Captain Toad: Treasure Tracker: Knuffige Neuauflage für Switch und 3DS im Test
Test
Wenn der Handlanger selbst zum Star wird: In Captain Toad: Treasure Tracker für Nintendo Switch und 3DS steht der niedliche Pilz-Kopf aus dem Mario-Universum selbst im Rampenlicht. Wir haben die Neuauflage getestet und verraten euch alles Wichtige über die neuen Bonus-Levels, den kooperativen Mehrspieler-Modus und vieles mehr!
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Toad ist Nintendo-Fans seit vielen Jahren bestens bekannt von seinen vielen Nebenrollen in diversen Mario-Spielen. Vor nunmehr über drei Jahren verließ der knuffige Geselle aber erstmals seine angestammten Pfade und mauserte sich selbst zum Star seines eigenen Spiels. Das Ergebnis ist Captain Toad: Treasure Tracker, das Anfang 2015 für die Wii U erschienen ist, aber aufgrund des mäßigen Erfolgs der Konsole niemals die Aufmerksamkeit bekam, die es eigentlich verdient hat. Ist nun auf der Switch endlich Toads große Stunde gekommen? Und wie schlägt sich die 3DS-Version, die ebenfalls gleichzeitig mit der Switch-Neuauflage erscheint?
Auf Achse mit Toad(ette)
Inhaltlich hat sich nicht viel zur Erstversion verändert, spielerisch ist sogar alles gleich. Das heißt, ihr schlagt euch abwechselnd als Captain Toad beziehungsweise dessen Freundin Toadette durch über 70 verschiedene kleine Levels, dabei sammelt ihr funkelnde Kristalle und Sterne. Spezial-Aufgaben und die Pixel-Toad-Herausforderung könnt ihr ebenfalls meistern, das ist aber nicht zwingend notwendig. Jedes Level ist ein rechteckiges Diorama und steckt voller Details, versteckter Winkel und folgt einem bestimmten Thema wie Höhle, Strand, Feuer-Welt und so weiter. Die Kamera ist dabei komplett frei beweglich, was auch notwendig ist, um alle versteckten Winkel der Levels zu erkunden und alle Rätsel zu lösen. Als Toad beziehungsweise Toadette könnt ihr nicht hüpfen oder angreifen, sondern lediglich laufen und interagieren. Reißt ihr eine Rübe aus dem Boden, dient sie euch als Wurfgeschoss, die meiste Zeit könnt ihr euch aber nicht wirklich gegen die verschiedenen Gegner verteidigen und solltet ihnen daher besser ausweichen.
Altes weg, Neues her
Grundsätzlich besteht eure Aufgabe lediglich im Abschließen der Levels, indem ihr den Stern/Mond einsammelt. Die Kristalle dürft ihr aber auch nicht links liegen lassen, denn an manchen Stellen im Spiel müsst ihr eine bestimmte Anzahl vorweisen, um weiter machen zu dürfen. Um die Levels erfolgreich abzuschließen, müsst ihr Rätsel lösen, Schalter und Mechanismen bedienen, richtige Wege finden, Power-ups wie die Spitzhacke sinnvoll einsetzen und Gegner besiegen oder meiden. Leider hat Nintendo die Bonus-Levels aus Super Mario 3D World gestrichen, ebenso alle Referenzen zur Wii U wie beispielsweise Katzen-Mario und Katzen-Peach. Einzug gefunden haben dafür vier neue Bonus-Levels, die auf den Welten Cityland, Wüstenland, Kaskadenland und Schlemmerland aus Super Mario Odyssey basieren und als ebenbürtiger Ersatz für die gestrichenen Levels dienen. Die Bonus-Levels schaltet ihr im normalen Spielverlauf frei oder auf dem schnellen Wege mittels Einscannen eines der Hochzeits-Amiibo von Super Mario Odyssey. Apropos Amiibo: Für das Scannen von Toad erhaltet ihr den Unbesiegbarkeits-Pilz, bei anderen NFC-Figuren gibt's immerhin noch Leben und andere nützliche Boni. Für die Suche nach Pixel-Toad müsst ihr keinerlei Amiibo mehr scannen!
Quelle: N-ZONE
Wahnsinnig schwer wird das Spiel nie, anspruchsvoll geht es in einzelnen Levels aber durchaus zur Sache, wenn ihr viele Dinge gleichzeitig tun müsst.
Spaß für zwei? Chaos für zwei!
Ebenfalls neu ist der kooperative Mehrspieler-Modus, in den ihr während des Hauptspiels jederzeit über das Menü wechseln könnt. Während Player 1 wie gewohnt Toad/Toadette spielt, kommt dem zweiten Spieler eine unterstützende Funktion zu, indem er mittels Bewegungssteuerung rote Rüben auf Gegner schießt oder je nach Gegebenheiten das Gelände freiräumt. Obendrein kontrolliert der helfende Mitspieler die Kamera, was das Spiel im Multiplayer zunächst einmal deutlich schwerer macht. Hierbei ist es essenziell, dass ihr die ganze Zeit mit eurem Mitspieler kommuniziert und beide ein Gefühl für die Spielweise des jeweils anderen bekommt, um mit der Zweiteilung von Kamera und Figur-Steuern zurechtzukommen. Der Mehrspieler-Modus ist aber nicht mehr als eine nette Dreingabe, da es ihm leider an Eigenständigkeit fehlt und der zweite Spieler nur unterstützend zum Einsatz kommt.
Schwächer auf dem 3DS
Quelle: Nintendo
Vier neue Bonus-Levels, basierend auf den Welten aus Super Mario Odyssey, ersetzen die Bonus-Levels, die Super Mario 3D World entnommen waren.
Die 3DS-Version ist inhaltsgleich mit der Switch-Variante, technisch aber verständlicherweise deutlich unterlegen und verzichtet auf den neuen Mehrspieler-Modus. So läuft Captain Toad: Treasure Tracker (jetzt kaufen 33,99 € ) auf dem über sieben Jahre alten Handheld mit einer spürbar niedrigeren Bildwiederholrate, zudem ist die Bild-Auflösung deutlich geringer. Vor allem Letzteres kann durchaus zum Problem werden angesichts der vielen kleinen Details in den vollgepackten Dioramen-Levels. Auch die Steuerung ist etwas fummeliger als auf der Switch. Auf dem unteren Bildschirm gibt's keine zusätzlichen Funktionen, sondern einfach das Bild des Hauptbildschirms ein zweites Mal. Immerhin unterstützt das Spiel den 3D-Effekt des 3DS, was ja heutzutage selbst bei Nintendo-Titeln nur noch unregelmäßig der Fall ist. Insgesamt muss sich die 3DS-Version im Vergleich mit der Switch deutlich geschlagen geben, für sich alleine und ohne den direkten Vergleich ist Captain Toad: Treasure Tracker aber auch auf dem 3DS ein spaßiger Titel, der durch die technischen Möglichkeiten des 3DS logischerweise begrenzt wird. Wollt ihr die technisch bestmögliche Version des Spiels zocken, müsst ihr zur Switch greifen. Mehr Aufmerksamkeit als auf der Wii U hat das Spiel aber in jedem Fall verdient, egal ob auf 3DS oder Switch - denn in allen Varianten strotzt Captain Toad: Treasure Tracker nur so vor Charme und tollen Rätseln! (Captain Toad: Treasure Tracker in der Wikipedia.)
