Dead or Alive Xtreme 2

Test Manfred Patrick Reichl

Schon im Intro des Spiels geht es mit lüsternen Einblicken los. Schon im Intro des Spiels geht es mit lüsternen Einblicken los. Um Ihren Sammeltrieb in DoA X2 jedoch vollends ausleben zu können, müssen Sie regelmäßig im Spiel Geld verdienen. Nur wenn Sie in Volleyball-Matches oder Jetski-Rennen erfolgreich abschneiden, rollt der Rubel.

Nach jedem anstrengenden Urlaubstag geht es zurück ins Hotel, hier stehen Ihnen nun bei Ferienbeginn sogar drei verschiedene Unterkünfte zur Auswahl. Im Vorgänger hausten die Spielerinnen stets in ein und derselben Absteige. Vom Hotel aus haben Sie auch erneut die Möglichkeit, ins Casino zu gehen. Wie im ersten Teil dürfen Sie sich daher wieder an den Disziplinen Roulette, Black Jack, Spielautomaten und Poker versuchen und dabei Ihre sauer verdienten Dollars aufs Spiel setzen.

Dead or Alive Xtreme 2 ist allerdings nicht nur eine reine Spaßveranstaltung. Regelmäßig bricht nämlich die Stutenbissigkeit aus und Ihre Spielfigur wird von der eigenen Partnerin verlassen. Deswegen müssen Sie stets vorbeugen und sich alle anderen Mädels warm halten. Statten Sie daher jeden Tag den Läden auf der Insel einen Besuch ab und kaufen Sie Geschenke für die anderen Frauenzimmer. Allerdings akzeptiert nicht jede Schönheit jedes x-beliebige Geschenk. Sie sollten daher anhand der Steckbriefe der Damen versuchen zu erahnen, welche Krone der Schöpfung an welchem Präsent Gefallen finden könnte. Hitomi kocht beispielsweise gerne, also dürfen Sie Ihr gerne eine Mikrowelle schenken. Vergessen Sie aber nicht, diese in Hitomis Lieblingsfarbe zu verpacken. Haben Sie die Sympathie einer anderen Spielfigur gewonnen, lässt sich diese auch gerne auf ein Doppel (wir reden immer noch von Volleyball!) mit Ihnen ein. Sehr häufig kommt es allerdings vor, dass die Grazien Ihre Aufmerksamkeiten ablehnen. Manche Figuren werden nämlich grundsätzlich nicht miteinander warm. Sie müssen sich also gut merken, worauf jedes der Mädels steht und versuchen zu erraten, womit sich dieses noch begeistern lässt. Männliche Zocker erhalten somit mit Dead or Alive Xtreme 2 die perfekte Was-schenke-ich-meiner-Freundin-zum-Geburtstag-Trainingssimulation.

Ansonsten ist Dead or Alive Xtreme 2 mindestens genauso sexistisch ausgefallen wie schon der erste Teil. Bereits im Intro wird offensichtlich warum, denn schon in den ersten Szenen nehmen die Naheinstellungen der Kamera regelmäßig die spärlich bedeckten Brüste der DoA-Frauen ins Visier und zoomen auch noch unsittlich an deren Hinterteile heran. Selbst auf den Schritt wird fleißig draufgehalten. Obendrein mutierten die in den Prügelspielen der Serie so beinharten Prügelmiezen im zweiten Xtreme-Teil wieder zu giggelnden Dummchen, die keine Möglichkeit auslassen, jedes noch so neckisch-frivole Klischee zu bedienen.

In grafischer Hinsicht sorgte das legendäre Team Ninja von Tecmo einmal mehr für exzellent und detailliert entworfene Schauplätze, allerdings fiel uns in High-Definition-Auflösung regelmäßig ein lästiges Flimmern in der Ferne auf. Dafür sind die Damen erneut sehr schön modelliert und animiert. Weniger überzeugt hat uns dafür die Titten-Physik (Schluss mit der Etikette, jetzt nennen wir das Kind doch mal beim Namen). Die überdimensionalen Atombusen der Weibsbilder wobbeln bei jeder noch so kleinen Bewegung munter hin und her.

Dabei spielt es gar keine Rolle, ob der linke Mops bei ein und derselben Bewegung nach rechts unten dongelt und die linke Hupe gleichzeitig nach links oben wabert. Das sieht manches Mal einfach nur saublöd, aber auch urkomisch aus.

Anlass zur Kritik gibt leider auch die Zusammenstellung des Soundtracks. Etliche Lieder des Vorgängers wurden übernommen, sogar der Titelsong. In erster Linie erwartet Sie Reggae und Pop, unter anderem von Bob Marley und Hilary Duff. Die piepsige Sprachausgabe der Charaktere ist wahlweise japanisch oder englisch.

Wertung zu Dead or Alive Xtreme 2 (X360)

Wertung:

68 /10
Pro & Contra
Einsteigerfreundliche SpielmechanikMehr Minigames als Teil 1
Volleyball-Komponente unverändertMinigames sind viel zu simpelLangweiliger Soundtrack
Fazit

Spielerisch unspektakuläre Urlaubs-Simulation, die mit halbnackten Tatsachen und plumpen Nahaufnahmen auf sich aufmerksam machen will.

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