Battlefield Hardline: Test: Multiplayer-Review, Fazit und Wertung (Update)

Test Matti Sandqvist
Test: Multiplayer-Review, Fazit und Wertung (Update) (1)
Quelle: Electronic Arts

Die Dead Space-Macher von Visceral Games bringen mit einem Polizisten-Setting viel frischen Wind in das angestaubte Ego-Shooter-Genre. Wir haben die Kampagne von Battlefield: Hardline durchgespielt und sagen euch im Test, wie glaubwürdig die Handlung ist und wie viel Spaß die Schießereien machen. Update: Jetzt mit Multiplayer-Review, Fazit und Wertung!

Am 19. März erscheint der heiß erwartete Battlefield-Ableger Hardline der Dead Space-Macher. Wir konnten bereits die Einzelspielerkampagne des Polizisten-Shooters auf dem PC durchspielen und ebenso die Mehrspielerschlachten ausprobieren. Bevor die Multiplayer-Server online gehen, verzichten wir jedoch noch auf eine endgültige Wertung. Dafür zeigen wir euch die Stärken und Schwächen der Einzelspielerkampagne in unserem Testvideo. Wer sich über den Mehrspielerpart noch vor dem Erscheinen informieren möchte, für den haben wir hier einen ausführlichen Bericht über die Multiplayer-Schlachten, bis wir Battlefield Hardline im Multiplayer auf den Live-Servern entsprechend testen konnten. Dann werden wir diesen Test für euch updaten.

Update 23. März 2014: Unseren ausführlichen Test des Multiplayer-Modus von Battlefield: Hardline findet ihr samt Fazit und Wertung auf den Seiten 2 und 3 dieses Artikels!

Endlich mal was Neues

Wer der Meinung ist, dass es mittlerweile viel zu viele Shooter gibt, in denen ihr in der Rolle eines Soldaten irgendeinen bösen Schurken(staat) aufhaltet und am Ende die Welt rettet, dürfte sich über die Ankündigung von Battlefield: Hardline gefreut haben. Dann geht es euch nämlich wie den Entwicklern von Visceral Games, die die Nase vom gängigen Militärsetting voll haben. Weil aber Botaniker oder Versicherungskaufleute nicht zum Shooter-Helden taugen, nahmen die Macher sich einen anderen einleuchtenden Berufszweig zur Brust: die Polizei.

Aktuelles aus der Battlefield-Reihe: Battlefield 1

In der Tradition erfolgreicher TV-Serien wie True Detective, CSI: Wasauchimmer oder Criminal Minds verkörpert ihr in Hardline den Polizisten Nick Mendoza, seines Zeichens Officer beim Drogendezernat von Miami und mit seiner neuen Partnerin Khai Minh Dao auf der Spur eines international operierenden Kartells. Um dem Serienanspruch gerecht zu werden, verpflichtete man für die beiden Hauptrollen die TV-Darsteller Nicholas Rodriguez (u. a. CSI Miami, Melrose Place) und Kelly Hu (u. a. CSI NY, Hawaii Five-0, Arrow) und besetzte auch diverse Nebenrollen mit bekannteren Gesichtern wie Alexandra Daddario (True Detective) oder Benito Martinez (Sons of Anarchy, House of Cards). Die virtuellen Ebenbilder dieser Schauspieler sehen auch wirklich klasse aus, wodurch der Einzelspieler-Modus in grafischer Hinsicht einen besseren Eindruck macht als der Mehrspieler-Part.

Von der Story her orientiert man sich ebenfalls an den eingangs erwähnten TV-Serien, doch kann die Handlung trotz der guten schauspielerischen Einlagen der Charaktere nicht so recht überzeugen, da sie mit viel zu vielen leicht vorhersehbaren Storytwists daherkommt. So erleben wir wie in den gängigen Militärshootern ungefähr in der Mitte des Spiels eine "überraschende" Wendung, müssen uns zudem viele klischeehafte Dialoge anhören und auch die bitter nötige emotianole Bindung zum Hauptcharakter kann man nur schwer bekommen. Insgesamt hatten wir das Gefühl, dass Visceral sich eher auf das Aussehen als auf die Seele der Story konzentriert hat - echt schade.

Weder Fisch noch Fleisch

Statt plum auf die Verbrecher zu ballern, könnt ihr sie auch verhaften. (PC) Quelle: EA DICE Statt plum auf die Verbrecher zu ballern, könnt ihr sie auch verhaften. (PC) Spielerisch bietet die Kampagne dagegen ziemlich viel Abwechslung. Neben allerlei Schussgefechten sammelt ihr nämlich auch Beweise (die in einer schicken Fall-Akte gesammelt werden und die Sammelobjekte anderer Spiele ersetzen) oder nehmt Personen fest. Ihr könnt sogar bis zu drei Gegner durch Vorzeigen eurer Polizeimarke kurzzeitig dazu bewegen, die Hände hochzunehmen. Etwas unlogisch ist aber, dass ihr im Laufe der Kampagne irgendwann nicht mehr als Cop die Straßen von Miami sicher macht und trotzdem noch etliche Verbrecher auf die gleiche Weise verhaftet.

Schade ist auch, dass Shooter-Fans in Sachen Action etwas kurz kommen. Zum einen habt ihr fast immer die Möglichkeit, taktisch vorzugehen und so an den eher dummen KI-Gegnern vorbeizuschleichen. Zum anderen sind die Schießereien selbst eher belanglos, da die KI selten zusammenarbeitet, ihr zudem viele Treffer aushaltet und obendrein auch noch schnell heilt.

Insgesamt stellt die Einzelspielerkampagne alleine noch keinen echten Kaufgrund dar. Die Handlung ist klischeehaft und vorhersehbar, die Charaktere farblos und die Spielmechanik in sowohl in den Schleich- als auch Shooterparts eher durchschnittlich. Dazu geht aufgrund der schwachen KI und den unlogischen Verhaftungen auch viel bitter notwendige Glaubwürdigkeit verloren. Wegen der aufwendigen Inszenierung und der mehr als schönen Grafik haben wir die Kampagne jedoch stellenweise schon genossen, aber umgehauen hat sie uns eben nicht.

  1. Seite 1 Battlefield: Hardline im Test - Die Singleplayer-Kampagne
  2. Seite 2 Battlefield: Hardline im Test - Der Multiplayer-Modus
  3. Seite 3 Battlefield: Hardline im Test - Fazit und Wertung
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