Ab sofort im Handel: Mit Dead Space 3 bringt Electronic Arts am 7. Februar die mit Spannung erwartete Horror-Fortsetzung in die Läden. Wir haben das nächste Abenteuer von Weltraum-Ingenieur Isaac Clarke bereits durchgespielt und sind von den Neuerungen begeistert. Ob Dead Space 3 genauso atmosphärisch ist wie die beiden Vorgänger, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test der Xbox 360- und PS3-Version. Die PC-Umsetzung hat uns vor Release nicht erreicht, wir liefern den entsprechenden Test jedoch schnellstmöglich nach.
Dead Space 3: Waffenkombinationen ohne Ende
Das klingt alles sehr chillig, wären da nicht die Horden von Necromorph-Aliens, die Isaac das Leben schwer machen. Kleine, große, explodierende, schnelle, langsame und gar unzerstörbare Mutationen, die zwei Dinge gemeinsam haben: sie sind tödlich und allesamt hässlich wie die Nacht finster. Um sich gegen diese Monster zu verteidigen, verfügt Isaac über ein beeindruckendes Waffenarsenal, das ihr jedoch erst einmal freischalten müsst. Zu Beginn des Spiels verfügt Isaac wie in den Vorgängern gerade einmal über sein geliebtes Ingenieurswerkzeug, den Plasmaschneider. Neue Waffen lassen sich problemlos herstellen, sofern ihr über die nötigen Materialen verfügt. Anders als im Vorgänger trägt Isaac aber nur noch zwei Waffen mit sich herum, die jedoch allesamt frei konfigurierbar sind und über einen zweiten Feuermodus verfügen. Dieses neue Baukastensystem funktioniert prima und lädt dank zahlreicher Waffengattungen und diverser Aufrüstoptionen geradezu zum Experimentieren ein.
Dead Space 3 - Do it yourself: Werkbank mit Waffenbaukasten
Die neue Werkbank in Dead Space 3 ist die zentrale Anlaufstelle für den Ingenieur der Zukunft. Sie kombiniert Elemente des Kiosks aus den Vorgängern mit Waffenbau, Upgrades und der Erstellung von Gebrauchsgütern. Grundlage für all das sind die schon erwähnten Rohstoffe, die Isaac im Rahmen seines Abenteuers findet oder erledigten Feinden abnimmt. Wem das alles nicht schnell genug geht, der hat gar die Möglichkeit, im Spiel per Mikrotranskaktion bestimmte Ressourcen-Pakete zu erwerben. Leider konnten wir dieses Feature mit der uns vorliegenden Fassung nicht testen. Wichtig: Wer Dead Space 3 kooperativ mit anderen spielt, kann über die Werkbank Ressourcen, Gegenstände und Waffenblaupausen tauschen. Ein sehr sinnvolles Feature!
Dead Space 3: Überragende Technik
Quelle: PC Games
Dead Space 3: - Stark im Team: Isaac Clarke (links) und
der neue Held im Koop-Spiel, John Carver.
Dead Space 3 ist aber nicht nur was das Gameplay angeht ein echter Hammer: was die Entwickler in Sachen Grafik aus der PlayStation 3 und Xbox 360 herausholen, ist einfach nur fantastisch. Freut euch auf toll gestaltete, detaillierte und atmoshärische Levels, wobei wir finden, dass die Außenareale am besten gelungen sind. Vom Weltraum haben wir weiter oben schon geschwärmt und auch die eisigen Weiten von Tau Volantis sind nicht zuletzt wegen der tollen Wettereffekte ein echter Hingucker. Die Innenbereiche stehen dieser Pracht dank einer toller Beleuchtung mit erstklassigen Licht-und- Schatten-Effekten aber kaum nach. Lediglich die Charaktermodelle und Necromophs fallen optisch ein wenig ab, wenngleich die Animationen sämtlicher Figuren richtig gut gelungen sind. Die Soundkulisse ist wie in den Vorgängerspielen top und erzeugt eine tolle Gruselatmosphäre. Dazu kommt ein stimmiger Soundtrack, der besonders in hektischen Sequenzen richtig in Fahrt kommt.
Dead Space 3: Was kann der Koop-Modus?
Nachdem wir die Solokampagne über den grünen Klee gelobt und festgestellt haben, dass sich die optionale Zwei-Spieler-Variante nicht negativ auf das Spielgefühl auswirkt, bleibt nur noch eine Frage offen: was ist denn nun mit John Carver und dem Koop-Modus? Schließlich bekommt ihr den neuen Helden als Solo-Spieler nur in manchen Zwischensequenzen zu sehen, in denen er dann auch noch etwas deplatziert wirkt, weil oft nicht klar ist, wo er denn plötzlich herkommt und wie er zu den Geschehnissen steht. Solche Ungereimtheiten sind wohl ein nötiges Übel, denn der Koop-Modus von Dead Space 3 ist so designt, dass der zweite Spieler zu jedem Zeitpunkt ins Spiel einsteigen oder dieses auch wieder verlassen kann. Wenn ihr zu zweit unterwegs seid, agieren die Gegner intelligenter, treten zahlreicher auf und halten etwas mehr aus. Damit ihr es mit den stärkeren Necromorphs aufnehmen könnt, dürft ihr untereinander Ressourcen austauschen. Schließlich müsst ihr euer Waffenarsenal ja der höheren Gefahr anpassen. Einige der Blaupausen für Waffen sind daher speziell gekennzeichnet als "besonders gut für Teamplay geeignet". Apropos Teamplay: Manche Aufgaben im Spiel ändern sich durch das Spiel zu zweit. Ein Beispiel: Während einer der Helden etwas repariert oder ein Rätsel löst, muss der andere ihn beschützen. Einen weiteren Vorteil bietet die Jagd im Team: Nur so erlebt ihr alle der insgesamt zehn Bonusmissionen im Spiel und könnt so herausfinden, was es mit dem neuen Charakter John Carver und seiner Lebensgeschichte wirklich auf sich hat. Und noch wichtiger: mehr Missionen bedeuten natürlich mehr Beute und die kann man in einem Spiel wie Dead Space 3 immer brauchen. Der Koop-Modus beschert DS3-Fans etwa vier zusätzliche Stunden Spieldauer.
Meinung
In diesem Artikel
Bildergalerie
Test der PC-Version:
Test der Konsolenversionen:
