Ist Civ jetzt das neue Humankind und wird ARA das neue Civ? Wir haben reingespielt und sagen euch, was das Grandstrategie-Spiel anders macht
Ressourcen auf der Karte
Jedes Feld hat festgelegt, welche Rohstoffe wir dort später anbauen können. Die sehen wir, sobald wir etwas erkundet haben, und können so auch entscheiden, wohin wir mit unserer Nation wollen. Manche Felder sind gut für Holz, andere für Stein, am Wasser gibt es Fisch und auf freier Fläche vor allem Getreide und Vieh. Manche Felder haben zusätzliche Ressourcen wie Reis, Wein oder Muscheln, die ebenfalls in der Planung miteinbezogen werden sollten.
Neben dem Erkunden wählen wir zu Beginn des Spiels aus, an welcher Technologie wir forschen. Zunächst sind das die klassischen Stränge wie Landwirtschaft, Fischerei, Töpferei oder Militär. Dort werden wir auch direkt mit ausladenden Info-Fenstern konfrontiert, die uns über alles Mögliche aufklären, was das Spiel bereithält. So wissen wir sofort, dass Fischerei wichtig ist, um Seile herzustellen, die wir dann irgendwann für den Aufbau von Stonehenge verwenden können. Das Monument bedeutet Prestige, bringt uns unserem Schritt zum Sieg also wieder ein Stück näher.
Komplexe Verknüpfung
Wer sich durch die ineinander verschachtelten Info-Fenster arbeitet, fühlt sich womöglich schnell erschlagen. Aber ARA ist laut Entwickler für erfahrene Strategie-Spieler gedacht und setzt darauf, dass man viele Mechaniken schon einmal irgendwo gesehen hat. Um wirklich zu durchschauen, welche Wege zum Sieg führen und welche sinnvollen Verknüpfungen existieren, muss man das Spiel ohnehin mehrmals von Anfang bis Ende spielen.
Bevor man nicht schon einmal länger gespielt hat, kann man nämlich auch noch nicht sagen, wie sich die konkurrierenden Nationen verhalten. Ob wir mit vergleichsweise aggressiven Widersachern rechnen müssen, die uns nach zehn Runden ummähen, wenn wir dann noch keine Militäreinheiten aufgestellt haben, muss sich zum Release zeigen.
Militärische Stärke ausspielen?
Die Kämpfe in ARA laufen für Grand Strategie typisch ab und spielen sich automatisch aus. Sobald man sich im gleichen Gebiet wie eine gegnerische Armee befindet, beginnt der Kampf. Ein Rückzug ist dann nicht mehr möglich. Die Armee besteht aus einzelnen Truppen, die man quasi stapeln und damit vergrößern kann, wobei eine ausgewogene Zusammensetzung aus verschiedenen Einheiten wichtig ist. Im Hintergrund läuft nämlich ein Schere-Stein-Papier-System ab, das neben der reinen Truppengröße ebenfalls Einfluss auf Sieg oder Niederlage nimmt.
So etwas wie Barbaren, die einem in Civilization schon früh auf die Nerven gehen können, haben wir nicht erspäht. Wohl aber wilde Tiere, die sich auf den erkundbaren Feldern herumtreiben. Die greifen uns jedoch nicht an, sondern verwehren uns den Zugriff auf die dort befindlichen Ressourcen, bis wir sie mit unseren Pionier-Trupps erlegen. Dabei nehmen wir zwar Schaden in Kauf, der den Trupp erledigen kann. Aber wenn wir den Minikampf gewinnen, erhalten wir manchmal seltene Rohstoffe, die uns im Spiel einen Vorteil bieten.
