Armed & Dangerous

Test

Unter diesem Dauerbeschuss wird es unser Held nicht mehr lange machen! Unter diesem Dauerbeschuss wird es unser Held nicht mehr lange machen! Eigentlich wollten die drei tapsigen Lionhearts nur einen weiteren Raub durchführen, als sie den dicken Schmöker "Buch der Regeln" klauten. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass sie durch ihren Buchdiebstahl eine richtige Revolution im idyllischen Lande Milola entfacht und den machthungrigen König Forge gegen sich aufgebracht haben. Aber was ist schon so schlimm daran, einen Tyrannen mitsamt seiner kompletten Armee gegen sich zu haben? Immerhin sind die Lionhearts eine Bande von abgeklärten Superhelden ... oder so ähnlich: Jonesy ist ein sarkastischer Maulwurf, der ganz gerne mal Witze über die Größe der Genitalien von anderen Personen macht; Q1-11 ist ein alter Kampfroboter, dessen Lieblingsbeschäftigung Teepausen sind, und Anführer Rom ist ein richtiger Gesprächsmuffel. Nicht gerade die besten Voraussetzungen, um erfolgreich zu sein, oder? Denkste!

Erst schiessen, dann fragen
Wie schon bei dem bekannten ersten Spiel von den Planet Moon Studios, Giants: Citizen Kabuto, setzen die witzigen Helden den Feinden mit schier unermesslicher Schusskraft zu. In der Third-Person-Perspektive durchlaufen Sie in der Rolle von Rom die 21 Levels und schießen alles über den Haufen, was sich bewegt - oder auch nicht: Bei Armed and Dangerous können Sie nämlich nicht nur die feindlichen Soldaten bearbeiten, sondern auch viele Gebäude zerstören. Das macht durchaus Sinn, da sich in den Häusern oft Feinde verstecken, die nur mit gezielten Schüssen außer Gefecht gesetzt werden können. Das Waffenarsenal der drei Haudegen ist dabei mindestens genauso abgefahren wie die Helden selber. Neben normalen Waffen, wie einem Maschinen- oder einem Scharfschützengewehr, stehen dem Spieler z. B. auch eine Haiwaffe, das "kleinste schwarze Loch der Welt" oder die "Kuddelmuddel-Bombe" zur Verfügung.

Abwechslungsreich und intelligent
Die durchschlagskräftigen Waffen alleine reichen aber nicht aus, um gegen die Massen von Feinden zu bestehen. Der Spieler muss sich dem Leveldesign anpassen und oftmals taktisch vorgehen. Verbarrikadieren sich zum Beispiel viele Feinde hinter einem gut gepanzerten Geschütz, so ist es wenig sinnvoll, frontal auf die Gegner zuzustürmen und sich deren Kugelhagel auszusetzen. Ein geschickter und gut getimter Angriff von der Seite wirkt hier Wunder. Neben dem intelligenten Leveldesign überzeugen auch die unterschiedlichen Aufgabenstellungen: Oftmals muss man nicht nur das Ende der Map erreichen, sondern auch spezielle Aufträge erfüllen. Dazu gehören unter anderem das Zerstören von bestimmten Häusern und das Retten von Geiseln.

Hübsche Optik mit Schwächen
Bei der Technik von Armed and Dangerous liegt dagegen leider einiges im Argen: Die knallbunte Optik hat zwar einige nette Grafikeffekte (Bump Mapping etc.) zu bieten, kämpft aber mit einer sehr unkonstanten Framerate. Gerade in den Massenschlachten nervt das Geruckel ungemein und erschwert das Zielen zusätzlich. Die überragende englische Sprachausgabe wurde für die deutsche Version komplett lokalisiert. Die Übersetzer haben dabei zwar einen guten Job gemacht und die meisten Gags gekonnt ins Deutsche gerettet, die Originalversion bleibt nichtsdestotrotz unerreicht.

Bildergalerie

Wertung zu Armed and Dangerous (XB)

Wertung:

82 /10

Artikel teilen

Per E-Mail versenden

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk