Weitere Fallen sind zum Beispiel ein Hubschrauber auf einem Hochhausdach, Stromfallen, Stichflammen schießende Kaminöfen, eine dicke Tresortür, ein kaputter Hydrant oder ein Aufzugsschacht, in dem Sie Ihre Gegner entsorgen können. Diese Gefahrenstellen sind in jeder Stage vorhanden und beziehen gelegentlich sogar Passanten mit ein: so schwingt ein Gogo-Girl im Club seine Beine auf Kommando in das Gesicht Ihres Widersachers oder ein erzürnter Ladenbesitzer setzt sich mit Tränengas gegen aufdringliche Raufbolde zur Wehr.
Besonders gut ist den Entwicklern das Zusammenspiel zwischen Musik und der Action auf dem Bildschirm gelungen. Bei tiefen Bässen ist nahezu die halbe Stage in Bewegung: im Hintergrund beben die Gebäude und auch die Objekte in der unmittelbaren Umgebung der Kämpfer bewegen sich. Die Möglichkeiten mit der DJ-Steuerung fühlen sich sehr gut an und wurden super in das Spiel integriert, sodass man wirklich behaupten kann, sich zum Beat der Musik zu kloppen. Dabei bewegt sich die Stage nicht nur, sondern wird - je nachdem, wie Sie wüten - auch in Mitleidenschaft gezogen. So zerstören Sie ganze Luxusappartements, legen eine Tankstelle in Schutt und Asche oder demolieren die Musikanlage und die Einrichtung eines Nachtclubs.
Die Steuerung gleicht zum Teil der des Vorgängers: mit A, B, X, Y führen Sie hohe, niedrige, schnelle und langsame Attacken aus - mit den Analogsticks bewegen Sie sich und führen verheerende Spezialattacken aus, mit denen Sie Ihre Feinde relativ gezielt durch die Stage schleudern können. Abgewehrt wird, indem Sie den R-Trigger ziehen, während Sie mit dem rechten Analogstick die Trefferzone wählen, die Sie schützen wollen. Zudem können Sie Ihr Gegenüber greifen und dann entweder Würfe oder eine Schlagserie ausführen.
Mit den beiden oberen Schultertasten verhöhnen Sie Ihre Gegner - gerade in Online-Matches ein sehr spaßiges Feature, um die Kämpfe noch emotionaler zu gestalten! Insgesamt ist die Steuerung sehr gut, ist weder zu komplex noch zu simpel und trägt dank des coolen DJ-Features eine Menge zum guten Feeling beim Spielen bei.
In technischer Hinsicht begeistert vor allem der Stil des Spiels. Die Grafik sieht dabei dank toller Texturen, flüssiger Animationen und coolen Effekten, wie zum Beispiel verschiedenen Filtern, die die neun Stages komplett in ein anderes Licht hüllen, rundum sehr schön aus. Bei den Kämpfern gibt's nichts zu bemängeln: diese unterscheiden sich nicht nur optisch voneinander, sondern beherrschen auch verschiedene Kampfstile. Mit dabei sind diesmal Rap-Stars wie Lil John, The Game, Ludacris, T.J., Method Man oder Big Boi.
Insgesamt kann man Def Jam Icon jedem Freund stylischer Prügel-Action nahe legen - falls die Musik des Spiels nicht gefällt, kann man die Jungs zum eigenen Soundtrack gegeneinander antreten lassen. Das Management lässt Ihnen im Story-Modus nicht wirklich viel Freiräume und Möglichkeiten, ist aber eine nette Abwechslung zwischen den nervenaufreibenden Schlägereien. Aufgrund der zum Teil sehr harten Inszenierung der Action eignet sich der Titel nicht für jüngere Semester oder schwache Gemüter - fiese Moves und Blut sind an der Tagesordnung. Ältere und hartgesottene Spielernaturen werden mit Def Jam Icon ihre helle Freunde haben, denn schließlich macht es durchaus Spaß, einem verhassten Rap-Star ordentlich eins auf die Nuss zu geben.