Arc: Twilight of the Spirits

Test

Die Rasse der Deimos lebt im Krieg mit den Menschen. Die Rasse der Deimos lebt im Krieg mit den Menschen. Der geübte Fantasy-Held kennt diese Situation zur Genüge: Irgendein Irrer hat eine riesige Streitkraft im Rücken und will sich auf einmal fünf verschollener Geistersteine bemächtigen, um mittels deren unendlicher Kraft zum lebenden Gott emporzusteigen. Dass die Allianz der Menschen und die Rasse der monsterartigen Deimos was dagegen haben, ist ihm ziemlich egal. Zwei Brüder, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, versuchen, dieses Vorhaben zu verhindern. Der eine heißt Kharg, ist ein waffengeübtes Menschenkind und wuchs wohl behütet im Hause seiner Mutter in einer verschlafenen Stadt auf. Sein Bruder Darc, ein Mischwesen aus Mensch und Deimos, hat als Sklave einer diabolischen Froschhexe eine vergleichsweise schwerere Kindheit hinter sich und muss seit jeher mit dem Spott seiner reinrassigen Deimos-Kollegen umgehen. Beide wissen anfangs noch nichts voneinander und müssen im weiteren Verlauf der Story die Welt vor ihrem drohenden Untergang retten.

Jede Münze hat zwei Seiten
Noch vor ein paar Monaten mussten Rollenspielfreaks zum Importhändler ihres Vertrauens rennen, um ein Exemplar von Arc - Twilight of the Spirits zu ergattern; nun erscheint diese kleine Softwareperle endlich auch hierzulande. Sie schlüpfen in die Rollen der zwei Brüder Kharg und Darc; witzigerweise spielen Sie nacheinander mit jedem der beiden immer ein paar Kapitel. So erleben Sie den Verlauf der Handlung aus zwei Perspektiven. Die ersten Stunden des Games kommen allerdings etwas schwer in die Gänge; viel Text und wenig Kämpfe lassen das Spiel anfänglich eher langatmig erscheinen. Dies legt sich aber nach ein paar Stunden und die Story rund um die zwei Welten der Menschen und der Deimos beginnt richtig spannend zu werden. Das große Ziel ist es, fünf große Geistersteine zu finden und die beiden Parteien zu vereinen. Dabei mischt sich eine dritte Macht ein und will ihr Stück vom Kuchen abhaben.

Eine Prise Taktik gefällig
Nach und nach gesellen sich die unterschiedlichsten Mitstreiter an die Seite des jeweiligen Protagonisten. Umgeben von kampflustigen Wuschelköpfen bis hin zu muskelbepackten Axtschwingern stürzt man sich sodann in die Kämpfe, welche bei Twilight of the Spirits ein besonderes Schmankerl sind: Zuerst sucht man sich die aktiven Kampfteilnehmer heraus. Dies ist insofern wichtig, dass je mehr eigene Akteure mit in die Schlacht ziehen, desto weniger Erfahrungspunkte dabei für jeden Einzelnen herausspringen. Und dies bedeutet natürlich einen langsameren Levelaufstieg. Im Kampfareal angekommen, bewegt man nun ohne Zeitdruck seinen Charakter an die gewünschte Position und hat dann die Möglichkeit, eine Aktion zu starten. Vom Nahangriff über das Benutzen eines Kampfskills bis hin zum Wirken von Zaubersprüchen reicht hier die Palette der Möglichkeiten. Auch die Stellung zum Gegner ist wichtig; so sind Treffer in den Rücken doppelt schmerzhaft. Wird ein Charakter oft getroffen, beginnt er zu funkeln und ab sofort sind sogar Teamangriffe möglich. Erledigte Feinde hinterlassen beizeiten Gold und Gegenstände, die während des Kampfes eingesammelt werden müssen. Schnell erlernt, entwickelt sich dieses simple System zu einem echten Taktikknüller; kurzweilige und interessante Schlachten sind so vorprogrammiert.

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