Back 4 Blood: Kalte Leichen, heiße Action - der PvP-Modus im Überblick

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Back 4 Blood: Kalte Leichen, heiße Action - der PvP-Modus im Überblick
Quelle: Turtle Rock

Ein Left 4 Dead 3 werden wir Zeit unseres Lebens wohl nicht mehr zu Gesicht bekommen. Dafür arbeiten die kreativen Köpfer hinter der Zombie-Koop-Shooter-Reihe immerhin an einem geisteigen Nachfolger zu Valves Mehrspieler-Klassiker. Der hört auf den Namen Back 4 Blood, geht am 12. Oktober an den Start und bietet, wie die Machern nun verrieten, auch wieder einen PvP-Modus!

Schuster, bleib bei deinen Leisten: Das dachten sich wohl auch die Entwickler von Turtle Rock Studios und kehrten nach ihrem asymmetrischen Multiplayer -Flop Evolve zurück zu den erfolgreichen Wurzeln des Studios: Zombie-Geballer im Vier-Spieler-Koop. Nun allerdings nicht mehr unter dem Namen Left 4 Dead, sondern Back 4 Blood. In den letzten Monaten bekamen wir davon stets nur die Kampagne gezeigt, die sich ganz klassisch um von Parasiten infizierten Horrorgestalten dreht. Nun wurde aber auch bekannt, dass es zum Launch einen Versus-Modus geben wird, der für jede Menge zusätzlichen Wiederspielwert sorgen soll.

Wichtig war für die Macher dabei besonders: Das Spielgefühl des geistigen Vorgängers soll weitestgehend beibehalten und nur durch ein paar Neuerungen gezielt ergänzt werden. Entsprechend finden sich Left-4-Dead-Veteranen auch sehr schnell im PvP-Modus von Back 4 Blood (jetzt kaufen 20,00 € / 53,99 € ) zurecht, in dessen Fokus natürlich wieder knallharter Überlebenskampf, rasante Action und massive Monster stehen.

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Left 4 Dead macht's vor

Spielerisch orientiert man sich stark an der Spielvariante "Versus Survival" aus Left 4 Dead 2. Ihr seid also im Vierer-Team auf von der Kampagne getrennten Karten unterwegs, die für nervenaufreibende Gefechte auf engem Raum konzipiert wurden. Ziel ist es nun, euch gegen die einfallenden Horden zu verteidigen und möglichst lange zu überleben. Dabei müsst ihr euch jedoch nicht nur mit Standard-Zombies herumschlagen, sondern eben auch mit vier anderen Spielern, die in die Rollen besonderer Infizierter schlüpfen. Der Clou: Während die immer wieder respawnen dürfen, hat jeder menschliche Überlebende nur einen einzigen Versuch. Wurde euer komplettes Team ausradiert, ist die Runde beendet, die Uhr wird gestoppt und die Seite gewechselt. Nun gilt es in umgekehrten Rollen, eure Widersacher davon abzuhalten, die von euch vorgelegte Zeit zu überbieten.

Hoffmann, Karlee oder doch Doc? Die Wahl eures Charakters hat im PvP-Modus von Back 4 Blood deutlich mehr Bedeutung als in Left 4 Dead. Quelle: Turtle Rock Hoffmann, Karlee oder doch Doc? Die Wahl eures Charakters hat im PvP-Modus von Back 4 Blood deutlich mehr Bedeutung als in Left 4 Dead. Anders als in Left 4 Dead wird in Back 4 Blood allerdings im Modus Best of 3 gespielt. Es gewinnt also das Team, das zuerst zwei Vergleiche für sich entscheiden kann. Zudem haben die Macher so eine Art "Battle Royale"-Aspekt ins Spiel eingebaut. Der Zombie-Schwarm, der in Wellen auf euch hereinbricht, wird über den Verlauf des Matches immer heftiger und kreist euch schließlich an einer Stelle ein. Das sorgt nochmal für zusätzliche Intensität, gefiel uns in der Theorie also schon mal ganz gut.

Etwas schade fanden wir dagegen, dass es kein Kampagnen-Versus geben wird. Das gehörte in Left 4 Dead schließlich zu den beliebtesten Spielvarianten. Und das nicht ohne Grund! Auf den Saferoom zu zu sprinten, während einen die Gegenspieler immer mehr in die Mangel nehmen, sorgte doch nochmal für mehr Dynamik und Nervenkitzel. Statt sich zu verschanzen, musste man hier stetig in Bewegung bleiben. Schließlich konnte ja hinter jeder Ecke ein Hunter lauern, der einem schnurstracks die Lichter ausknipst. Auch, dass es weitere Versus-Varianten wie etwa Scavenge es nicht in das Line-Up von Back 4 Blood geschafft haben, trübte unsere Vorfreude ein wenig. Durch den fehlenden Umfang droht der PvP, auf Dauer ein wenig langweilig zu werden.

