Call of Duty WW2 im Test: War-Modus, Mehrspielergefechte, Fazit und Wertung
Test
Call of Duty WW2: In unserem Test sagen wir euch, wie gut uns die Kampagne, der Mehr- und der Zombie-Modus auf der PS4 gefallen haben.
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Doch wie die anderen Ableger der Reihe, hat CoD: WW2 noch viel mehr in petto - allen voran seinen prall gefüllten und gelungenen Mehrspielerpart, der dank des neuen War-Modus unheimlich viel Spaß macht. Insgesamt gibt es zum Start aber leider nur drei Karten für die teambasierten Kriegs-Gefechte, die für 12 Spieler ausgelegt sind. Die Partien sind stets in drei Phasen aufgeteilt, in denen die Angreifer bestimmte Aufgaben innerhalb einer festgelegten Zeit erfüllen müssen. Wenn die Verteidiger dies verhindern, ist der Kampf vorbei. Tickets oder andere Siegesbedingungen, wie etwa in der Battlefield-Reihe, gibt es hier hingegen nicht. Auf einer der Karten namens Operation Griffin müssen wir etwa aufseiten der Angreifer in der ersten Phase drei Tiger-Panzer zu einem Ziel eskortieren. Dabei sollte man beachten, dass die Stahlkolosse zwar nicht zerstört werden können, aber sich nur dann fortbewegen, wenn Teammitglieder in ihrer Nähe sind. Hier kann man natürlich als Team gut taktieren, indem man sich aufteilt und so mehrere Panzer zeitgleich eskortiert. Sobald die Panzer das erste Ziel erreicht haben, geht es darum, für einen der Tiger Benzin zu beschaffen. Den Treibstoff müssen wir allerdings aus dem feindlichen Lager stibitzen und anschließend die vollen Kanister zum Panzer bringen. Man merkt: Die zweite Phase hat eine gewisse Ähnlichkeit mit klassischen Capture-the-Flag-Gefechten. In der letzten Phase müssen wir als Angreifer unseren letzten Tiger zu einer Brücke begleiten. Hier funktioniert die Spielmechanik identisch zur ersten Phase: Erst wenn wir oder einer unserer Teamkameraden in der Nähe des Stahlkolosses steht, bewegt er sich weiter. Da die Schießereien in der letzten Phase so gut wie immer an einer Stelle stattfinden, könnten sie mitunter etwas chaotisch wirken. Doch wer selbst mal eine Runde gespielt hat, wird erstaunt sein, wie weit man mit einer vernünftigen Teamtaktik kommt - auch in Phase 3.
Call of Duty WW2 im Test: Divisionshauptquartier
Die zweite große Neuerung für den Mehrspielermodus sind die Divisionen. Die Entwickler haben für den neuen Ableger das Pick-10-Fortschrittssystem abgeschafft und lassen uns nun stattdessen zwischen fünf unterschiedlichen Waffengattungen auswählen. Dadurch entscheiden wir uns für bestimmte Boni und bevorzugte Waffen in den Mehrspielerpartien. So bekommt die Infanterie zum Beispiel Vorteile für den Einsatz von Karabinern, aber ebenso Perks, die uns etwa vor Gefahren warnen oder das Sammeln von Punkten für einen Killstreak nicht durch einen Bildschirmtod abbrechen lassen. Die Gebirgsjäger sind hingegen Sniper-Spezialisten, die von ihren Tarnfähigkeiten profitieren. In den Partien selbst verdienen wir durch Stufenaufstiege Tokens, mit denen wir diese Talente bekommen, aber ebenso neue Waffen oder gar eine zusätzliche Division freischalten können. Insgesamt verändert sich das Balancing im Vergleich zu den Vorgängern durch die Umstellung auf das Divisions-System kaum, aber unserer Meinung nach passt die Veränderung hervorragend zum Setting.
Quelle: PC Games
Das Hauptquartier ist der neue Social-Bereich im Mehrspielermodus.
Ähnlich verhält es sich auch mit den neuen Headquarters. Der frisch für CoD: WW2 eingeführte soziale Bereich hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Turm von Destiny, in dem man zwischen den Einsätzen auf andere Spielercharaktere trifft. Zudem wählen wir in den Headquarters auch besondere Herausforderungen für die Partien aus, wodurch wir schlussendlich neue Skins für unsere Waffen freischalten können. Ebenso können wir hier Lootboxen öffnen, die unserer bisherigen Erfahrung nach nur kosmetische Veränderungen für die Mehrspielerpartien bringen. Obendrein gibt es noch einen Übungsbereich, wo wir unsere Killstreaks ausprobieren können. Insgesamt bringt der soziale Bereich unserer Meinung nach aber nicht viel mehr als ein wenig mehr Atmosphäre für den Mehrspielermodus.
Call of Duty WW2 im Test: Zu Fuß gegen Zombies
Quelle: PC Games
Die neun Mehrspielerkarten für die Standard-Modi sehen gut aus und bieten viel Abwechslung.
