Wer den Kopf nicht einzieht, soll sehen, was er davon hat.
In einer Zeit, als sich der durchschnittliche Mitteleuropäer die spärliche Freizeit damit vertrieb, seinem Nachbarn die Keule über den Schädel zu ziehen und Jungfrauen zu opfern, existierte im fernen Rom bereits eine professionelle Unterhaltungsindustrie. Einer der Höhepunkte waren die Wagenrennen im Circus Maximus und genau da wollen Sie hin. THQs Sandalenspiel versetzt den Spieler in einen zweispännigen Streitwagen, von dem aus er sich von der tiefsten Provinz aus, bis nach Rom siegen muss. Was nach einem abgedrehten Renntitel klingt, ist ganz nebenbei noch ein Prügelspiel-Light. Neben der Kontrolle des Wagens müssen Sie sich nämlich auch noch die Konkurrenz vom Leib halten. Dazu gibt es im Gespann einen Kämpfer, der ebenfalls von Ihnen kontrolliert wird. Was ziemlich kompliziert klingt, gestaltet sich im Spiel relativ einfach. Erstens können Sie den Wagen auch vom Computer steuern lassen und zweitens ist so eine Pferdekutsche nun mal kein moderner Rennwagen. Zeit zum reagieren ist meist genug und mit ein wenig Übung haben Sie Lenker und Kämpfer gleichzeitig gut im Griff. Ganz nebenbei ist das natürlich ein hervorragendes Training für die bessere Kontrolle beider Hirnhälften. Die Strecken sind optisch gelungen und auch der fahrerische Anspruch kommt nicht zu kurz. Bei den Kursen rasen Sie über Land in den Kolonien, genauso wie in den engen Ovalen der Amphitheater. Die gegnerische Fahrerschar ist dabei angenehm aggressiv und lässt sich keinen Zweikampf entgehen. So bleiben die Rennen meist bis zum Ende hin spannend.
Bildergalerie: Circus Maximus: Chariot Wars
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