Erst im Kino, nun auf der PS3 und Xbox 360: Die Comic-Fledermaus ist ein echter Spaßgarant! Im Test zu Batman Arkham Asylum erfahrt ihr, ob sich der Ausflug nach Gotham City lohnt.
HIGHTECH-HANSEL
So findet der dunkle Ritter beispielsweise in seiner Bathöhle (nicht zu verwechseln mit der "Betthöhle!") die sogenannte Batclaw. Mit diesem Enterhaken-Verschnitt schwingt sich Batman in Windeseile über den Köpfen seiner Widersacher hinweg ins Dachgebälk. Außerdem eignet sich das Stahlseil prima, um Gitter aus Wänden zu zerren. Ein anderes Gadget sieht indes aus wie ein veralteter GameBoy und schließt auf Knopfdruck Elektrogeräte und Sicherheitstüren kurz. Ja, sogar ein Hauch C.S.I. weht durch das Arkham Asylum: An bestimmten Stellen müsst ihr eine Röntgensicht aktivieren und ganz wie Sherlock Holmes nach Spuren suchen. Diese Minirätsel sind zwar betont einfach, sorgen aber für Abwechslung und passen prima zur pfiffigen Hauptfigur.
Quelle: Eidos
Raumpflege: Die unterschiedlichen Gebäude auf dem Gelände der Anstalt sehen allesamt exzellent aus.
Batman wäre aber kein Superheld, wenn er nicht auch selbst Hand anlegen würde: Oftmals führt kein Weg an der direkten Konfrontation mit bösen Buben vorbei. Diese Auseinandersetzungen spielen sich wie ein Beat'em-Up Light: Ein Knopf zum Zuhauen, einer zum Kontern - mehr braucht es nicht, um die Gegner umzuklopfen. Weitaus komplexer geht es bei den zahlreichen Bosskämpfen zu: Wenn Poison Ivy oder Killer Croc auf dem Bildschirm erscheinen, muss eine passende Taktik her. Und ohne zuviel zu verraten: Der absolute Hammer sind die Gefechte gegen Scarecrow! Der Pharmazie-Psycho täuscht Batmans Sinne und lässt Wahn und Wahrheit verschmelzen - spielerisch famos umgesetzt! Nur der Endkampf wirkt aufgesetzt. Aber insgesamt wird fast das Niveau von Metal Gear Solid 4 erreicht, und das will was heißen!
DIE DRITTE HALBZEIT
Quelle: Eidos
Screenshots aus Batman: Arkham Asylum
Doch auch abseits der eigentlichen Story-Missionen bietet Batman: Arkham Asylum ein ganzes Batmobil voller Aufgaben. So sucht ihr beispielsweise nach versteckten Tonbändern, scannt antike Symbole ein und stellt euch den Rätseln des Riddlers. Der Knobelfreak hat nämlich für jeden Levelbereich ein kleines Puzzle der Marke "Welchen Gegenstand meine ich wohl?" parat! Der Lohn für eure Mühen: Freischaltbare Charaktermodelle, Biografien sowie Erfahrungspunkte. Letztere steckt ihr wiederum in die Talente eures spitzohrigen Helden: Wie wäre es mit einer stärkeren Rüstung? Oder soll es lieber ein schöner Doppel-Batarang sein? Komplettiert wird das Rundum-Sorglos-Paket durch den Herausforderungs-Modus: Diese in sich geschlossenen Missionen drehen sich entweder darum, möglichst lautlos Gegner auszuschalten oder stetig anstürmende Schurken abzuwehren. Ihr seht also: In Batman: Arkham Asylum steckt enorm viel drin. Und das was drinsteckt, macht auch noch unglaublich viel Spaß - ein echtes Ausnahmespiel!
