Übung macht den Meister
Quelle: Capcom
Street Fighter IV - PlayStation 3 (BILD: play³) (7)
Da nicht alle Spieler mit den Vorgängern vertraut sind, hat Capcom einen Übungsmodus integriert. Hier könnt ihr einstellen, wie sich euer Trainingspartner verhalten soll, und nach Herzenslust und ganz ungestört Angriffe und Spezialattacken üben. Hinzu kommt ein Herausforderungsmodus, der dafür sorgt, dass auch echte Könner lange etwas zu tun haben werden. Um Time-Attack-, Survival- und Trial-Modus komplett durchzuspielen, braucht ihr viel Übung.
Seifenoper
Quelle: Capcom
Street Fighter IV - PlayStation 3 (BILD: play³) (8)
Im Einzelspieler-Modus habt ihr die Möglichkeit, die ganz persönliche Hintergrundgeschichte eines jeden Teilnehmers zu erfahren. Zu Beginn wird euch ein kurzer Vorspann im Anime-Stil gezeigt, der euch über die Motivation aufklärt, die dieser spezielle Kämpfer besitzt. Die Filmchen sind liebevoll gezeichnet und das zugehörige Ende allein schon Ansporn genug, den Wettbewerb mit jedem der Teilnehmer einmal zu gewinnen. Ihr müsst allerdings nicht gegen alle anderen Kontrahenten bestehen, um in den Genuss des Abspanns zu kommen. Nach sieben Kämpfen folgt bereits der finale Showdown gegen Obermotz Seth. Eine nette Idee ist außerdem, dass jede Figur einen ganz speziellen Rivalen hat, gegen den sie im vorletzten Duell antritt. So fordert Sagat seinen alten Erzfeind Ryu heraus oder Rufus sein verhasstes Idol Ken. Während dieses Rivalenkampfes rufen die beiden sich zudem ständig Beschimpfungen oder auch Respektsbekundungen zu.
Partyspiel für Freaks
Quelle: Capcom
Street Fighter IV - PlayStation 3 (BILD: play³) (9)
Sein ganzes Potenzial entfaltet Street Fighter IV allerdings erst im Zweispielermodus. Es geht nichts über das Erlebnis, gegen einen menschlichen Gegner anzutreten und ihm virtuell ordentlich die Fresse zu polieren, während ihr im Hintergrund von euren restlichen Kumpels angefeuert werdet. Selten hat es ein Spiel gegeben, das hier in der Redaktion tagelang derart viele Menschen vor den Bildschirm gezogen hat. Die nahezu perfekte Balance zwischen den verschiedenen Kämpfern sorgt dafür, dass schnell jeder seinen persönlichen Liebling gefunden hat und mit diesem auch stets eine Chance hat, gleichgültig mit welchem Fighter sein Gegenüber spielt. Ob ihr nun Sumo-Ringer E. Honda, Knochengerippe Dhalsim oder die Geheimagentin C. Viper steuert, allein euer spielerisches Vermögen entscheidet über Sieg und Niederlage. Auch simples Button-Mashing nützt gegen einen geübten Street Fighter-Spieler nichts.
Bildergalerie
Einen kleinen Kritikpunkt gibt es aber dennoch. Zwar kann man Stunden, Wochen, Monate und Jahre damit verbringen, einfach nur abwechselnd gegen verschiedene Freunde zu kämpfen. Ein paar unterschiedliche Mehrspieler-Modi wären dennoch schön gewesen. Das ist jedoch wirklich Gemecker auf hohem Niveau. Wer nie Street Fighter II gespielt hat, wird mit Teil vier möglicherweise überhaupt nichts anfangen können. Eine objektive Wertung ist deshalb bei so einem Titel fast nicht möglich. Denn wer irgendwo in seinem Spielerherzen auch nur ein bisschen was für die Serie übrig hat, wird sich der Faszination von Street Fighter IV nicht entziehen können.
