Horror-Fest: Dead Space für PS3 im Test

Test Toni Opl

Dead Space - Electronic Arts - PlayStation 3 (BILD: play³) Quelle: EA Mobile Dead Space - Electronic Arts - PlayStation 3 (BILD: play³) Held wider Willen
Mit einer Ausnahme - dem Puls-Gewehr - bleiben Isaac nur zweckentfremdete Minenwerkzeuge, um sich in Dead Space gegen das Fleisch gewordene Grauen zur Wehr zu setzen. Dafür kann er die Leistungsfähigkeit (Stärke, Nachladezeit, Magazinkapazität etc.) von Plasma-Schneider, Kreissäge und Co. dank seiner Ingenieurskenntnisse ordentlich aufmotzen. Die hierfür benötigten Power-Nodes finden sich hin und wieder in speziellen Schränken überall im Schiff, können aber auch an den Shop-Terminals der Ishimura gekauft werden. Mit ihnen lassen sich übrigens auch Widerstandsfähigkeit und Sauerstoffreserve von Isaacs Anzugs verbessern. An dieser Stelle ein kleiner Tipp: Beim einmaligen Durchspielen ist es unmöglich, Isaacs komplette Ausrüstung voll aufzupowern. Konzentriert euch daher zunächst auf seinen Anzug (Lebensenergie!) und ein bis zwei Waffen (Plasma-Cutter!) und nehmt euch im zweiten Dead Space-Durchgang - ihr startet auf Wunsch mit eurem gesamten Inventar - die nächsten Gadgets vor. Je nach Gegnertyp und -anzahl erweist sich meist ein bestimmtes Werkzeug als am effektivsten. Generell gilt: Körpertreffer sind pure Munitionsverschwendung, denn die stecken die Necromorphs - so heißt die Teufelsbrut - locker weg. Besser: Zuerst die Beine wegschießen, dann Arme und Kopf - oder was danach aussieht. Auf diese Weise nehmt ihr die Viecher Stück für Stück auseinander, richtet viel Schaden und nebenbei eine unheimliche Sauerei an.

Dead Space - Electronic Arts - PlayStation 3 (BILD: play³) Quelle: EA Mobile Dead Space - Electronic Arts - PlayStation 3 (BILD: play³) Beklemmend
Aufgrund der Tatsache, dass es in Dead Space keine Quick-Turn-Funktion gibt, sollte man immer genau wissen, was sich hinter dem eigenen Rücken abspielt. Isaac ist in seinem schweren Anzug nicht der Agilste, was das bedrohliche Gefühl noch weiter steigert. Zwar gibt es einen ganzen Haufen Schock- und Gänsehautmomente, vielmehr ist es in Dead Space aber die allgemeine, düstere Grundstimmung, die an den Nerven zehrt. Wer bei abgedunkeltem Zimmer und aufgedrehter Surround-Anlage nicht mit erhöhtem Puls vor der Glotze kauert, ist ein verdammt abgebrühter Hund.

Dead Space - Electronic Arts - PlayStation 3 (BILD: play³) Quelle: EA Mobile Dead Space - Electronic Arts - PlayStation 3 (BILD: play³) Intensiviert wird die ungemütliche Atmosphäre noch dadurch, dass man weder von Zwischensequenzen, noch von Ladezeiten oder statischen Menübildschirmen aus dem Gruselgeschehen herausgerissen wird. Video-Botschaften und Isaacs Inventar werden, ohne das Spiel zu pausieren, per holographischem Display direkt in den Raum projiziert - genauso wie die Munitionsanzeige der Waffen. Nur beim Speichern des Dead Space-Spielstandes erscheint stets der Standard-Bildschirm der PS3. Das gibt einem zwar Zeit zum Durchatmen, hätte aber sicher auch stylischer verpackt werden können.

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