vorschauversion noch mit kleinen Schwierigkeiten.

Doch erstmal der Reihe nach: Im Tutorial begleiten wir die Figuren Carter und Simms bei einem vermeintlichen Routineeinsatz auf einem Raumschiff. Typisch für Supermassive dürfen wir in bestimmten Momenten erneut entscheiden, wie wir vorgehen.

Der kurze Abschnitt im Außenbereich der Cassiopeia hat uns auf der Gamescom sehr gut gefallen. Gerne mehr davon im fertigen Spiel! Quelle: Supermassive Games Der kurze Abschnitt im Außenbereich der Cassiopeia hat uns auf der Gamescom sehr gut gefallen. Gerne mehr davon im fertigen Spiel! Direkt zu Beginn diskutieren wir als Carter mit Simms und unserer KI an Bord, ob wir das System nach einem Alarm manuell rebooten wollen oder es automatisch neustarten lassen. Da wir das Ganze schnell hinter uns bringen möchten, entscheiden wir uns für die manuelle Variante.

Wie in den Vorgängern gibt's wieder lange Zwischensequenzen mit Gesprächsoptionen und recht schlichtes Gameplay. Das soll aber gar nicht negativ klingen, es gehört vielmehr zur klassischen Spielerfahrung dazu. Gerade für die wichtige Charakterentwicklung ist das der richtige Weg.

Das ist noch zu fummelig

Sobald wir das erste Mal aktiv eingreifen, schlendern wir durch die Korridore und Räume des Schiffs, kümmern uns um Kleinigkeiten wie das Reparieren von Türen und durchstöbern einige Ecken nach Sammelgegenständen. Für einige Handlungen brauchen wir ein Tool ums Handgelenk, das wir in einem der Räume finden.

Schon vor dem Spielen haben uns die Entwickler darauf hingewiesen, dass die Steuerung des Werkzeug-Features noch ein wenig Justierung benötigt und genau das war auch der Fall. Ohne die richtige Positionierung wollte das Tool nicht funktionieren und den einen, genauen Winkel zu entdecken, war eine Wissenschaft für sich.

Da muss definitiv noch ein wenig Feintuning betrieben werden, sonst artet das Spielgefühl schnell in Frust aus. Nicht hilfreich war dabei auch die kleine Verzögerung, die wir immer wieder bei der Eingabe der Tasten hatten. Das kann jedoch andere Gründe gehabt haben und muss kein Bug im Spiel gewesen sein. Bis zum Release bleibt aber noch ein wenig Arbeit für das Team von Supermassive zurück.

Wir übernehmen wieder die Kontrolle einer Gruppe. Niemand ist sicher, aber alle können gerettet werden. Quelle: Supermassive Games Wir übernehmen wieder die Kontrolle einer Gruppe. Niemand ist sicher, aber alle können gerettet werden.

Die Gefahr lauert überall

Auf einem der Sicherheitsmonitore stellen wir im weiteren Verlauf unserer Session fest, dass irgendetwas unser Schiff getroffen und sich ein riesiges Loch durch die Außenwand gefräst hat. Das bedeutet für unser Team, ab nach draußen und den Einschlag flicken.

Atmosphärisch punktet Directive 8020 direkt, sobald wir den ersten Fuß im Außenbereich auf unser Raumschiff setzen. Das Weltraum-Setting macht einen tollen Ersteindruck und wir sind gespannt, ob sich die Stimmung durch das komplette Spiel zieht. In den vier Teilen der Dark Pictures Anthology hat es Supermassive häufig nicht geschafft, eine gleichbleibend hochwertige Atmosphäre zu erschaffen, mit dem neuen Szenario gibt's eine neue Chance. Hoffentlich ohne fragwürdige Entscheidungsauswahl und langweilige Charaktere.

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