Sonst unterscheidet sich der Mehrspielermodus von den Zukunftsablegern durch das Motto "Boots on the Ground". Für Mehrspielergefechte, die im Zweiten Weltkrieg angesiedelt sind, passt es unserer Meinung nach auch, dass unsere Füße stets auf den Boden bleiben (natürlich von kurzen Sprüngen abgesehen). Die insgesamt neun Karten und acht altbekannten Spielmodi wie Team Deathmatch, Kill Confirmed oder Hardpoint funktionieren richtig gut dank des Old-School-Ansatzes und sorgen am Ende dafür, dass es wieder verstärkt auf die Schießkünste der Spieler ankommt. Auch vom Aufbau und vor allem Aussehen der Maps waren wir begeistert und so würden wir ebenfalls den kompetitiven Mehrspielermodus von Call of Duty: WW2 zu den besten der renommierten Reihe zählen. Schlussendlich hat es uns lediglich gestört, dass der frische War-Mode zum Start nur drei unterschiedliche Maps bietet - hier müssen DLCs nach dem Release-Termin unbedingt für Nachschub sorgen!
Das dritte schlagkräftige Verkaufsargument für CoD: WW2 ist wie schon bei den letzten Vorgängern der Zombie-Koop-Modus für bis zu vier Spieler. Dieses Mal kämpfen wir - wer hätte es gedacht - gegen Nazi-Untote und müssen zudem mal wieder viele Rätsel lösen. Thematisch ist die erste spielbare Karte "The Final Reich" in einem verlassenen Dorf angesiedelt, in der es einen mysteriösen Bunker gibt. Damit wir überhaupt in die Betonhöhle gelangen, gilt es erst einmal für die nötige Energie zum Aufmachen des elektrischen Tores zu sorgen. Im Bunker angelangt, erwartet uns ein Forschungszentrum eines verrückten Nazi-Wissenschaftlers, in dem wir zahlreiche Rätsel zwischen den beinharten Nazi-Zombie-Wellen lösen müssen. Während des Test-Events konnten wir insgesamt lediglich etwa einen Viertel der Karte absolvieren, entsprechend gehen wir von einer effektiven Spielzeit von deutlich mehr als fünf Stunden für den Koop-Modus aus.
Quelle: PC Games
Im Zombie-Modus kämpfen wir dieses Mal gegen Nazi-Untote und müssen zudem knackige Rätsel lösen.
Call of Duty WW2 im Test: Fazit, Meinung und Wertung
Insgesamt haben die Entwickler wieder einmal ein riesiges Paket für alle Ego-Shooter-Fans zusammengeschnürt, das dank der leichten Gameplay-Neuerungen in allen Bereichen so richtig Laune macht. Sowohl Singleplayer- als auch Multiplayer-Enthusiasten kommen mit Call of Duty: WW2 voll auf ihre Kosten. Schlussendlich bleibt einzig die Frage, ob man als Einzelspieler für die hervorragende, aber eben auch relativ kurze Kampagne so viel Geld ausgeben möchte. Wer aber ebenso viel Spaß an spannenden Mehrspielerpartien hat, muss sich die Frage gar nicht stellen.
Call of Duty WW2 im Test: Ersteindruck der PC-Version
In den vergangenen Jahren hatte die Call of Duty-Reihe mit so einigen technischen Problemen auf dem Windows-PC zu kämpfen. Daher waren wir mit Blick auf Ableger wie Modern Warfare 2 oder Advanced Warfare sehr gespannt darauf, wie nun die Performance von Call of Duty: WW2 auf unseren Gaming-Rechnern ausfällt. Und was sollen wir sagen: Auch hier wurden wir positiv überrascht! Auf einem i7-4790 @ 3,6 GHz mit 16 GB RAM sowie einer GTX 980 (4GB) konnten wir das Spiel in 1080p mit allen eingeschalteten Details ruckelfrei spielen (bereits im Bericht zur Beta gibt es Infos zu den minimalen Systemanforderungen). Ebenso haben wir in den Kampagnenmissionen bisher keinerlei schwerwiegende Bugs oder Abstürze erlebt und würden somit CoD: WW2 auf dem PC technisch eine sehr gute Note aussprechen. Wer sich genauer über die Performance der PC-Fassung informieren möchten, dem raten wir einen Besuch unserer Schwesternseite PC Games Hardware. Dort haben die Kollegen Philipp Reuther und Raffael Vötter sich ausgiebig mit der Technik für den Weltkriegs-Shooter beschäftigt und auch Benchmarks auf unterschiedlichen Hardware-Konfigurationen, auch zu Arbeitsspeicher oder Grafikkarten und Besonderheiten bei AMD Radeon bzw. Nvidia GTX, durchgeführt.
Quelle: PC Games
Screenshot aus der PC-Version von Call of Duty: WW2. (4)
Grafisch macht der Einzelspielermodus jedenfalls dank zusätzlicher Filter einen etwas besseren Eindruck als die Konsolenversion, jedoch würden wir nicht soweit gehen und sagen, dass der Spielspaß sich wegen der Optik deutlich erhöht. Auf eine endgültige Wertung wollen wir trotzdem noch verzichten, da wir uns den Mehrspielermodus auf dem PC noch nicht ausführlich haben anschauen können. Hier gab es bereits Meldungen über mögliche Cheater und ebenso beklagten sich manche Spieler über Verbindungsprobleme. Sobald wir selbst genug Erfahrung mit dem PC-Multiplayer-Partien gesammelt haben, werden wir eine finale Wertung für alle Plattformen aussprechen. (Call of Duty: WW2 in der Wikipedia.)
