Destiny 2: Prozess wegen Story-Plagiat - Bungie einigt sich außergerichtlich mit Kläger
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Bungie hat die Copyright-Klage eines Autors beigelegt, der behauptete, Destiny 2 habe Teile seiner online veröffentlichten Geschichte plagiiert. Die Bedingungen der Einigung bleiben geheim, doch die Auseinandersetzung sorgt für Diskussionen. Warum der Fall so besonders war und welche Fragen jetzt offenstehen, erfahrt ihr hier.
Es war einer der ungewöhnlichsten Fälle, die Bungie in den letzten Jahren beschäftigen sollten. Der Autor Matthew Martineau verklagte das Studio wegen angeblicher Plagiatsvorwürfe in der originalen Destiny 2-Kampagne "Red War" und der Erweiterung "Curse of Osiris". Martineau behauptete, Bungie habe mehrere Elemente aus seiner online veröffentlichten Story ungefragt übernommen. Nun wurde die Klage überraschend außergerichtlich beigelegt. Die Details zur Entschädigung oder zu den Auflagen bleiben im Dunkeln.
Aktuell scheint es in der Spielindustrie heiß herzugehen. Letztens berichteten wir nämlich über eine britische Gewerkschaft, wie sie eine Klage gegen das GTA 6-Studio vorbereitet. Der Fall ist ebenfalls brandheiß und spannend.
Destiny 2: Bungie konnte keinen Gegenbeweis liefern
Bungie hatte im Mai versucht, die Klage abzuweisen. Doch ein US-Bundesrichter entschied, dass der Fall weitergeführt werden müsse. Bungie konnte nämich keine ausreichenden Beweise präsentieren, um die Anschuldigungen zu entkräften. Brisant daran ist, dass die ursprüngliche Destiny-2-Kampagne nicht mehr spielbar ist. Sie wurde, wie viele alte Inhalte, in Bungies umstrittenen Content-Vault verschoben. Der Richter erklärte, dass Bungie keine funktionierende Version der ursprünglichen Kampagne vorlegen konnte, die als Beweis gedient hätte.
Nun heißt es in der Gerichtsakte: "Die Verhandlungen waren erfolgreich und führten zur Beilegung aller Ansprüche." Beide Parteien haben nun 60 Tage Zeit, um die Einigung anzufechten, doch aktuell scheint ein Kompromiss vereinbart worden zu sein.
Bungie unter wachsendem Druck
Der Plagiatsvorfall reiht sich ein in ein schwieriges Jahr für Bungie. Das Studio sieht sich gleich mehreren Vorwürfen gegenüber:
- Bei Marathon wurde Kunst eines externen Artists ohne Zustimmung genutzt.
- In Destiny 2 (jetzt kaufen )gab es bereits mehrere Fälle unautorisiert verwendeter Fan-Designs.
- Zudem steht Bungie wegen angeblich ungerechtfertigter Entlassung vor einer 200-Millionen-Dollar-Klage des früheren Directors Christopher Barrett.
Sony reagierte darauf mit schweren Vorwürfen gegen Barrett. Angeblich gab es "verstörende Kommunikationen" mit weiblichen Mitarbeitern und "sexuell aufgeladene Wahrheit-oder-Pflicht-Spiele". Die Reihe juristischer Auseinandersetzungen zeigt, dass Bungie in einer der turbulentesten Phasen seiner Studiogeschichte steckt. Man kann sagen, dass die Destiny-2-Einigung zumindest einen Konflikt entschärft hat. Es löst aber längst nicht alle Probleme. Was sagt ihr zu den Vorwürfen?
Quelle: eurogamer
