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14.01.2006 13:00 Uhr
Peter Jackson's King Kong
Jurassic Park mal anders - mit einem affigen XXL-Hauptdarsteller und viel Shooter-Action!
| Steuerung 88 |
Grafik 84 |
Sound 90 |
Multiplayer - |
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14.01.2006 13:00 Uhr - Donkey Kong wäre diesem überdimensionalen Primaten wehrlos ausgeliefert und auch Affen-Opi Cranky hätte selbst in seinen besten Jahren keine Chance gegen ihn gehabt: Die Rede ist von Riesengorilla King Kong. 72 Jahre nach seinem Filmdebüt bringt Peter Jackson die turbulente Action-romanze endlich zeitgemäß auf die Leinwand. Konsolenbesitzer können sich bereits vor dem 14. Dezember, an dem die Neuauflage im Kino anlaufen wird, einen Eindruck von der Hackordnung im Dschungel verschaffen. Klappe und Action zur vielleicht atmosphärischsten Filmumsetzung aller Zeiten! Rauhe Seemannssitten Kein leichtes Unterfangen für den virtuellen Drehbuchautor Jack Driscoll und seine Crew, den Pazifik bei tosendem Wellengang zu überqueren. Die Flut treibt die Gruppe letztlich völlig entkräftet auf eine scheinbar idyllische Insel, auf der Kameramann Carl Denham einen neuen Film drehen möchte. Schon bald stoßen die Filmer auf die ersten hungrigen Biester. Mit Knochen, die ihr in der Rolle von Jack inmitten eines Haufens Dinosaurier-Aas aufstöbert, wehrt ihr euch gegen die agilen Krebse und eilt in letzter Sekunde der Schauspielerin Ann Darrow zu Hilfe, die von den Viechern zwischen die Schere genommen wird. Die Atmosphäre dieser Einführungsszene wird auf dem GameCube insbesondere dank der Echtzeit-Zwischensequenzen stimmig eingefangen. Schon während der Überfahrt kann sich der Spieler mit dem C-Stick frei auf dem Boot umsehen und ist daher aktiv ins Geschehen eingebunden. Mini-Kong Hardwarebedingt muss die GBA-Version mit einer vereinfachten Vogelperspektive auskommen, das Dschungel-Setting blieb aber trotz Änderungen im Leveldesign unangetastet. In bester Zelda-Manier benutzt ihr auf dem Handheld Jacks Machete, um euch lästige Raptoren und angriffslustige Inselbewohner vom Leib zu halten, und dürft mit der L-Taste zwischen den Charakteren wechseln. Carl ist mit Minigranaten ausgestattet, mit denen er Steinhaufen aus dem Weg räumt oder Menschen fressende Schlingpflanzen unschädlich macht, während nur Ann eine Heilung der Truppe herbeiführen kann. In den Tempeln zeigt sich die Minivariante von ihrer besten Seite: Hier müssen Schiebepuzzles gelöst werden, die wiederum frappierend an Links Tempeleinlagen erinnern. Die Rätsel- und Adventurepassagen werden durch actionreiche Szenen ergänzt, in denen ihr Kong steuert. Diese Abschnitte kommen mit einer simplen Tastenbelegung aus und spielen sich in der Tradition seitwärts scrollender Prügler, ohne dabei jedoch die Klasse eines Final Fight zu erreichen. Action-Adventure-Fans bekommen dank gut gemachter Dungeons dennoch einen gelungenen portablen Ableger der Jackson-Versoftung serviert. Überleben! Wer echte Urwald-Atmosphäre nicht missen möchte, ist mit der GameCube-Version deutlich besser bedient. Ein wesentliches Merkmal der Ego-Shooter-Abschnitte als Jack ist der Verzicht auf jegliche Bildschirmanzeigen. Attackiert euch ein Dino, so wird über den Monitor kurzzeitig ein roter Schleier gelegt, der signalisiert, dass ihr nur noch wenigen Angriffen standhalten könnt. Auch der Munitionsvorrat muss auf eher unkonventionelle Weise abgefragt werden: Mittels der Y-Taste teilt euch Jack mit, für wie viele Ladungen der Magazinvorrat noch ausreicht. Patronen sind auch dringend nötig, um in den 40 hintereinander zu absolvierenden Kapiteln zu überleben, denn die Dinobrut bleibt euch hartnäckig auf den Fersen. Ist der Lauf leer und hängt euch ein Saurier direkt an der Backe, können auch umherliegende Knochen aufgesammelt werden, um Wurfgeschosse zu improvisieren. Aufgespießte Libellen lassen sich sogar dazu missbrauchen, um