Ein Escape Room, aber mal ganz anders: Blue Prince angespielt

Special Tobias Meyer
Ein Escape Room, aber mal ganz anders: Blue Prince angespielt
Quelle: Raw Fury

Bevor wir die Vollversion von Blue Prince im Laufe des Jahres erwarten dürfen, bekamen wir vorab einen Einblick in das Denkspiel aus dem Hause Raw Fury.

Verlassene Herrenhäuser haben immer wieder eine magische Anziehungskraft. Nie wissen wir, was sich hinter den viel zu großen Türen der prächtigen Bauten verbirgt. Im Fall von Blue Prince wird es sogar noch ein ganzes Stück verwirrender. Hier treiben uns keine Geister oder Spinnennetze, sondern Rätsel und taktisches Vorgehen in den Wahnsinn.

Halle Quelle: Raw Fury Als Erbe des Mt.-Holly-Anwesens betreten wir das von außen noch recht normal ausschauende Gebäude. Alleine, versteht sich, denn warum sollte man auch Unterstützung mitbringen? Viel über uns und unser Erbe erfahren wir zunächst nicht, nur, dass unser Verwandter gestorben ist, wir sein Anwesen übernehmen und im Haus seltsame Dinge vor sich gehen.

Im leeren Eingangsbereich warten drei Türen auf uns. Was sich dahinter verbirgt, bleibt uns so lange verborgen, bis wir es festlegen. Klingt verwirrend? Gut so! Haben wir eine Tür ausgewählt, werden uns per Zufallsprinzip drei mögliche Räume vorgeschlagen, die sich dahinter verbergen. Doch nur einer kann ausgewählt werden.

Jeder Raum hat dabei besondere Eigenschaften. So bekommen wir in Vorratskammern Münzen, dafür haben wir aber wenige Möglichkeiten, neue Türen zu finden. Denn wenn wir uns zu oft im Kreis drehen oder nur Sackgassen wählen, müssen wir den Tag beenden.

Räume mit vielen Türen wie eine Kapelle bieten zwar viele neue Wege, verlangen dafür aber Items, die gut und gerne bei jedem Betreten der vier Wände verbraucht werden. Ein wenig ähnelt das Prinzip dem einer Schatzsuche. Wir sind auf dem Weg zum Ziel, dem anderen Ende des Hauses, doch wie wir dort hinkommen, ist ungewiss.

Raumauswahl Quelle: Raw Fury Neben dem strategischen Vorgehen verlangt Blue Prince (jetzt kaufen 17,62 € ) auch Hirnleistung ab. In manchen Räumen warten Rätsel, die man zwar schon unzählige Male so ähnlich gesehen hat, die aber trotzdem immer wieder knifflig sind. Darunter das klassische Rätsel mit den Lügen und der Wahrheit, hier am Beispiel von den drei Boxen. Ihr wisst schon: Die eine Box sagt die Wahrheit, die Zweite lügt und die Dritte könnte beides tun. Aber in welcher ist nun der Schatz?

Verzweifeln wir einmal an einem Rätsel, ist es nicht allzu dramatisch, wertvolle Items müssen dadurch jedoch zurückbleiben. Sind irgendwann die Items (Schlüssel, Münzen, Diamanten) aus und keine Türen mehr frei, verlassen wir das Haus. Die Nacht beginnt und das Haus setzt sich zurück.

Bildergalerie

Am nächsten Tag herrscht Tabula rasa und das ganze Spiel fängt wieder von vorn an. Nicht nur, dass die Aufteilung der Räume nun wieder anders ist, auch die Rätsel werden leicht abgewandelt. So bleibt die Motivation zunächst hoch, zumal wir unser Wissen aus dem Vortag mitnehmen können.

Einzig gleich bleiben die Geschichten, die während der Raumerkundungen durch die Blume erzählt werden. Ständig fliegen Zettel umher, die uns manchmal Hinweise, mal Hintergrundinformationen zur Familie geben. Die sind zwar ganz nett geschrieben, wirklich fesselnd waren die aber nicht.

Blue Prince überzeugt deutlich mehr durch die taktischen Aspekte. Es muss genau geplant werden, welcher Raum als Nächstes platziert wird. Wer sich selbst durch das Herrenhaus kämpfen möchte, kann das bereits in wenigen Tagen mit der kostenlosen Demo auf Steam tun. Ein Release für die Vollversion ist bisher nicht bekannt. Transparenzhinweis: Raw Fury zahlte die Anreise für den Vorschau-Event.

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