Aus Alt mach Neu: Bewahrt Ubisoft das Spielgefühl der PC-Version von Dark Messiah of Might and Magic?
Actionspiel Dark Messiah of Might and Magic: Elements: Diesem Gegner werden wir gleich
kräftig mit dem Feuerball einheizen.
Heiße Feuerbälle, kalte Klingen: In dem Action-Rollenspiel Dark Messiah of Might and Magic: Elements führen viele Wege über den Jordan. An dieser morbiden Vielfalt hat die an die Konsole angepasste Fassung der PC-Version zum Glück nichts geändert. Geblieben ist auch die ungemein spannende Geschichte um den von Ihnen gesteuerten Sareth, der von Zauberer Phenrig zu einem vielseitigen Kämpfer ausgebildet wurde (siehe OXM 01/08).
Keine Qual der Wahl
Diese Vielseitigkeit stellt zugleich den größten Unterschied zur PC-Fassung dar. Damals konnte sich Sareth noch völlig frei entwickeln, sodass zwischen einem geschickten Magier und einem verstohlenen Assassinen alle möglichen Kombinationen möglich waren. Auf der Konsole müssen Sie sich gleich zu Beginn für eine von vier Klassen entscheiden, deren Charakterentwicklung jeweils streng linear verläuft.
Der Krieger entwickelt im Spielverlauf zum Beispiel höhere Kraft,
Quelle: Computec
Actionspiel Dark Messiah of Might and Magic: Elements: In Nahkämpfen wie hier gegen schwarze Wachen
erhöht Sareth seinen Adrenalinspiegel.
Bogenschützen legen später Feuerfallen und knacken Schlösser und der Assassine lernt unter anderem, sich im Schatten unsichtbar zu machen. Obwohl sich je nach Charakter das Spielgefühl vollständig verändert, spielt sich der Magier doch am abwechslungsreichsten. Ab der Hälfte des Spiels vermag dieser Blitze auszusenden oder gar Gegner per Telekinese von den Socken zu reißen.
Besonders interessant sind die Zaubersprüche in Kombination mit dem Adrenalinschub. Hat sich in den Nahkämpfen genügend Adrenalin angesammelt, werden die Fähigkeiten aller Charakterklassen, also auch die Zauber, verstärkt. Der Frostzauber verpackt Gegner permanent in eine Eishülle und ein kräftiger Fußtritt lässt den Ärmsten in tausend Stücke zerbersten. Zumindest in der ungekürzten englischen Version - in der deutschen löst sich der Gegner einfach in Luft auf. Auch das Aufspießen von am Boden liegenden Wachen, Ogern oder Skeletten wurde mit einer anderen Animation entschärft. Das ist verwunderlich, da das Spiel in Deutschland ohnehin keine Jugendfreigabe erhalten hat.
Teufelsweib
Actionspiel Dark Messiah of Might and Magic: Elements: Die mysteriöse Xana ist immer
wieder für eine Überraschung gut.
Die deutsche Synchronisation ist dagegen gelungen. Phenrig behält seinen undurchschaubaren Tonfall und die attraktive Xana, die auf Phenrigs Geheiß in Sareths Körper schlüpft, um immer wieder sarkastische Kommentare abzugeben, klingt herrlich lasziv. Die tolle Musik sorgt in regelmäßigen Abständen für Gänsehaut. Die Spielgeräusche sind guter Durchschnitt.
Die inzwischen angestaubte Source-Grafikengine sorgt nur teilweise für detaillierte Charaktermodelle und die Umgebungsgrafik wirkt kantig und untertexturiert. Negativ sticht auch der Online-Modus hervor. Physikspielereien gibt es keine und der Magier dominiert alle anderen Klassen. Der Assassine wurde durch die Priesterin ersetzt, die vor allem Heilzauber wirkt. So sorgen die kurzen Scharmützel beim Erobern von Flaggenpunkten für kurzweiligen Spaß. Überflüssig ist der Trainingsmodus, der sich wie Kreuzzug spielt, nur dass lediglich eine Fähigkeit zur Verfügung steht.
Xbox-Live:
Es stehen die Modi Training, (Team) Deathmatch, Blitzspiel und Kreuzzug zur Verfügung. Die beiden letzten unterscheiden sich voneinander insofern als es im Blitzspiel nur maximal zwei Flaggen zu erobern gilt. Im Deathmatch stehen jeder Klasse von Anfang an alle Fähigkeiten zur Verfügung, aus denen aber immer nur vier gleichzeitig ausgewählt werden können. Nur Deathmatch und Blitzspiel können auch als Ranglistenspiele ausgewählt werden.