sie höherrangigen Tieren zum Fraß vorzuwerfen. Dadurch lenkt ihr eure Feinde auf ein bestimmtes Ziel, um sie anschließend hinterrücks anzugreifen. Nach diesem Nahrungskettenprinzip lotst ihr beispielsweise einen T-Rex auf einen Flugsaurier zu, den ihr soeben vom Himmel geschossen habt. Leider wird von diesem spielerisch interessanten Schmankerl viel zu selten Gebrauch gemacht. Trotz der scheinbar großen Komplexität bestätigt unsere Testversion, was die Preview-Fassung ansatzweise vermuten ließ: Auf Dauer mangelt es den Ego-Shooter-Passagen, die den Gorilla-Anteil des Spiels ausmachen, eindeutig an Abwechslung. Wenn Jack etliche Kapitel hintereinander auf dieselbe Art und Weise Buschfeuer legen muss, um unpassierbare Büsche niederzubrennen, kommt mit der Zeit doch ein wenig Monotonie auf. Ein weiteres Merkmal, das bereits vielen Spielen zum Verhängnis wurde, entpuppt sich dagegen als wirkungsvolles Stilmittel: Der Pfad, den Jack und sein Team abwandern dürfen, ist meist strikt vorgegeben. Diese Linearität ermöglichte den Entwicklern exakt platzierte Skript-Events - etwa wenn ihr von Ann aus einem Tümpel gezogen werdet und diesen Moment aus der Ego-Perspektive miterlebt. Für Authentizität sorgen auch die stimmungsvollen deutschen Sprach-Samples eurer Teamkollegen, die situationsabhängig eingestreut werden. Wenn ihr euch beispielsweise während eines Gefechts mit einem T-Rex von Kameramann Carl anschnauzen lassen müsst, weil ihr ihm gerade vor der Linse steht, kommt echtes "Mittendrin"-Ambiente auf! Der Kong ist tot, es lebe der Kong Die Übergänge zwischen den Ego-Levels als Jack und den Passagen, in denen man Kong in der Third-Person-Ansicht steuert, sind fließend. Wenn ihr euch etwa gerade auf einem Floß mit der Pistole zwei Raptoren vom Leib gehalten habt und von der Strömung in eine Sackgasse getrieben worden seid, ringt ihr im nächsten Augenblick auch schon in der haarigen Affenhaut gegen die überdimensionalen Biester und streckt Jacks Verfolger in simplen, aber spaßigen Tastenduellen nieder. Das Gameplay profitiert dabei besonders von der unterschiedlichen Spielmechanik der beiden Sequenzen. Im finalen New-York-Abschnitt bietet King Kong schließlich noch einmal brachiale Dauer-Action. Dank eines Punktesystems, das jedes Kapitel anhand verschiedener Faktoren wie der Anzahl erlegter Gegner bewertet, ist die Langzeitmotivation immens. Wer den alternativen Abspann genießen möchte, muss zudem wesentlich mehr Zeit investieren als die etwa acht Stunden, die man für das erste Durchspielen benötigt. Technisch gibt sich König Kong keine Blöße: Das Spiel enttäuscht zwar hier und da mit matschigen Texturen, bietet dafür aber imposante Dinomodelle. Einzig Kongs Ganzkörperbehaarung fällt im Vergleich mit Fox McClouds Fell in Starfox Adventures stark ab. Aber wir wollen mal keine Haarspalterei betreiben: Peter Jackson's King Kong ist auf dem GameCube ein äußerst atmosphärischer Weihnachts-Hit. Die GBA-Version reicht aufgrund mäßig inszenierter Kong-Abschnitte nicht ganz an die Klasse der Gamecube-Fassung heran, sorgt aber auf ihre Weise für Flair.
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Nicht nur im Dschungel darf gekraxelt werden, auch in New York macht Riesenprimat King Kong Häuserfassaden unsicher.
Im ersten Drittel des Spiels macht ihr häufig Gebrauch von der Kunst des Feuerlegens.
Ein Getier macht sich an eurem Bein zu schaffen - jetzt bitte bloß keinen unüberlegten Schuss abfeuern!
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Während King Kong auf der Heimkonsole durch die atemberaubende Soundkulisse punktet, liegt der Schwerpunkt des Game-Boy-Primaten eher auf den Puzzleeinlagen. Die Anleihen von der Zelda-Reihe sind zwar unübersehbar, aber durchaus stimmig inszeniert. Ubisoft hat bei der Versoftung der Jackson-Saga ganze Arbeit geleistet - und das auf beiden Plattformen!
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