Willkommen in der neuen Welt: Anno 1701 bringt anspruchsvolle Aufbau-Kost auf den DS.
BILD: N-ZONE
Lange hat's gedauert: Der DS mit seinem Touchscreen ist eigentlich wie dafür gemacht. Doch erst mit Anno 1701 feiert eine anspruchsvolle Aufbausimulation Einzug auf Nintendos tragbare Spielkonsole.
Wo ist denn hier die Maus?
Auf dem PC gilt die Anno-Reihe schon lange als Garant für stundenlange Unterhaltung. Mit Anno 1701 erscheint erstmals ein Ableger der beliebten Simulation für eine tragbare Spielkonsole. Beim DS übernimmt der Stylus die Rolle der Maus als Eingabegerät. Dabei schlägt er sich sehr gut: Bereits nach kurzer Spielzeit drängt sich die Frage auf, warum ein derartiger Titel bisher noch nicht auf dem DS erschienen ist.
Geschichtsträchtig
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Am Anfang habt ihr die Wahl zwischen einem Missionsmodus, dem freien Aufbau oder einem Multiplayerspiel. Entscheidet ihr euch für die Kampagnen, wird eure Expansion anhand einer unterhaltsamen Hintergrundgeschichte beschrieben. Hier gilt es viele kleine Etappenziele zu bewältigen. So müsst ihr etwa ein Schiff bauen und eine Verbündete namens Hanna finden, damit sie zwischen euch und unfreundlichen Irokesen vermittelt. Oder ihr wehrt einen feindlichen Angriff auf eure Siedlung ab. Sobald ihr alle Ziele eines Kapitels abgearbeitet habt, geht es weiter mit dem nächsten Auftrag.
Obwohl die Aufgaben alle relativ ähnlich sind, werden sie durch die abwechslungsreichen Szenarien nicht langweilig. Wollt ihr die Inselwelt ohne Beschränkungen genießen, dann könnt ihr das im freien Spiel tun. Dort gibt es keine Missionsziele - ihr spielt so lange ihr wollt. Diese Disziplin ist Pflicht für jede Aufbausimulation und weiß auch bei Anno 1701 zu gefallen.
Mit Freundlichkeit zum Ziel
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In allen Spielvarianten gilt: Glückliche Bewohner sind der Schlüssel zum Erfolg. Nur wenn sie mit euch zufrieden sind, steigen sie in ihren Rängen und zahlen dementsprechend höhere Steuern in die Staatskasse. Ihre Bedürfnisse erfahrt ihr durch euren Berater, oder wenn ihr ein Wohnhaus antippt. Um eure Untertanen dauerhaft von euren Fähigkeiten zu überzeugen, müsst ihr immer aufwändigere Gebäude und Produktionsstätten errichten.
Bald verlangen sie nach Monumenten oder Luxusgütern, die den ganzen Platz auf eurer Insel in Beschlag nehmen. Dann müsst ihr ein neues Schiff bauen ein und die Segel setzen, um neue Ländereien und Rohstoffe zu erobern.
Unruhe im Inselparadies
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Bei euren Erkundungsmissionen kommt es nicht selten zu Reiberein zwischen euch und anderen Siedlern. Die anschließenden Kämpfe bereichern Anno 1701 um eine strategische Note. In Gebäuden mit grünen Dächern - etwa dem Kontor, Kasernen oder Markthäusern - zieht ihr eure Truppen zusammen. Dort wird anschließend auch gekämpft. Errichtet ein Gegner ein Bauwerk in eurem Reich oder übernimmt kurzerhand eines der euren, müsst ihr die Soldaten dorthin beordern.
Grafisch laufen die Auseinandersetzungen unspektakulär ab, doch der strategische Aspekt sorgt für viel Laune. Besonders im Mehrspielermodus können die Gefechte überzeugen. Sonst besteht im Multiplayer noch die Möglichkeit, um die Wette zu Siedeln und allerlei Missionsziele vor euren Mitspielern zu erreichen.