Ein Herz für Mutti

Immerhin spielerisch soll der sogenannte Scharm-Modus einiges an Abwechslung bieten: Auf der Seite der Überlebenden habt ihr nämlich die Wahl aus acht verschiedenen Charakteren mit unterschiedlichen Eigenschaften. Mom kann beispielsweise Kameraden sofort wiederbeleben, Jim erhöht dagegen den Schwachpunktschaden des Teams. Es ist aus taktischer Sicht also durchaus relevant, für welchen Recken ihr euch entscheidet, um mit möglichst ausgeglichenen Boni in die Schlacht zu ziehen.

Saferooms gibt es im Versus-Modus von Back 4 Blood nicht. Die Action findet auf separaten Karten statt, die nichts mit der Kampagne zu tun haben. Quelle: Turtle Rock Saferooms gibt es im Versus-Modus von Back 4 Blood nicht. Die Action findet auf separaten Karten statt, die nichts mit der Kampagne zu tun haben. Ebenfalls wichtig: die Wahl eurer Ausrüstung. Wie auch in der Kampagne setzt Back 4 Blood auf ein innovatives neues Kartensystem. Das funktioniert sehr einfach ausgedrückt so, dass ihr euch zu Beginn eines Matches für ein bestimmtes Deck entscheidet, das euch allerlei hilfreiche passive Perks beschert - etwa erhöhte Ausdauer oder einen zusätzlichen Granaten-Slot. Darüber hinaus ist natürlich auch die Wahl eurer Waffen wichtig: Maschinenpistole, Revolver, Schrotflinte oder Scharfschützengewehr verfügen schließlich alle über ganz individuelle Vor- und Nachteile. Finden könnt ihr die Ballermänner - genauso wie passende Visiere, Schalldämpfer und andere Aufsätze - in auf der Karte versteckten Kisten. Zu Rundenbeginn müsst ihr also erst einmal die Umgebung auskundschaften, passende Ausrüstung finden und euch für einen geeigneten Standpunkt entscheiden, der sich taktisch gut verteidigten lässt.

Denn auch die Infizierten haben natürlich die Möglichkeit, euch das Leben schwer zu machen. Allerdings nicht durch ein Karten-, sondern ein sogenanntes Mutationssystem. Durch jeden Kill und jede andere gelungene Aktion erhalten die Zombies Punkte, die in besondere Upgrades investiert werden können. Ihr dürft beispielweise den KI-gesteuerten Schwarm mit Buffs versehen und so ein paar gepanzerte Zombies einstreuen. Oder ihr spendiert eurer Spielfigur Boni wie mehr Schaden oder eine größere Reichweite. Die bleiben dabei nicht nur über mehrere Runden eines Matches erhalten, sie werden sogar auf das gesamte Team angewendet! Wenn ihr eurem Tallboy also mehr Bums verleiht, profitieren davon auch eure Mitspieler.

Upgrades für alle!

Auf seiten der Infizierten könnt ihr euch mit einem Mutationssystem diverse Buffs und Boni sichern. Quelle: Turtle Rock Auf seiten der Infizierten könnt ihr euch mit einem Mutationssystem diverse Buffs und Boni sichern. Der großgewachsene Infizierte mit einer Keule als Arm, ist dabei nur einer von insgesamt neun spielbaren Zombie-Charakteren. Dazu kommen etwa noch der säurekotzende Retch, der tödliche Exploder, der dessen Name wohl selbsterklärend sein dürfte, oder der Stinger, der an Wänden klebt und Gegner von dort Gegner aus der Distanz aufs Korn nimmt. Das klingt im ersten Moment nach recht viel Abwechslung, am Ende des Tages fallen aber alle Untoten in drei grobe Kategorien: Es gibt DPS-Charaktere, die zwar enorm viel Schaden austeilen, dafür aber unglaublich langsam unterwegs sind. Es gibt Stealth-lastige Figuren, die klettern und springen können, dafür aber kaum Treffer aushalten. Und es gibt Tanks mit Flächenschaden. Das klingt schon stark nach den aus Left 4 Dead bekannten Chargern, Huntern oder Boomern. Gefühlt bot der Klassiker aber nochmal ein paar mehr Optionen.

Das gilt auch für das Spiel selbst: Sollte in Back 4 Blood einer eurer Mitspieler das Match verlassen, wird er nicht durch einen Bot ersetzt. Stattdessen müsst dann eben in Unterzahl weitermachen. Das löste das geistige Vorbild deutlich besser. Immerhin arbeiten die Entwickler hier aber angeblich an einer Lösung, die für etwas mehr Fairness sorgen soll.

Ob sie die tatsächlich finden, davon könnt ihr euch vom 12. bis 16 August noch einmal persönlich überzeugen. Da läuft eine letzte offene Beta-Phase, in der ihr ein kleines Probierhäppchen des Contents serviert bekommt, der euch zum Launch erwarten soll. Der ist weiterhin für den 12. Oktober geplant. Da erscheint Back 4 Blood für PC, PS4, PS5, Xbox One und Xbox-Series-Konsolen sowie den Xbox Game Pass. Vom Start weg soll dabei generationsübergreifendes Crossplay zwischen allen Plattformen unterstützt werden.

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