Ist Civ jetzt das neue Humankind und wird ARA das neue Civ? Wir haben reingespielt und sagen euch, was das Grandstrategie-Spiel anders macht
Ein großes Wimmelbild
Obwohl wir weder die großen noch kleinen Kämpfe ausspielen können, haben wir immerhin die Möglichkeit, zuzuschauen. Gerade die Schlachten gegen andere Nationen sind je nach Armeegröße von mehreren Tausend Soldaten riesig und schön anzusehen.
Generell hat sich das Studio viel Mühe damit gegeben, dass man jederzeit reinzoomen und der eigenen Bevölkerung beim Werkeln zuschauen kann. Und sogar die Tiere kann man beim Grasen beobachten und mit ihnen via Mauszeiger sogar interagieren. Neben diesen kleinen Merkmalen schaut ARA aber natürlich auch im großen Maßstab fantastisch aus. Das liegt daran, dass man sich nicht an das Hexagon-Gitter gehalten hat, aus dem beispielsweise in Civilization die Spielfelder bestehen. Hier sind die "Kacheln" stattdessen dynamisch angelegt und folgen etwa Flussläufen, um so echte Grenzverläufe darzustellen.
Die Liebe zum Detail springt uns in jedem Fall positiv ins Auge, und wir hoffen, dass sich ARA nicht in Kleinigkeiten verrennt, statt im Großen und Ganzen zu funktionieren.
Gleichzeitiger Rundenablauf
Zeit zum Innehalten hat man auf jeden Fall, denn wie anfangs erwähnt, ist ARA rundenbasiert, und alle Züge, die man macht, finden gleichzeitig statt. Das bedeutet, dass man während eines Zuges alle möglichen Dinge veranstalten kann, ohne dass sie in Stein gemeißelt sind. Erst wenn man seinen Zug beendet, laufen die Pioniere an den gewählten Platz, die gewählte Forschung wird gestartet und getriggerte Events passieren. Bis dahin kann man jederzeit Entscheidungen und Vorgänge wieder abbrechen und seine Runde neu planen.
In diesem kurzen Zeithorizont muss man sich also keine Gedanken machen. Allerdings wissen wir nicht wirklich, wie lange ein ganzes Match dauert, bis wir am Ende gewinnen oder verlieren. Zumindest müssen wir nicht befürchten, ein bereits verlorenes Spiel bis zum Ende durchzuziehen und dann festzustellen, dass wir ab Stunde drei keine Chance mehr hatten. Denn spätestens beim Übergang zu Akt zwei wären wir eh rausgeflogen.
Die andere Seite der Medaille
Ob diese eine neue Idee, vermischt mit bekannten Spielmechaniken, am Ende ausreicht, um eine vernünftige Spielerbasis aufzubauen, können wir nur mutmaßen. Auf der anderen Seite könnten sich Spieler schließlich auch darüber aufregen, dass sie nicht genug Freiheiten haben. Wenn sie etwa eine bestimmte Strategie ausprobieren möchten und sich durch den langsamen Start durchprobieren, nur um dann zu merken, dass ihr Plan durch das Ausschlussverfahren in ARA nicht zum Erfolg führt.
Wenn aber alles zum Start des Spiels rund läuft und die Systeme sinnvoll ineinandergreifen, gehen wir stark davon aus, dass ARA seine Nische und Spielerschaft finden wird. Vielleicht auch gerade durch die Konkurrenz zu Civilization 7. Immerhin hat ein gesunder Wettbewerb noch niemandem geschadet, und so gehen wir einfach davon aus, dass wir in beiden Spielen das bestmögliche Erlebnis bekommen.
