Cursed to Golf im Test: Das Golf-Fegefeuer fegt euch weg! Seite 2
Test
In Cursed to Golf schlüpft ihr in die Rolle eines verfluchten Golfers, der sich irgendwie einen Weg durch das Fegefeuer des 18-Loch-Kurses bahnen muss. Trotz der absurden Prämisse ist dabei ein höllisch gutes Rogue-Lite herausgekommen, das aber nichts für frustempfindliche Spieler ist.
Das Gaming-Magazin Polygon hat Cursed to Golf in der Vorschau frei übersetzt als das "Dark Souls der Golfspiele" bezeichnet. Und da liegen die Kollegen aus den USA gar nicht so falsch. Denn das neue Spiel von Chuhai Labs ein ziemlich schwierig. Aber gleichzeitig ist es nie unfair. Wenn wir sterben, wenn wir ein Loch verfehlen und neu anfangen müssen, ist das zwar im ersten Moment frustrierend. Denn je nach Todeszeitpunkt können wir gut und gerne mehrere Stunden an Fortschritt verlieren.
Doch wir erkennen auch schnell, dass wir selbst schuld am Scheitern waren. Das lässt sich ganz gut mit der Souls-Like-Formel vergleichen: In den Spielen von From Software sterben wir auch überdurchschnittlich oft, sind uns aber immer bewusst, dass wir durch Optimierung unserer Spielweise, durch Erfahrung und den Lerneffekt oder ganz einfach durch mehr Konzentration irgendwann auch den anspruchsvollsten Boss besiegen können
In diesem Artikel
Die 18 Golflöcher in Cursed to Golf haben alle ein hervorragendes Level-Design und sind von Hand gemacht. Mit jedem Loch erhöht sich die Schwierigkeit und mehr Hindernisse werden uns in den Weg gelegt. Das kann von Wasser und Stacheln bis hin zu Sandbänken und ultra-engen Korridoren reichen, durch die wir unseren Golfball erst mal manövrieren müssen.
Abwechslung ist jedenfalls geboten, gerade, weil in jeder neuen Welt auch neue Hindernisse und Herausforderungen auf uns zukommen. Von jedem Level gibt es mehrere Varianten, wodurch die vielen Neustarts, die wir erleben, bis wir uns aus dem Fegefeuer befreien könnt, zumindest nur langsam langweilig werden. Irgendwann kannten wir aber vor allem die anfänglichen Levels fast auswendig, wodurch sich der Anfang einer neuen Partie entsprechend ziehen kann und eintöniger wirkt, als er ist.
Quelle: PC Games
Stachelige Brücken, Wasser oder Sandbänke: Alles kann in Cursed to Golf ein Hindernis sein.
Um die Übersicht im Level nicht zu verlieren, gibt es die sogenannte "Birdie-Eye-Kamera", mit der wir das Level herauszoomen und so unsere nächsten Schritte planen können. Gerade in größeren Levels ist diese Kamera allerdings sehr langsam und bewegt sich nur mit Schneckengeschwindigkeit weiter. Das macht die Planung unnötig langwierig.
Es ist gefährlich, alleine zu gehen: Nimm das hier!
"Bald wirst du es sein, der das Golf-Fegefeuer seinem Willen unterwirft", verspricht uns der Schotte am Anfang des Spiels. Blumige Aussichten, wenn man sich vor Augen führt, was vor uns liegt. Glücklicherweise gibt es in der Oberwelt immer wieder sogenannte "Eterni-Tee"-Shops, bei denen wir uns mit Assen ausrüsten. Diese Asse gehören definitiv zu den Highlights des Rogue-Lites.
Durch sie können wir in den Levels verschiedenste Fähigkeiten ausspielen. Das reicht von zusätzlichen Schlägen bis zu Power-Ups, die unseren Golfball in eine Rakete verwandeln, die wir dann steuern können. Oder wir machen ihn gleich zum Feuerball und schießen uns zum Ziel, lassen unseren Charakter mit "Muligan" noch mal eine Runde zurückspulen und den versemmelten Schlag wiederholen oder bauen eigene Portale, durch die wir den Golfball von einem Eck des Felds ins andere katapultieren.
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