Rollenspiele müssen eben nicht immer Spitzenklasse sein.
Das Kampfsystem ist schnell verstanden und erlaubt taktische Geplänkel.
BILD: PLAYZONE
Eine Welt ist mal wieder dem Untergang geweiht. In Eden verschwinden sogar ganze Landstriche von der Bildfläche! Der junge Alchemist Felt, in dessen Rolle Sie schlüpfen, reist mit dem Schwert Azoth daher in eine andere Welt, um dort nach einer Lösung zu suchen. Er ist aber nicht der einzige Charakter, den Sie steuern.
Neben etlichen Figuren, die der Party beitreten, können Sie an Speicherpunkten in die Welt Eden zurückkehren und dort als Felts beste Freundin Viese agieren. Sie ist zwar weniger kampfbegabt, dafür sind ihre Kochkünste umso besser. Wie schon im ersten Atelier Iris können gefundene Gegenstände nach Rezepten zusammengeworfen und so zu neuen Mana-Items kombiniert werden.
Neben diesem Item-System haben auch die Zufallskämpfe einiges zu bieten. In der linken oberen Bildschirmecke wird eine Zeitleiste angezeigt, auf der Porträts der Recken und Gegner nach rechts wandern. Haben sie das Ende der Leiste erreicht, darf die jeweilige Figur agieren. Durch besondere Break-Attacks können Sie die Gegner auf der Leiste aber wieder nach hinten werfen und sogar ins Taumeln bringen.
Wenden Sie hingegen normale Charge-Attacks an, steigt eine andere Anzeige, die Zugriff auf besonders verheerende Spezialattacken ermöglicht. Durch dröges Knöpfedrücken kommt man also nicht weit. Nutzt man die Möglichkeiten dieses Kampfsystems hingegen geschickt, kann man sogar ganze Gegnerhorden bezwingen, ohne selbst attackiert zu werden. Verpackt wurde das Ganze in ein sehr knuffiges Anime-Setting. Leider flimmert das Bild im 60-Hz-Modus.
Als Schmankerl dürfen Fernost-Fans dafür die original japanische Sprachausgabe anwählen. Aber auch die englischen Sprecher machen ihre Sache gut. Nur schade, dass die letzten paar Millisekunden der Sprachsamples oft abgeschnitten sind und gesprochene Sätze daher oft abgehackt klingen.
