Call of Duty: Finest Hour

Test

Call of Duty: Finest Hour Nachdem PC-Spieler schon seit einiger Zeit mit Kriegs-Shootern überhäuft werden, hat der Erfolg von EAs Medal of Honor-Reihe nun eine ähnliche Welle auf den Konsolen losgetreten. Diese Titel punkten vor allem hinsichtlich Atmosphäre und Authenti-zität, gerade auf Sonys PlayStation 2 ist die Auswahl an Kriegs-Shootern mittlerweile groß. Auf dem GameCube haben es bisher nur die besagten Medal of Honor-Titel zu entsprechender Aufmerksamkeit gebracht. Grund genug, den vielversprechenden Ego-Shooter Call of Duty von Activision genauer unter die Lupe zu nehmen.

Vom PC zum Cube

Die auf dem PC schon zwei Teile umfassende Call of Duty-Reihe wurde für den Game-Cube nicht öde konvertiert, sondern man gönnte PlayStation 2, Xbox und GameCube einen komplett neu konzipierten Teil, um den Anforderungen der Konsolen und deren Spielern gerecht zu werden. Der Spieler steht auch hier nicht aufseiten der Nazis, er muss sich im Kampf gegen die Kriegsinitiatoren bewähren. Wie bei Call of Duty üblich, kämpft man im Laufe des Spiels an drei verschiedenen Fronten.

Geschichte erleben

Call of Duty: Finest Hour Den Anfang macht die russische Front im Jahr 1942. Gerade als sich die Deutschen bis Stalingrad vorgekämpft haben, sitzen sie in der Falle. Immer mehr russische Truppen kommen dort an, um der deutschen Armee die Stirn zu bieten und sie zurückzudrängen. Der Spieler beginnt als einer dieser russischen Soldaten und wechselt später in die Rolle einer russischen Scharfschützin und anschließend in die eines russischen Panzerfahrers. Dementsprechend wandeln sich die Aufgaben, die er zu bewältigen hat. In Russland gilt es, deutlich mehr zu tun, als nur sicher von Punkt A nach Punkt B zu kommen. Das Einnehmen eines feindlichen Stützpunktes gehört noch zu den eher einfachen Missionszielen, da man sich so langsam und allmählich vorarbeiten kann. Ein Gebäude vor Eindringlingen zu schützen ist dagegen schon wesentlich schwieriger, wenn die Gegner mit unterschied-lichen Waffen an unterschiedlichen Orten in größerer Anzahl aufkreuzen.

Von Russland über Afrika nach Aachen

Call of Duty: Finest Hour Doch damit ist erst ein Teil der Missionen in Call of Duty erfüllt. Die nächste Aufgabe muss der Spieler in der Haut des Kämpfers einer britischen Spezialeinheit in Afrika er-füllen. Nachdem der Wüstenfuchs Rommel nach Tunesien zurückgedrängt werden konnte, gilt es nun, wichtige Stützpunkte einzunehmen und per Jeep den deutschen Nachschub in die Schranken zu weisen. Schließlich erhält man 1944 als amerikanischer Soldat die Order, die Deutschen in ihr Territorium hinter den Rhein zu drängen und zuerst per pedes und dann per Panzer Aachen einzunehmen. Positiv überraschte uns, dass dieses Mal auf die Umsetzung des D-Days verzichtet wurde, denn das bieten ja bereits viele an-dere Spiele.

Nur im Team ist man stark

Call of Duty: Finest Hour Hilfreich bei all diesen Missionen ist, dass man nie alleine kämpft, sondern immer mit der eigenen Truppe unterwegs ist. Mindestens ein weiterer Soldat begleitet den Spieler auf dem Weg zum nächsten wichtigen Punkt. Trotzdem erweist sich der Spielaufbau als frustig: Der Spieler kämpft sich durch teilweise relativ große Levels, die aber keine Rücksetzpunkte besitzen. Gespeichert wird automatisch am Ende eines absolvierten Abschnitts. Wer kurz vor dem Ziel ins Gras beißt, muss leider wieder am Beginn des Levels starten. Da ist der Frust vorprogrammiert. Obwohl man seinen Mitgliedern auch Befehle geben kann, bleibt Call of Duty: Finest Hour ein reinrassiger Ego-Shooter, der auf Teamtaktik-Anleihen à la Ghost Recon verzichtet.

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