Call of Duty: Finest Hour

Test

Irgendwie nichts Besonderes

Call of Duty: Finest Hour Besonders erfreulich ist, dass der Titel technisch durchaus ordentlich gemacht ist. Grafisch passt er sich gut in die triste Frontatmosphäre ein, allerdings wirkt er aufgrund wenig abwechslungreicher Texturen etwas hausbacken. Einige Explosionen sind hingegen gut in Szene gesetzt, auch wenn diese ab und zu von unschönen Slowdowns begleitet werden. Vor allem der Sound macht mit einer ordentlichen Pro-Logic-II-fähigen Anlage richtig Spaß. Der Einsatz geskripteter Ereignisse (erzählte Einführung, filmisch umgesetzter Leveleinstieg) soll den Spieler zudem noch weiter in das Spiel eintauchen lassen. Kleiner Wermutstropfen: In der deutschen Fassung klingt der aufgesetzte russische Akzent eher nervig als authentisch. Ein Grund, weshalb beim Spielen einfach nicht so richtige Frontatmosphäre aufkommen will. Zum großen Teil liegt das aber auch am Gameplay, das dem Spieler so manches Mal das Leben unnötig schwer macht. Neben der angesprochenen Checkpoint-Problematik stört vor allem die Tatsache, dass die Durchschlagskraft der Waffen höchst unterschiedlicher Natur ist. So bleibt ein mit dem Scharfschützengewehr auf 300 Meter Entfernung zielgenau beschossener Soldat sofort liegen, ein anderer von dem Spieler mit einer PPSh41 unter Dauerbeschuss gesetzter Soldat leistet hingegen heftigste Gegenwehr, auch wenn er kaum weiter als 20 Meter entfernt ist. Schade ist ebenso, dass das Game-Cube-Pad die Steuerung unnötig erschwert, gerade wenn man im Panzer des Öfteren zwischen Z und R wechseln muss. Leider fehlen dem Titel zudem echte Aha-Erlebnisse. Gerade Vielspieler und Shooter-Fans werden das Gefühl nicht los, alles schon einmal in anderen Spielen gesehen zu haben.

Spielen ohne Netz

Call of Duty: Finest Hour Während Microsoft- und Sony-User zumindest noch online gegen andere Mitstreiter zu Felde ziehen können, gucken Cube-Fans wie immer allein in die Röhre. Die Solo-Kampagne ist für Shooter-Fans in unter zehn Stunden geknackt, weniger Geübte benötigen vielleicht auch 15 Stunden. Der Wiederspielwert wird trotz des authentischen Waffenarsenals und freispielbarer Extras aufgrund fehlender Besonderheiten gegen null gehen.

Wertung zu Call of Duty: Finest Hour (GC)

Wertung:

78 /10
Fazit

Guter Ego-Shooter mit WWII-Thematik. Kleine Designschnitzer trüben den guten Eindruck.

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