Assassin's Creed: Revelations im Test für PS3 und Xbox 360: Im vierten Spiel der Reihe wird die Story des Meuchelmörders Ezio Auditore zu einem Ende geführt. Außerdem erfahrt ihr mehr über Altair, den Helden des ersten Assassin's Creed. Wie gut das Abenteuer unterhält, erfahrt ihr in unserem Test!
Das hat uns an Assassin's Creed: Revelations nicht gefallen:
Ein ständiges Déjà-vu-Gefühl
Das wohl größte Problem an Revelations ist, dass es sich über weite Strecken wie ein Botherhood 1.5 mit neuer, hübscher Fassade aber altem Kern anfühlt. Rom wird zu Konstantinopel, Assassinengräber werden zu Verstecken von Marco Pollo, statt mit Caterina Sforza turtelt Ezio nun mit Sofia Sartor rum. Viele der Spielmechaniken bleiben sogar komplett unverändert oder wurden nur minimal angepasst, etwa die Städterenovierung oder die Anwerbung und Ausbildung neuer Assasssinen. Natürlich bietet auch Revelations wieder gewohnt hohe Qualität, doch gleichzeitig bleibt die Weiterentwicklung seit Brotherhood deutlich hinter den starken Sprüngen von AC zu AC 2, sowie vom zweiten Teil zu Brotherhood zurück.
Gegner-KI und Balancing
Diese beiden Probleme scheinen die Entwickler einfach nicht in den Griff zu bekommen. Erneut agieren Wachen oft ziemlich willkürlich und leisten sich diverse Böcke. Das fängt schon damit an, dass manche Wächter Ezio selbst auf wenige Meter nicht erkennen, andere aber plötzlich über Adleraugen verfügen und bereits aus weiter Entfernung misstrauisch werden. In manchen Fällen setzte die Erkennung offenbar sogar ganz aus, als einige Templer mitten in einer Verfolgung urplötzlich ihren Status von Aggressiv auf Unwissend wechselten und ihr Interesse an Ezio schlagartig verloren. In Kämpfen hat sich dahingehend ebenfalls nichts geändert: Die Gegner greifen schön artig einer nach dem anderen an und brechen nur in Einzelfällen mit Würgegriffen oder ähnlichen Spezialaktionen aus ihrem Trott heraus. Fordernd ist anders. Ein regelrechter Spaziergang werden Scharmützel wie schon in Brotherhood durch die eigenen Assassinenhelfer. Die sind erneut so übermächtig, dass bereits drei oder vier Rekruten jeden noch so schweren Kampf meistern, während wir mit Ezio aus sicherer Entfernung dabei zusehen. Auf der anderen Seite gestalten sich Schleichmissionen teils knüppelhart, da die kleinste Entdeckung (vgl. Adleraugenwachen) zum Game over führt.
Praktisch keine Rätsel
Es ist nur ein kleiner Makel, aufgefallen ist es uns dennoch: Zu keiner Zeit werden im Verlauf der Story eure grauen Zellen gefordert. Ein simples Schalterrätsel, dass sich eher als Kletteraufgabe entpuppt, ist die größte intellektuelle Herausforderung des Spiels. Nach den teils knackigen Kopfnüssen des Vorgängers ist die völlige Abkehr von Rätseln für uns unverständlich.
Lahmer Spieleinstieg
Die Story von Assassin's Creed: Revelations ist gelungen, jedoch dauert es eine Weile, bis sie Fahrt aufnimmt und euch wirklich in ihren Bann zieht. Der Auftakt ist gelungen, doch nach Ezios Ankunft in Konstantinopel erwarten euch zunächst einige ziemlich lahme Aufgaben. Obendrein werdet ihr in der Stadt sogleich mit zahlreichen Spielelementen und Nebenaufgaben erschlagen, was zusätzlich das Spieltempo bremst.
Quelle: Videogameszone
Im Spielverlauf könnt ihr die verschiedenen Stadtteile Konstantinopels von der Herrschaft der Templer befreien und in die Hand eurer Assassinengilde bringen.
Das Tower-Defense-Minispiel
Im Spielverlauf könnt ihr die verschiedenen Stadtteile Konstantinopels von der Herrschaft der Templer befreien und in die Hand eurer Assassinengilde bringen. Das geschieht in Form recht fordernder Meuchel-Missionen. Nun kann es aber auch vorkommen, dass von euch kontrollierte Stadtteile von Templern angegriffen werden. Dann wehrt ihr euch in Form eines Tower-Defense-Minispiels, in dem Ezio lediglich Befehle gibt. Ihr platziert dann per Cursor Einheiten auf Dächern, legt Ziele fest, ordert Kanonen-Beschuss und sammelt Geld auf. Das klingt ganz witzig, steuert sich aber arg hakelig und ist recht schlecht ausbalanciert. Wer die falschen Einheiten wählt, ist aufgeschmissen und muss die Mission erneut versuchen. Kurzum: Gute Idee, mäßig ausgeführt.
