Auf sich allein gestellt, muss Sarge seine Gegner plätten.
Nach dem Crash der Firma 3DO gab es Anlass zur Hoffnung, in Zukunft von der Plastikspielzeugzunft verschont zu bleiben. Pustekuchen! Take 2 und Global Star Software haben sich der Lizenz angenommen und wollen nun den berüchtigten Army Men neuen Glanz verleihen. Dazu haben sie sich eine nette Story ausgedacht: Nach dem Sieg der grünen Soldaten über die bösen beigen Truppen kommt eine Splittergruppe der Verlierer in den Besitz von Gussformen von Infanterie-Soldaten und produzieren neue Leute. Diese Armee will natürlich den Krieg gegen die grünen Sol-daten fortsetzen. Die perfekte Vorlage also für einen Militär-Shooter.
Auch Plastiksoldaten haben Gefühle
Gleich vorneweg: Wer ähnlich desaströse Abenteuer wie zu schlimmen 3DO-Zeiten befürchtet, wird angenehm überrascht. Bereits die ersten Trainingssequenzen spielen sich unerwartet gut und liefern schon einen positiven Eindruck der Spielmechanik. Mit großem Waffen-arsenal ausgestattet, macht sich der Sarge auf den Weg, seine Missionen zu erfüllen. Zu jedem Abschnitt gibt es diverse Primär- und Sekundärziele, die erreicht werden sollen beziehungsweise können. Dabei wird er aber von einer Menge gegnerischer Spielzeugsoldaten beschossen, die es aus dem Weg zu räumen gilt. Getötete Gegner hinterlassen Plastikknubbel, die Sarge für sich recycelt und sich so instand hält. Alles in allem liegt hier ein guter, wenn auch nicht besonders abwechslungsreicher Third-Person-Shooter vor, der zwar absolut nichts Neues bietet, aber trotz nicht ganz perfektem Autozielsystem Spaß macht und von einem guten Zweispieler-Modus komplettiert wird.
