Review des erste Anno-Spiels für Wii: Blue Byte und keen games wagen sich mit einer Aufbausimulation auf Wii-Neuland. Ist das typische Anno-Gameplay auch im neuen Gewand ein Selbstläufer?
Anno wurde für Wii angepasst
Quelle: Ubisoft
Zoomt ihr noch weiter raus, wechselt das Spiel automatisch zu einer Übersichtskarte. Beachtet die tollen Wolkenschatten über dem Wasser!
Nicht nur die Geschichte des Anno-Ablegers für die Wii, auch die Grafik präsentiert sich wesentlich kindgerechter und einsteigerfreundlicher: Häuser hüpfen in die Luft, wenn ihr sie mit dem Pointer antippt, kleine Tiere bevölkern die Insel und ein zweiter Spieler kann in das Spiel eingreifen, indem er beispielsweise euren Schiffe mit einem bunten Windrad einen Geschwindigkeitsschub gibt. Wer aber einen näheren Blick auf die putzige Aufmachung wirft, kann erkennen, mit wie viel Liebe zum Detail die bunte Welt kreiert wurde! Verschiedene Zoom-Stufen erlauben es, euren Gefolgsleuten bei der Arbeit über die Schulter zu schauen oder das rege Treiben einer ganzen Insel aus der Vogelperspektive zu verfolgen.
Wie für Wii gemacht
Quelle: Ubisoft
Neben Entdeckerschiffen könnt ihr auch Kriegsschiffe in euren Werften fertigen lassen, um euch gegen die Korsaren zu wehren, die eure Schätze mopsen wollen!
Die wahre Glanzleistung von Anno - Erschaffe eine neue Welt ist zweifellos die Steuerung. Butterweich lassen sich Straßen und Gebäude platzieren, mit einem einfachen Klick auf den B-Knopf kopiert ihr ein Bauwerk und setzt eine Kopie in die Landschaft. Ein komfortables Ringmenü und gut lesbare Tabellen und Schriften runden das Gesamtpaket ab. Mit Nunchuk spielt sich Anno einen Ticken komfortabler, da ihr per Analog-Stick die Karte bewegen könnt, aber auch ohne bescheinigen wir hiermit gern: Aufbaustrategie mit Wii-FB? Kein Problem! Auf akribische historische Korrektheit legte Blue Byte ebenfalls weit weniger Wert als auf eine gute Zugänglichkeit. Zu Beginn der Kampagne bekommt ihr die einzelnen Arbeitsschritte von der leeren Insel zur florierenden Großstadt so ausführlich wie nötig erklärt. Das funktioniert so gut, dass ihr kaum merken dürftet, wie die Komplexität und der Schwierigkeitsgrad allmählich ansteigen. Natürlich wendet ihr zu Beginn der Kampagne und auch mit jedem neuen Endlosspiel immer wieder die gleichen Techniken an, bevor Wahlmöglichkeiten für die neuen Technologien und neue Seekarten und Inseln Abwechslung ins Spiel bringen.
Das gehört einfach zum Anno-Feeling dazu. Denn Blue Byte hat es tatsächlich geschafft, das typische Feeling der Serie in ein neues, einsteigerfreundliches Korsett zu schnüren, ohne dass ihr dabei die Luft ausgeht. Besonders Neulingen legen wir den Titel daher ans Herz, ohne unerwähnt zu lassen, dass auch PC-Veteranen durchaus ihre Freude mit dem Titel haben werden, wenn sie sich auf die ungewohnt bunte Aufmachung einlassen können.
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