Sonys lang erwarteter Shooter-Nachfolger ist endlich fertig! Die alles entscheidende Frage lautet nun: Wird es den Vorschusslorbeeren gerecht? Die Antwort fällt uns nicht leicht und lautet: leider nicht ganz!
Downgrade
Während das Cover-System wirklich gut funktioniert und Sinn macht, gibt es im Vergleich zum Vorgänger auch Änderungen, die uns weniger gut gefallen. Die Zweitfunktion der Waffen hat Guerrilla einfach wegrationalisiert, zudem könnt ihr stets nur eine Primär- und eine Sekundärwaffen (plus Granaten) mit euch herumschleppen. Die Pistole beispielsweise gegen eine Bazooka auszutauschen, ist nicht möglich.
Quelle: Sony
Killzone 2 Review (9)
Obendrein ist das Zielsystem recht schwammig ausgefallen. Dies begründen die Entwickler zwar mit dem Gewicht von Waffe und Ausrüstung der Soldaten, es macht es aber unnötig schwer, ein sich bewegendes Ziel im Fadenkreuz zu behalten. Der Umstand ist besonders nervig, da die Helghast durchaus flinke Gesellen sind, die immer wieder schützende Deckung suchen und dafür ständig die Position wechseln. Man gewöhnt sich letztlich zwar an die Trägheit im Aiming, eine direktere und griffigere Kontrolle wäre aber dennoch wünschenswert gewesen. Ach ja: Blind aus der Deckung feuern können übrigens nur die Helghast. Sev scheint diese Lektion während der Grundausbildung wohl verpasst zu haben.
Effekt-Feuerwerk
Genug gemeckert - in technischer Hinsicht gibt es an Killzone 2 so gut wie nichts auszusetzen. Ganz im Gegenteil! Die Optik punktet mit richtig fetten, hoch detaillierten Waffenmodellen, haufenweise Grafikfiltern und Effekten, beeindruckenden Settings und den vermutlich schönsten und spektakulärsten Lichtspielereien aller Zeiten. Screenshots können die Grafikpracht nicht ansatzweise transportieren, da man die Szenarien - häufig von heftigen Gewitterstürmen geprägt - einfach in Bewegung gesehen haben muss. Planen, Stromkabel und Helghast-Fahnen wiegen sich im Wind, absolut echt wirkender Rauch verdeckt die Sicht, Explosionen und Mündungsfeuer tauchen die Umgebung immer wieder in ein anderes Licht. Und bei all dieser Pracht bleibt die Bildwiederholrate größtenteils stabil bei 30 Frames. Leicht störend sind nur die kurzen Nachlade-Ruckler, wenn im Hintergrund der nächste Spielabschnitt von der Blu-ray Disc gestreamt wird.
Quelle: Sony
Killzone 2 Review (12)
Beim Sound - nicht minder beeindruckend als die Grafik - stechen hauptsächlich zwei Merkmale hervor. Zum einen die wuchtige, überaus räumliche und direktionale Abmischung, die man über einen HDMI-Receiver sogar in echtem 7.1 zu hören bekommt. Andererseits der mit echten Orchestermusikern aufgenommene Score, der sich dynamisch an das Geschehen anpasst und einen großen Teil zur Spielatmosphäre beiträgt. Die deutsche Synchro ist, wie eingangs schon erwähnt, durchaus akzeptabel. Authentischer und auch einen Hauch ruchloser klingen aber wie so oft die englischen Originalstimmen. Wer lieber mit O-Ton spielt, stellt seine Konsole also vorher auf Englisch um.
Weiter geht's auf der nächsten Seite!
Inhalt:
Killzone-2-Test: Seite 1 - Der Gegenschlag
Killzone-2-Test: Seite 2 - Besatzungswechsel
Killzone-2-Test: Seite 3 - Grandioses Effektfeuerwerk
Killzone-2-Test: Seite 4 - Der Multiplayer-Modus unter der Lupe
